Discipline ist ein Album, woran sich die Geister scheiden, auch die der King Crimson Fans. Die Scheibe hat nicht mehr viel mit "In The Court Of The Crimson King" und nachfolgenden Alben gemeinsam, was aber auch mit dem ständigen Wechsel der Besetzung innerhalb der Band zu tun hatte (siehe Yes, siehe Genesis, ...). So war Discipline auch die erste King Crimson Scheibe mit Bassist Tony Levin und Gitarrist/Sänger Adrian Belew.
Die beiden bildeten zusammen mit Gründungsmitglied Robert Fripp und Schlagzeuger Bill Bruford, der seit 1972 bei King Crimson spielte, eine Band, die ausnahmslos aus Virtuosen bestand. Schon bei den ersten Tönen des Openers "Elephant Talk" wird deutlich, dass diese auch ihr Können gerne unter Beweis stellen. Die Scheibe wartet mit virtuosem bis experimentellen Material auf, hat aber auch einige "normale" Stücke zu bieten.
Es fällt einem schwer eine Einordnung in ein bestimmtes Genre vorzunehemen. Es ist irgendwas zwischen Progressive, Anvantgarde und Art Rock mit einigen Ausreißern in den Jazz. Es ist auf jeden Fall kein Easy Listening, sondern die King Crimson Scheibe die am meisten Aufmerksamkeit von einem verlangt.
King Crimson beschritt mit Discipline neue Wege in der Rockmusik, was Texte, Spieltechniken und Stilverknüpfungen betrifft. Das dies nicht jedem gefällt, mag verständlich sein, gehört haben sollte man sie aber jeden Fall einmal.