Aus der Amazon.de-Redaktion
White Trash mit einem Augenzwinkern -- so lautet die Formel, die Southern Culture On The Skids, höchst treffend abgekürzt SCOTS, seit Mitte der 80er-Jahre eher erfolglos praktizierten. Pech mit kleinen Labels, Frust statt Spaß und immer noch Außenseiter statt Aufsteiger. Irgendwann musste sich das nach sieben langen Jahren ändern. Als 1992 Sängerin und Bassistin Mary Huff bei einem Album mit dem adäquaten Titel
Too Much Pork For Just One Fork einstieg und Dave Hartmann an die Snare stürzte, wusste Rick Miller, alles würde so gut, wie es für eine Band, die sich von North Carolina aus ins Rockgeschäft aufgemacht hatte, nur werden konnte. Der Durchbruch kam alsbald, nämlich als Beavis -- oder war es Butthead? -- ihre Musik für den autobiografischen Spielfilm der beiden entdeckte. Da waren alle Sorgen, die man sich um die eine fehlende Lunge von Link Wray gemacht hatte, vergessen; der Voodoo Cadillac setzte sich in Bewegung, die Feuerfliegen flogen und endlich konnte man sich genügend Grillhendl nebst Benzin leisten. Die Cramps platzten vor Neid.
--Carl-Ludwig Reichert
INTRO
Die ideale Platte für Popcorn-, Motoröl- und Pferdeschwanz-verseuchte Parties an der Tankstelle oder zu zweit im Auto am Strand. Hier trift verschwitzter, Cajun-getränkter Swamp-Rock im Stil der TAIL GAITORS oder LE ROI BROTHERS auf die CRAMPS und JOHN & THE NIGHTRIDERS. Bayou-Boogie und Rockabilly meets twangin' Surfinstrumentals. SCOTS, wie das Trio liebevoll abgekürzt wird, haben bereits 1985 ihre erste EP 'Voodoo Beach Party' herausgebracht, seitdem drei LPs veröffentlicht und - wie es sich für eine Kapelle ihres Kalibers gehört - von Topless Bars über den einen oder anderen Knast und so ziemlich jeden Hinterhof-Barbecue mit mehr als fünfzig Leuten auf so ziemlich jeder Location gespielt, wo es eine Steckdose gibt. Song-Titel wie 'Voodoo Cadillac' und 'Fried Chicken and Gasoline' sagen alles. White-Trash-Soul vom Feinsten.
Stephan Glietsch / Intro - Musik & so
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