Kein geringerer als Bazon Brock hat das Vorwort zu "Dinosaurier! Die Kulturgeschichte" verfasst.
Und zwischen Brock und Alexis Dworsky, dem Autor des Buches, scheint es tatsächlich so manche Ähnlichkeit zu geben: Beide eint die Vorliebe, abstruse Zusammenhänge zu konstruieren, Verbindungen zu finden, wo sie kaum ein anderer auch nur gesucht hätte.
So ist der Aufhänger für Dworskys Dinosaurier-Arbeit ein Hasenbraten gewesen. Vor einiger Zeit habe er ihn zu Neujahr zubereitet. Das, was von dem Hasen übriggeblieben ist, habe er ein paar Mal auseinander gebrochen, andersherum wieder zusammengesteckt und im Nu sei dabei etwas entstanden, das ganz so aussieht, wie ein typisches Saurierskelett. Den Bildbeweis bleibt Dworsky keineswegs schuldig: In ganzem DIN-A4-Format und voller Farbe blick einem das schaurig-schrullige Geschöpf mit großen Augen an. Wenn es so einfach sei, einen Dinosaurier aus einem Hasen zu (re)konstruieren, so werfe das natürlich die Frage auf, wie glaubhaft denn überhaupt die Art und Weise sei, in der die Saurierskelette in unseren Naturkundemuseen montiert sind.
Bazon Brock greift im Vorwort diesen "Falschen Hasen" auf, dem man gemeinhin aufgesessen sei:
"Die Studie lässt sich als eine Ausprägung des märchenhaften Wettrennens zwischen dem Hasen (Lepus) und dem Igel (Erinaceus) lesen. Dabei versucht die stets hetzende Forscher-Avantgarde das Rennen mit dem wirtschaftlich mächtigen Popularisierern zu gewinnen; Letztere aber können gelassen verkünden, dass sie wieder einmal die Nase vorn haben".