Rezension
Ein Konzeptalbum als Debüt, ob das eine gute Möglichkeit ist, seine musikalische Bandbreite unter Beweis zu stellen? könnte man sich fragen, wenn man weiß, dass die Elektro/Industrial-Formation Minusheart gerade das mit ihrem Erstling Disease vor hat zu tun. Und sie belehren jeden Zweifler eines Besseren. Denn obwohl sich Disease ausschließlich kritisch mit dem Thema Gesellschaft auseinandersetzt, hat jeder Track seine ganz eigenen Züge. Entgegen einheitlicher Thematik findet sich jedem Gemütszustand und jeder Laune entsprechend der passende Song. Das fängt an bei tanzbaren Nummern wie Don t Feed The Cats oder Icehouse , geht über zu düsteren Titeln wie Future Lies und hört auf bei so wunderbar poppigen und dennoch melancholischen Songs wie Burning Star . Dabei verwenden Diver und Benden gekonnt Elemente aus EBM, Synth-Pop und Alternative. Der Retrosound des Duos aus Aachen, der sich genau wie das Motiv des Longplayers konstant durch die Songfolge zieht, rührt daher, dass vorwiegend mit Synthesizern aus den 90ern gearbeitet wurde. Die zehn Songs umfassende LP haben Minusheart durch vier weitere Titel ergänzt, die Disease ihren letzten Schliff verpassen. Die zusätzlichen Tracks sind allesamt Remixe und müssen sich ebenfalls nicht verstecken. So haben unter anderen die Techno-Elektroniker von Monolith den Song Lifespan durch ihren mechanischen Fleischwolf gedreht und auch Accessory ließen es sich nicht nehmen, bei der ersten Veröffentlichung des Duos mitzumischen. (Sonic Seducer Magazin November 2009)
Minusheart ist ein Projekt von Diver und Benden welches im Jahre 2007 gegründet wurde. Mit Disease legt man nun das Debütalbum vor und laut Selbstauskunft möchte man mit ungewöhnlichen Sounds und Melodien beim Publikum punkten. Von Beginn an basiert der Klang von Minusheart auf elektronischen Sounds und emotionalem Gesang, welche nicht selten eine Referenz zu Bands wie Nitzer Ebboder Skinny Puppy erkennen lassen. Auf dem Werk finden sich sowie Szene-Clubtaugliche Titelwie Icehouse oder Don tFeedTheCats als auch düstere Songs wie FutureLies wieder. Mit BurningStar ist der Band zu dem ein wunderschön melancholischer Elektro-Industrial-PopHit gelungen, welcher auch den perfekten Abschluss des Albums bildet. Als Extra gibt es noch vier Bonus-Remixe auf dem Album, ausder Hand von FragmentMachinery , Accessory , Config.Sys und Monolith und bilden eine gelungene Ergänzung, sie zeigen das Potential der Songs in Bezug auf atmosphärischen Industrial ( Icehouse ) sowie krachendem Club-EBM ( Feel No Pain , Lifespan ). (Nachtaktiv Magazin Dezember 2009)
Zeigte sich das Electrogenre in letzter Zeit eher etwas ausgelaugt und inspirationslos ändert sich dies dieser Tage mit Minusheart gewaltig! Minusheart sind wieder da und veröffentlichen mit Disease eines der interessantesten Electroalben der letzten Monate! Gleich das erste Lied des Albums ist ein wirklicher Smashhit! Icehouse ist ein Song, der voller Intensität und kalter Elektronik steckt! Ideales Clubfutter für den DJ jeder Darkdisco also! Hier trifft Underground Electro auf Minimal und Techno. Neben dem Überhit "Icehouse" finden sich auf dem Album weitere sehr gute Clubtacks wie etwa "Feel No Pain" und "Carnival Of Hearts". Disease ist ein eingängiges Album, das durchweg in all seinen 10 Songs überzeugt. Besonders interessant sind auch die Bonustracks, denn Bands wie Accessory, Config.Sys und Monolith haben es sich nicht nehmen lassen, für Minusheart zu remixen. Ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann! Disease klingt frisch und unverbraucht - voller interessanter Ideen und Melodien! Eine wirkliche Bereicherung für die Szene! Anspieltips: "Icehouse", "Carnival Of Dreams". Fazit: Unbedingt haben wollen! (Dark Heart Magazin Oktober 2009)
Kurzbeschreibung
Mit 'Disease' legen Diver und Benden die Debüt-CD ihres ersten gemeinsamen Projektes vor, welches im Jahr 2007 gegründet wurde. Von Beginn an basiert der Klang von Minusheart auf elektronischen Klängen, emotionalem Gesang und einem Hang zu ungewöhnlichen Melodien und Songstrukturen, die nicht selten eine Referenz zu Bands wie Nitzer Ebb oder Skinny Puppy erkennen lassen.
So finden sich auf 'Disease' sowohl szene-clubtaugliche Titel wie 'Icehouse' oder 'Don't Feed The Cats', wie auch düstere, aber nicht minder treibende Songs wie 'Future Lies' wieder, die nicht umsonst an die bedrückende Atmosphäre einzelner Songs der Kult-Band Shock Therapy erinnern. Mit 'Burning Star' ist der Band zudem ein wunderschön melancholischer Elektro-Industrial-Pop Song gelungen, der auch den logischen Abschluss des regulären Albums bildet. Dabei bedienen sich die beiden Musiker eines Sounds, der gekonnt mit klassischen Elektro-EBM-Elementen spielt, jedoch immer aktuell, kraftvoll und mit vielen kleinen Details versehen durch die Lautsprecher brettert.
Nicht zuletzt das druckvolle Mastering von Dirk 'Accessory' Steyer, der auch einen Remix zum Album beisteuerte, ist für die klangliche Qualität des Albums verantwortlich. Die vier Bonus-Remixe des Albums aus der Hand von 'Fragment Machinery', 'Accessory', 'Config.Sys' und 'Monolith' bilden eine gelungene Ergänzung, und zeigen das Potential der Songs in Bezug auf atmosphärischen Industrial ('Icehouse') sowie krachendem Club-EBM ('Feel No Pain', 'Lifespan').