Das Debut von 1969 liess so einige Leute erstaunt aufhorchen, auch John Mayall (der Kollege unten hat's schon angesprochen).
Dieses Sextett (auf der Dinosaur Swamps; auf dem Debut war man noch zu siebt) versprühte dermassen Energie und Originalität, das einem der Atem stockte: weit radikaler als Blood, Sweat & Tears mixten die Mannen um Jerry Goodman musikalische Elemente in einer Art und Weise zusammen, wie das bislang unbekannt war. Aus Jazz, Rock, Sintimusik, Vaudeville, Blues, Klassik und Experimentalklängen kreiierten Flock eine Melange, die den Hörer immer wieder in ihren Bann zieht.
Mit einem Brass-Dreigestirn (Tom Webb, Rick Canoff - Tenor Saxes sowie Frank Posa - Trompete), Jerry Goodman, der seinen Spitznamen 'Teufelsgeiger' nicht von ungefähr bekommen hat, dem Gitarristen Fred Glickstein, Ron Karpman - Drums und Jerry Smith am Bass entzündete man ein musikalisches Feuer, dessen Intensität den Zuhörer verbrannte.
Kein Wunder, das John McLaughlin Goodman für sein neu gegründetes Mahavishnu Orchestra abwarb und Flock damit einen frühen Tod bescherte!
Der Versuch, Flock ein paar Jahre später mit einem neuen Geiger zu revitalisieren, scheiterte leider an der mangelnden musikalischen Kompetenz und dem Unvermögen, zündende Kompositionen zu schaffen (die LP Inside Out war deshalb nur ein schwacher Abglanz der beiden ersten Alben).
Diese beiden Scheiben haben jedoch einen festen Platz im Rock-Olymp!