Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Satire vom Feinsten!, 4. August 2009
Ich lese es gerade mit viel Vergnügen! Satire im wahrsten Sinne des Wortes: "eine Spottdichtung, die mangelhafte Tugend oder gesellschaftliche Missstände anklagt" (zitiert aus Wikipedia). Wie bekommt man jetzt die dazu, das Buch zu lesen, die es lesen sollten? Die vielleicht etwas ändern könnten? Wie wäre es mit dem Buch als Pflichtlektüre in den Management-Schulen dieser Republik?
Genau der richtige Nachfolger zu Lean Brain Management: Erfolg und Effizienzsteigerung durch Null-Hirn. Das haben wohl auch einige nicht so verstanden, wie es gemeint war.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ironie erschreckend nahe an der Realität, 30. August 2009
Ein Ratgeber für den schnellen und einfachen Weg nach Oben?
Das Buch ist eigentlich ironisch gemeint aber je länger man es liest umso mehr verwischen sich die Grenzen zur Wirklichkeit. Ironie bedeutet eigentlich das Gegenteil von dem zu sagen was man meint. Aber man erschrickt wie nah Direkt Karriere" bereits an der Wirklichkeit ist. Machen Sie Karriere um ihrer selbst willen ohne den mühsamen und langwierigen Umweg über Leistung". Bisher war es für mich immer ein Rätsel, wieso bestimmte Manager so schnell Karriere machen konnten ohne je wirklich erkennbar etwas zu leisten. Karriere muss man sich nicht unbedingt mühsam verdienen. Mit einer gehörigen Portion Psychose und Egoismus geht es auch. Wenn sie sich jetzt fragen wie das gehen soll, dann sollten Sie unbedingt dieses Buch lesen. Natürlich sind nicht alle Manager Psychopathen und über den Direkt Karriere" Weg nach oben gekommen aber je länger ich darüber nachdenke umso mehr fallen mir dabei ein. Der Unterschied zwischen Psychopathen und Managern ist eigentlich minimal. Psychopathen haben unkontrollierte Triebkräfte, Manager verfügen über so viel Kontrolle über ihre Triebkräfte wie z. B.: Hysterie, Narzissmus und Zwanghaftigkeit (EXCELismus") in Treibkräfte zum Antrieb ihrer Untergebenen einsetzen können. Gunter Dueck hat dieses verrückte System voll durchschaut und in diesem Buch in seiner unnachahmlichen Art schonungslos, schrecklich nüchtern, real ironisch und trotzdem witzig offengelegt.
Das Buch ist wie ein Karriere Ratgeber geschrieben und ich bin überzeugt davon, sich daran zu halten, würde der eigenen Karriere eher förderlich sein. Speziell in effizienzoptimierten Firmen. Und welche Firma ist heute nicht effizienzoptimiert? Aber Vorsicht, die eigene Psyche könnte dabei Schaden nehmen! Aber was spielt das noch für eine Rolle, wenn man erst einmal ganz oben angekommen ist und gnadenlos die Millionen scheffeln kann?
Normalen Menschen hilft das Buch gewisse Verhaltensmuster von bestimmten Managern besser zu verstehen. Es gibt zwar ein Schlusswort, das an normale Menschen gerichtet ist aber leider keine Hinweise, wie man mit einem Direkt Karriere" Manager umgeht ohne selbst verrückt zu werden. Eine kurze Anleitung dazu hätte ich mir gewünscht aber vielleicht behandelt Gunter Dueck das ja noch in einem anderen Buch?
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21 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Verhilft vielleicht zur Karriere, aber kaum zur Lebensfreude, 31. Juli 2009
Nach seinem Buch über die Verabschiedung des Homo oeconomicus habe ich nicht mit einem solchen Nachfolgewerk gerechnet. Denn von einer neuen und wertorientierten Haltung ist in diesem Karriereratgeber nur noch zwischen den Zeilen die Rede. Und ich bin mir nicht sicher, ob alle Leser zwischen ironischen Untertönen und ernst gemeinten Beschreibungen von Ist-Zuständen unterscheiden können. Irgendwie ist mir zu viel Zynismus drin und zu wenig Zuversicht, dass sich auch angenehmere Handlungsmuster durchsetzen können.
Selbstverständlich glauben nur Obernaive daran, die einzelnen Sprossen der Karriereleiter seien mit dem Wort "Leistung" beschriftet. Und dass es ohne Tricks und gute Netzwerke nur ganz wenige bis in die Teppichetage schaffen, ist kein Geheimnis. Aber den Lesern gleich auf den ersten Seiten zu sagen, wenn sie unbedingt gut arbeiten wollten, könnten sie damit ja später noch immer beginnen, halte ich für einen dummen Einstieg. Dieser Meinung ist offenbar selbst der Autor, fühlt er sich doch gleich nach einem solchen Tipp dazu veranlasst die empörten Gemüter seiner Leser zu besänftigen. Aber nur mit Hinweisen auf die Etymologie von Skrupel und elterliche Erziehungsmuster gelingt ihm das kaum.
"Weil fast alle Menschen lob- oder anerkennungssüchtig sind, gibt es kaum Bewerber für Managementstellen." Leider hat es von solch undifferenzierten bis falschen Behauptungen allzu viele im Buch. Gerade wer für seine Argumentationen Hilfe bei den Neurowissenschaftler sucht, sollte seinen Lesern mehr und Interessanteres über die neuronalen Belohnungszentren erzählen. Und selbst dann wären solche Ursache-Wirkungs-Formeln noch immer Dummheiten. Aber auch wenn ich lieber über Neuro-Leadership statt über Neurotic-Leadership lesen würde, hat mir die Lektüre oft Spaß gemacht. Vor allem dann, wenn die gesetzten Zeichen des Autors stark genug waren, um seine persönliche Haltung hinter den Formulierungen zu merken. Denn nachdem, was ich bisher von ihm gelesen habe, ist er wohl mit den geschilderten Verhältnissen in Grossbetrieben auch nicht ganz glücklich.
Mein Fazit: Die Wahrscheinlichkeit, mit diesem Ratgeber Karriere zu machen, scheint mir nicht allzu groß. Bei mir kam das Buch eher als verklausulierte Abrechnung mit einem System an, das der Autor kraft seiner Funktion zwar mitträgt, aber letztlich doch nicht so doll findet. Und wenn ich mit dieser Annahme falsch liege, macht das ja auch nichts. Wer nach Legitimationshilfen für seine Ellbogenkämpfe und Tricks sucht, kommt bei diesem Buch bestimmt auf seine Rechnung. Aber Achtung: Der Dueck'sche Witz läuft unter Satire.
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