Unter die Decke mit dem Zeug, die Kopfhörer auf und weg aus dieser Welt. Bilder im Kopf, Gedanken am Ohr, Erinnerungen in sepia.
Ich inhaliere dieses grandiose Album, kaum ein Wort, das Eulbergs Klangoszillationen gerecht werden will.
Vor meinem inneren Auge zirkulieren Bilder aus Kirschjoghurt und wildem Blau. Ich komme auf völlig spinnerte Ideen, wenn ich höre wie die Perlen auf mich herabregnen. Mich drückt eine seidige Sehnsucht bei 'Islandmuschel' und ein Zeitweh beim Tanz der Glühwürmchen.
Feingeistig und völlig losgelöst von der Dissonanz des alltäglichen Irrsinns atme ich hier die Luft des Gasthauses zum satten Bass und fühle mich wie damals mit 8, sicher vor dem Kamin meiner Tante, eingewickelt in eine dunkelbraune Decke und den großen schwarzen Hund im Arm, dessen Namen ich schon vor so langer Zeit vergaß.
Angekommen nach einer langen Autofahrt bei Dunkelheit und Winterregen bin ich mit der Täuschungsblume und der Echomaus.
Ein Hecht im Karpfenteich oder eine Tigerkralle in heimischen Gefilden? Für mich Musik wie Marzipanplunder mit heißem Kakao: nach Hause kommen und das Herz stillen, den ewig einsamen Jäger.
Anspieltipps: alles