Klar kennt jeder das einzigartige Original "Dirty Dancing", in dem Ende der 80er Patrick Swazy und Jennifer Grey das Tanzbein schwangen. Ein Kultfilm, der die Mambo- Bewegung auslöste. Alleine aus dieser Tatsache finde ich den Titel "Dirty Dancing 2" eher ungeschickt gewählt. Denn wer mit der Erwartung den Film sieht, dass er wie der Erste sei, der wird gründlich enttäuscht. Doch wenn der Film einfach mit "Havanna Nights" betitelt worden wäre, hätte man andere Erwartungen gehabt.
Story: Die junge Amerikanerin Katey (Romola Garai) wird 1958 im Zuge der Amerikanisierung von Kuba mit ihrer Familie auf die karibische Insel mitgenommen. Sie fühlt sich da nicht besonders wohl, denn im letzten Highschooljahr hatte sie nicht vor zu wechseln. Durch Zufall trifft sie im Hotel, in dem sie wohnt, den jungen Kubaner Javier (Diego Luna). Der hält das Mädchen für ein verwöhntes amerikanisches Kind, das er täglich bedienen muss. Als sich Katey eines Tages auf dem Heimweg von der Schule verläuft, trifft sie Javier beim Tanzen an. Die Art, wie er sich bewegt fasziniert das etwas prüde Mädchen. Javier nimmt sich ihrer an und begeht den fatalen Fehler, Zeit mit ihr zu verbringen. Denn auf Grund des engen persönlichen Kontaktes mit einem Gast verliert der Kubaner seine Anstellung im Hotel, die für seine Familie allerdings lebenswichtig ist. Katey hat ein schlechtes Gewissen, wegen des Rauswurfes, und schlägt Javier vor mit ihm an einem Tanzwettbewerb teilzunehmen, in dem man nicht nur 5.000 Dollar gewinnen kann, sondern auch eine Fahrkarte in die USA bekommt. Doch dem Sieg der beiden kommt die Revolution daziwschen ...!
Von der Story sind sich Teil 1 und 2 nicht wirklich so unterschiedlich. Doch es hat irgendwie eine ganz andere Stimmung. Doch lächerlich fand ich, dass man Patrick Swazy aus der Versenkung zerren musste. Die Botox- Behandlungen haben seinem Gesicht jedlich Fähigkeit genommen, Emotionen auszudrücken. Auch fand ich die Rolle der Kathey eher mangelhaft besetzt. Sie hatte die erotische Ausstrahlung von Hausstaub, das konnte nicht mal der wesentlich besser gewählte Diego Luna wett machen. Doch im Bereich Tanz und Musik gefällt mir "Havanna Nights" wesentlich besser als der erste Teil. Die Körperbewegungen wirken heißer und erotischer, als noch in "Dirty Dancing", wo alles noch reichlich steif war. Der Mambo hat sich weiter entwickelt, und das zu seinem Vorteil.
Fazit: Ein schöner Film. Wunderschöne Bilder, tolle Musik, heiße Tanzeinlagen. Doch bitte, bitte keine Vergleiche mit Dirty Dancing ziehen. Ein fataler Fehler, der alles kaputt macht. Denn die schlechte Kritik hat "Havanna Nights" nicht verdient. Ansehen lohnt sich.