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Produktinformation

  • Audio CD (3. Mai 1989)
  • Erscheinungsdatum: 3. Mai 1989
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Format: Import
  • Label: Fiction (Universal Music)
  • ASIN: B000025ZNL
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Hörkassette  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (75 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 13.798 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Plainsong
2. Pictures of You
3. Closedown
4. Love Song
5. Last Dance
6. Lullaby
7. Fascination Street
8. Prayers For Rain
9. The Same Deep Water As You
10. Disintegration
11. Homesick
12. Untitled

Produktbeschreibungen

Produktbeschreibungen

Disintegration

Amazon.de

'Schon wieder die Deluxe Edition eines Meisterwerkes' könnte man sich denken, würde es sich nicht um das 89er-Album Disintegration von The Cure handeln, der britischen Institution in Sachen exzessiver Düsternis und ihrem seinerzeit achten Studioalbum, das bis heute mit Fug und Recht den Status eines musikalischen Meilensteins beansprucht. Auflösung, Aufspaltung, Zerstückelung, Zertrümmerung und Zerfall: all das steht im Deutschen für den Begriff Disintegration und ist richtungsweisend für die Songs eines legendären Albums, das nicht Resultat gewiefter Marketingstrategen der Musikindustrie war, sondern seinen Ursprung hatte, in Robert Smiths ganz persönlichem Höllenritt durchs Fegefeuer von Einsamkeit, Verlassenheit und drohendem Scheitern. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass ausgerechnet dieses Album zu einem der erfolgreichsten in der Bandgeschichte von The Cure avancierte, obgleich ihr die Plattenfirma vor 21 Jahren von "kommerziellem Selbstmord" prognostizierte. Eine krasse Fehleinschätzung in Anbetracht von Songs wie "Lullaby", "Fascination Street", "Lovesong" und "Pictures Of You", die allesamt zu Hits wurden. Die aktuelle Wiederveröffentlichung von Disintegration als Deluxe Edition hat erfreulicherweise nichts mit gängigen Digital-Remaster-Versionen zu tun, die mit unerreichtem Hörgenuss werben, letztlich jedoch nur bedingt überzeugen, weil uns das pappige Original oft schon allein der persönlichen Erinnerungen wegen näher ist, als die klanglich perfekte Neuauflage. Nicht so bei der Disintegration Deluxe Edition, deren hervorragende klangliche Restaurierung nur ein Aspekt von vielen anderen ist, die dieses Neuausgabe zu einem unbedingten "Must have" machen. Außer dem Originalalbum befinden sich noch zwei weitere CDs in der Box, eine davon mit Demo-Material und Rough-Mixen, sowie eine dritte mit dem Album Entreat, seinerzeit streng limitiert und für Wohltätigkeitszwecke konzipiert. Es enthält eine komplette Live-Version von Disintegration, aufgenommen 1989 während der "Prayer Tour" an drei Abenden in der Londoner Wembley Arena. Von Robert Smith persönlich neu überarbeitet und zusammengestellt, gewährt die Disintegration Deluxe Edition faszinierende Einblicke in die Arbeitsprozesse von The Cure auf ihrer Gratwanderung zwischen Punk, Wave, Pop und Elektronik und macht damit erstmals die Entstehung von Disintegration sinnlich erfahrbar. - Andreas Schultz

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Kundenrezensionen

4.7 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

49 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Norbert Rügen am 11. Dezember 2002
Format: Audio CD
1989 markiert für mich den Fall zweier Mauern. Der Berliner Mauer und der Mauer in meinem Kopf, von der alles, was nicht Heavy Metal war abprallte wie Regen von einem Blechdach. Als mir meine Schwester diese Platte unterschob, freilich mit dem Hintergedanken mir zu beweisen, dass nicht alle Musik in der Keyboards zum Einsatz kommen, klingen muß wie Boy George, fiel mein pubertäres musikalisches Weltbild zusammen wie ein Kartenhaus.
Ich halte "Disintegration" für das beste Album der englischen Band The Cure. Die Musik ist gegenüber den Vorgängeralben weitaus trauriger und schwermütiger ausgefallen, hier gibt es nichts Tanzbares, stattdessen herrscht epische Nachdenklichkeit vor, voller Melancholie, voller Gefühl.
Die Stimme Smith's throhnt verträumt über den bombastischen Klangteppichen ( plainsong ), zerbricht beinahe vor Angst und nahendem Wahnsinn ( Lullaby ) oder versinkt traurig resigniert zwischen den Klangwelten ( the same deep water as you ).
Dabei gelingt ihm das Kunststück niemals zu dick aufzutragen oder weinerlich zu wirken.
Zusammen mit dieser Stimme entwickeln die ausnahmslos überzeugenden Kompositionen auf "Disintegration" ein merkwürdiges Eigenleben und finden zu einer Größe, die ich nur als erhaben bezeichnen kann. Wer die beklemmenden Songs dieses Albums ( insbesondere: Plainsong, fascination street, prayers for rain, pictures of you, the same deep water... ) noch nicht kennt, hat etwas einzigartig Schönes versäumt.
"Disintegration" ist zweifellos ein Meilenstein der englischen Popmusik, seine Faszination ist bis heute ungebrochen.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Elverez am 28. Mai 2010
Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Mit "Disintegration" haben sich The Cure 1989 ein Denkmal gesetzt. Alles, was die Band danach veröffentlichte wurde fortan an diesem Album gemessen. Irgendwie auch ein Fluch, denn Robert Smith & Co. gelang danach nichts vergleichbar Gutes mehr. Die remasterte Version weiß einerseits zu überzeugen, andererseits enttäuscht sie mich aber auch. Das Album wurde perfekt aufgearbeitet und klingt um Weiten besser als das 1989er Original. Ein großer Teil der Demos und die alternativen Versionen sind sehr interessant und zeigen einige der Titel in ihrem Anfangsstadium. Die bisher unveröffentlichten Tracks hätten es allerdings auch nicht verdient auf "Disintegration" oder als Single-B-Seiten zu erscheinen, da sie nicht die Atmosphäre des Albums und des damaligen Cure-Flairs innehaben - mal abgesehen vom grandiosen "Pirate Ships".

Die Version von "Out Of Mind" und die "Guide Vocal"-Tracks sind allerdings eine Frechheit, denn Smith's Gesang stammt definitiv nicht aus dem Jahr 1988 sondern wurde wahrscheinlich 2009 neu eingesungen und auf die Demo-Versionen gepackt. Das Gleiche tat er schon einmal bei den angeblichen Demos auf der The Glove-Deluxe-Edition und bei den "Kiss Me..."-Studiodemos. Den Fans gegenüber ist das nicht fair.

Ein weiterer Minuspunkt leider auch für "Entreat Plus". Sicherlich ist es super, endlich alle "Disintegration"-Titel als Live-Version hören zu können, doch leider wurde der Klang stark verändert, Drums und die Bassläufe stark komprimiert, sodass es bei weitem nicht an die Original-"Entreat" heranreicht. Diese klang bzw. klingt "entrückt" und "luftig", während "Entreat Plus" fast wie die Aufzeichnung eines beliebigen Rock-Konzerts daherkommt. Manchmal ist weniger eben mehr.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von phoenix30@freenet.de am 30. Juli 2000
Format: Audio CD
Nie werde ich die Gänsehaut vergessen, die ich bei den ersten zarten Klängen von "Plainsong" verspürte...eiskalt lief es mir den Rücken herunter bei dieser unendlichen Melancholie, die die ersten drei Songs "Plainsong", "Pictures Of You" und "Closedown" so glaubhaft vermitteln, dass man als Zuhörer förmlich die innere Leere und Trostlosigkeit spüren kann, in der Robert Smith gefangen zu sein scheint. Das ehrliche Gefühl der Trauer, der Ohnmacht zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Album und hält den Zuhörer fest in seinem Bann. Man ist einer Ohnmacht gleich nicht imstande, die Stop-Taste zu betätigen, so intensiv wird man von diesem genialen Album berührt (gefesselt) und von The Cure auf einen Seelentrip entführt, bei dem man am liebsten nur noch weinen möchte - und zwar vor Ergriffenheit! "Disintegration" wirkt niemals aufgesetzt, sondern immer absolut ehrlich und authentisch. Bei "The Same Deep Water As You" wird man von den mächtigen "Keyboardteppichen" dermaßen "erdrückt", dass man tatsächlich meint, keine Luft mehr zu bekommen bzw. zu ertrinken. Ähnlich ist es bei dem Song "Disintegration", der insbesondere durch den sich im Verlauf des Songs panisch steigernden Gesang Robert Smiths beim Zuhörer das Gefühl beginnender Panik erzeugt. Auch wenn das ganze Album nur so nach Verlust, Trauer und Schmerz schreit, so ist es dennoch keine Platte, die einen deprimiert - im Gegenteil gerade, wenn ich mal down bin, entfaltet dieses geniale Meisterwerk seine "heilende" Wirkung und baut mich wieder auf.Lesen Sie weiter... ›
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