In einer guten CD-Sammlung darf diese Platte eigentlich nicht fehlen. Völlig gegen den Zeitgeist trat der studierte Pädagoge Mark Knopfler hier erstmals mit seinem trockenen Sprechgesang und dem unverkennbaren Gitarrensound an und schuf ein lässig groovendes Debüt, das mit "Sultans of Swing" (der Hommage an eine alternde Dixieland-Band) einen der besten Rocksongs aller Zeiten enthält. Der Opener "Down to the waterline" ist ebenfalls ein Dire-Straits-Klassiker, ansonsten dominiert eher lässiger Groove (nicht umsonst hat Quentin Tarantino "Six blade knife" für den den Soundtrack zum Film DESPERADO ausgewählt) in Kombination mit Knopflers typischem Storytelling, welches er seiner Arbeit als Journalist verdankte. Die Synthesizer fehlen hier noch völlig, die CD wurde in klassischem Rock-Lineup (Bass, Gitarre, Drums) eingespielt, Bruderherz David Knopfler bedient hier noch die Rhythmusklampfe. Einge Songs enthalten starke Country/Blues-Elemente("Southbound again, Setting me up"), aber der unverkennbare weiche, typische Knopfler-Sound (eine Fender Stratocaster mit Fingerpicking gespielt) ist immer präsent. Der Ausklang mit den Balladen "Wild West End" und "Lions" ist ebenfalls sehr gelungen. Wer die Dire Straits mag, sie jedoch nur als stadienfüllende Hi-Fi-Rockband aus der "Brothers in Arms"-Ära kennt, sollte mal hören wo alles angefangen hat.