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Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.10.2001
Schön ironisch macht sich Andreas Rosenfelder über die frühen Gedichte von Paul Auster her: "Das ist Lyrik, keine Frage", bekundet er gleich im ersten Satz seiner Rezension. Denn die Worte Austers haben Gewicht, sind erdenschwer, und seine Gedichte nach Rosenfelders Meinung schlichtweg überladen. Das liegt daran, meint der Rezensent, dass sich Auster eine Schubkarre poetologischen Urgesteins geschnappt und dieses archaisch anmutende Vokabular nach dem Baukastenprinzip über die Wortfelder gestreut hat . Nacht, Sterne, einsam, Erde, feucht, warm - so lauten die Schlüsselwörter aus der Zeit des "armen Poeten", denn ein Großteil der Gedichte entstand in Frankreich, wo sich der damals unbekannte Autor mehr schlecht als recht durchs Leben schlug. "Soviel Kontakt zwischen Sein und Sprache war selten", merkt Rosenfelder sarkastisch dazu an. Hinweise auf die narrative Kraft des Autors in späterer Zeit ergäben sich kaum. Für den Rezensenten gehören die Gedichte dorthin, wo sie Jahrzehnte lagen: in die Schublade.
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Kurzbeschreibung
Lange bevor Auster mit seinen Romanen international berühmt wurde, veröffentlichte er einen Gedichtband. Hier liegt er nun in deutscher Übersetzung vor.
Über den Autor
wurde am 3. 2.1947 als Nachkomme eingewanderter österreichischer Juden in Newark, New Jersey geboren. Er studierte Anglistik und vergleichende Literaturwissenschaft an der Columbia University New York (B.A. und M.A.) und fuhr danach als Matrose auf einem Öltanker zur See. 1971-74 lebte er in Frankreich, hauptsächlich in Paris. Nach seiner Rückkehr in den USA nahm er einen Lehrauftrag an der Columbia University an und arbeitete zusätzlich als Übersetzer französischer Autoren (Blanchot, Bouchet, Dupin, Joubert, Mallarmé, Sartre) sowie als Herausgeber französischer Literatur in amerikanischen Verlagen. Paul Auster lebt in Brooklyn, New York, ist mit der Schriftstellerin Siri Hustvedt verheiratet und hat zwei Kinder. Er erhielt Stipendien der National Endowment for the Arts (1977 für Lyrik, 1983 für Prosa), den France Culture Prix Etranger (1988) und den Morton Dauwen Zabel Award (1990).