COVER UND TITEL:
Das Cover ist in den Farben orange, blau und schwarz gestaltet. Weiter unten erkennt man eine Bar, wahrscheinlich ist es die Bar "Close", für Homosexuelle. Oben erkennt man Engelsflügel, die in der Geschichte eine wichtige Bedeutung haben. Der Titel lautet "Spieglein, Spieglein an der Wand".
EINTEILUNG UND SCHREIBSTIL:
Die Geschichte besteht aus 27 Kapiteln und einer Leseprobe für den nächsten Disconnected Teil, "Alles böse mir vergib". Die Autorin, Ina Bruhn, schreibt wie auch schon in Disconnected 1 sehr spannend.
INHALT:
Die Geschichte spielt sich zwischen Februar und Mai ab. Dieses Mal ist die Erzählung wieder aus der Sicht von Mateus geschrieben. Mateus hat neben Liv und Nick noch zwei weitere Freunde: Rasmus und Juliane, beide sind homosexuell. Mateus unternimmt viel mit den beiden und geht sogar in eine Schwulenbar, die sich "Close" nennt. Er geht mit dem Thema Homosexualität ganz normal um. Plötzlich erhält er wieder eine geheimnisvolle Nachricht von Ikarus, bei der er darauf aufmerksam macht, dass Jonathan in der Schwulen-Szene bekannt war. Mateus macht sich auf die Suche nach einem sogenannten "Engel", um mehr herauszufinden.... Wer ist nur dieser mysteriöse Ikarus und lebt Jonathan noch?
PERSONEN:
Die Hauptperson in dieser Erzählung ist diesmal wieder Mateus. Er ist bereits 18 Jahre alt und besucht in der Oberstufe das zweite Jahr. Seine Mutter ist zu ihrem neuen reichen Freund gezogen und sein Vater ist wieder von Afrika nach Hause gekommen. Er versteht sich nicht sehr gut mit seinem Vater, es gibt nur wenige Momente, in denen sie wie Vater und Sohn sind.
Liv und Nick sind weiterhin mit Mateus unterwegs und auf der Suche nach ihrem Freund.
Die zwei Neuzugänge in dieser Geschichte sind Rasmus und Juliane. Beide sind homosexuell. Rasmus wird als den "typischen Schwulen" beschrieben. Juliane sieht man es aber jedoch nicht an, dass sie auf Mädchen steht.
Eine immer größere Rolle spielt auch der Bruder von Liv. Carl-Philipp mutiert immer mehr zum nervigen Teenager, der durch Alkohol und Drogen versucht Freunde zu gewinnen und cool zu sein.
FAZIT:
Das Cover finde ich sehr passend. Wie auch schon bei den anderen Disconnected Büchern ist das Titelbild mit einem wichtigen Ort und einem wichtigen Element aus der Geschichte, in diesem Fall die Engelsflügel, gestaltet. Den Titel finde ich eher unpassend, da er mich mehr an das Märchen "Schneewittchen" als an einen Jugendkrimi erinnert.
Die Kapitel sind relativ kurz. Der Schreibstil der Autorin ist jugendlich und locker. Das Buch hatte ich an einem Abend schnell durchgelesen.
Die Idee des vierten Teils finde ich wieder genial. Diesmal geht es hauptsächlich um das Thema Homosexualität, was ja auch bei uns immer öfter ein Diskussionsthema ist. Es wird vor allem betont, dass es dennoch viele Menschen gibt, die von diesem Thema nichts wissen wollen und mit homosexuellen Menschen nichts zu tun haben möchten. Ich kann es kaum erwarten zu erfahren, wer hinter dem Pseudonym "Ikarus" steckt. Ich muss euch sagen ich habe wirklich nicht die leiseste Ahnung.
Die zwei neuen Charaktere, Rasmus und Juliane, finde ich wieder sehr abwechslungsreich. Wobei Juliane einen komischen Charakter hat, da sie ja eigentlich auf Mädchen steht und dennoch mit Mateus flirtet. Ich finde auch interessant, dass sich Liv's Bruder immer mehr zum negativen entwickelt, vor allem wenn man ihn seit Beginn an als lieben kleinen Bruder kennt.
Der vierte Disconnected Teil ist wieder einmal sehr gelungen, leider dauert es noch bis Teil fünf und sechs auf den Markt kommen. Ich werde die Reihe bis dahin vermissen.