Nach England erlebt nun auch Australien eine Renaissance des schwarzhumorigen Gangstergenres. Eines der trefflichsten Beispiele ist sicherlich der entwaffnende Ausflug in die Verbrecher-Gefilde Sydneys mit DIRTY DEEDS.
1969 auf dem Höhepunkt des Vietnamkrieges, als es in Australien noch keine Pizzabäcker und Farbfernseher gab, versucht die amerikanische Mafia einen Fuß in die Tür des lukrativen Spielautomatengeschäfts zu klemmen, das von Barry Ryan (Bryan Brown) mit harter Hand geführt wird. Da beißen sich die Mafia-Unterhändler (melancholisch John Goodman, schießwütig Felix Williamson) letztlich die Zähne am australischen Busch aus. Old School-Schurken, korrupte Cops (angeführt von Sam Neill) und ein Flower Power Sydneyland beherrschen den Look des Filmes, der neben seinen visuellen Einfällen vor allem mit überragenden Darstellern auftrumpfen kann. Brutal, ironisch und dann doch wieder dein bester Kumpel.
FFF 2003