...wenn auch in einem ganz anderen Film und ohne die Coen Brothers. Aber Jeff Brigdes, in der Rolle des Andy Sargentee, verkörpert alle Eigenschaften des "Dude" aus -The big Lebowski- in diesem Streifen. So ärgerlich und überflüssig das in anderen Machwerken ist, so sehnlichst habe ich auf eine Bridges-Rolle dieser Art jahrelang gewartet.
Andy Sargentee ist geschieden. Er lebt in der Kleinstadt Butterface Field, in der so gut wie gar nichts passiert. Andy ist ein Loser. Und seine Freunde, wie der altbackene "Some Idiot", der seltsame Otis oder der schwule Moose, sind in die Kategorie Versager, Träumer und Lebenskünstler einzuordnen. Andy will raus aus dem Dreck und sucht nach der Idee, die ihn nach oben bringt. Eines Tages, weiß er, was zu tun ist. Zusammen mit seinen Kumpanen will er einen Pornofilm drehen. Er weiß, dass er damit das große Geld machen kann. Gesagt getan, Andy legt los und hat bald alles zusammen. Okay, bis auf ein paar Kleinigkeiten. Als da wären: Das Drehbuch, das Geld, die Hauptdarsteller, die Drehorte, und...und...und.
Aber Andy wäre nicht Andy, wenn er sich dadurch entmutigen lassen würde. Zusammen mit seinem Kameramann Emmet legt er trotzdem los und nach und nach nimmt der Film Fahrt auf...
Eine wahnsinnig schräge Story, gespickt mit exzellenten Schauspielern. Ein leiser, aber sehr schöner Soundtrack rundet das Bild ab. Begleitet von einem wunderbaren Erzähler. -Dirty Movie- braucht ein paar Minuten, ehe man in den Stoff hinein kommt, aber dann gibt es kein Halten mehr. Keine billige Persiflage des -Big Lebowski- sondern ein eigenständiger, völlig aus der Spur geratener Film. Warmherzig, liebenswert; einfach genau meine Kragenweite.