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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Augenöffnend,
Rezension bezieht sich auf: Discorsi. Gedanken über Politik und Staatsführung (Gebundene Ausgabe)
Ich hatte, ebenson wie die meisten meiner Mitmenschen, keine wirkliche Ahnung von Politik und ihren vielen Derivaten (Management, Familienführung, Gruppendynamik...) bis mir dieses Buch die Augen dafür geöffnet hat.Der Fürst sei nur als Appetitmachender Einstieg in dieses Buch zu empfehlen - es ist in seinen weitreichenden Konsequenzen wesentlich tiefgreifender und anspruchsvoller. Es zeitloses Meisterwerk das durch bereichernde Anmerkungen des Deutschen Übersetzers noch kostbarer gemacht wurde. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
36 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Machiavelli selbst war nie Machiavellist,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Discorsi. Gedanken über Politik und Staatsführung (Gebundene Ausgabe)
Die "Discoursi"(eigentlich "Diskussionen über die ersten drei Dekaden des Livius") sind historisch sehr interessant, da der Autor stets Beispiele und Anekdoten aus zwei verschiedenen Epochen angibt. Machiavelli schafft es nahezu mühelos, den Zeiten der Römer Leben einzuhauchen und das Italien des 14.Jh. mit seinen Intrigen und Skandalen vor den Augen des Lesers wiederauferstehen zu lassen.Die "Discoursi" sind dabei stets ein politisches Buch. Mit zahlreichen Vergleichen und Beispielen begründet der Autor jede seiner Behauptungen ohne jemals in Auschweifungen zu verfallen. Ja mehr noch, der pragmatische Stil in dem M. schreibt schafft eine bestechende Plausibilität, die in den meisten Lehrbüchern heutzutage vermißt wird. In kurzen kaum jemals über drei Seiten hinausgehenden Kapiteln, werden die Ansichten und Einsichten Machiavellis deutlich. Im Gegensatz zum "Fürsten" ("il principe") das nur das Verhalten des Herrschers analysiert sind die "Discoursi" der Politik im generellem zugewandt. Doch die "Discoursi" haben auch prognostischen Wert, den man, von den Vergleichen und Beispielen Machiavellis ausgehend, auch auf unsere Moderne anwenden kann. Leider hat Machiavelli die "Discoursi" komplett aus dem Kopf geschrieben (sie waren ursprünglich als ein Brief geschrieben den Machiavelli an Cesare Borgia sandte, der ihn ignorierte und erst nach dessen Autors Tod veröffentlichte) was einige Angaben recht ungenau erscheinen läßt. Dies macht ihn auch angreifbar. Alles in allem sind die "Discoursi" ein Muß für jeden politisch und\oder historisch Interessierten Alle anderen sollten mal einen Blick reinwerfen wenn sie das Buch grad in der Hand halten. ***** für politisch\historisch Interessierte *** für alle anderen Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Machiavelli der Anti-Machiavellist,
Von Vaedian (Rostock) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Discorsi: Gedanken über Politik und Staatsführung. Mit einem Geleitwort von Herfried Münkler (Gebundene Ausgabe)
Zu Unrecht dämonisiert und als skrupelloser Machtpolitiker geächtet zeigt Nicollo Machiavelli in seinem Hauptwerk, dass er selbst nie Machiavellist war. Sein Herz gehört ganz der Republik und ihren Institutionen, auch wenn er sich beim heutigen US-Wahlkampf oder der Lobbyarbeit in Deutschland wohl im Grabe umdrehen würde.Machiavelli hatte zwei Eigenschaften, die vielen Politikern zu allen Zeiten gefehlt haben: Er ist Optimist und gleichzeitig Realist. Trotz seiner Liebe zur Republik scheut er sich nicht davor einen Alleinherrscher anzurufen, um Ordnung in einem verdorbenen Staat zu schaffen. Großen Respekt zollt er den Diktatoren des alten Roms, die in Notzeiten für sechs Monate eingesetzt wurden, nahezu vollständige Handlungsfreiheit genossen und dennoch nichts mit den machtbesessenen Diktatoren unserer Zeit gemein haben. Gleichzeitig ächtet er skrupellose Gewaltherrscher, die ihr Volk unterdrücken und sich auf den Schutz ihrer Armeen und Festungen verlassen. Um diesen Machiavelli zu verstehen, muss man sich viel Zeit nehmen - und das hat nicht nur was mit seinen Schriften selbst zu tun. Die Übersetzung ist hervorragend und ich konnte nicht einen einzigen Rechtschreibfehler finden, aber die kleine Schrift, die dünnen Seiten und das ewige Nachschlagen der hunderten Anmerkungen trübt den Genuss stellenweise enorm. Auch das 70-seitige (!) Vorwort sorgt zunächst für lange Gesichter, entpuppt sich jedoch als äußerst interessante Kurzbiografie. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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