Produktinformation
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| 1. C.C. Rider |
| 2. I Got A Woman/Amen |
| 3. Love Me |
| 4. Help Me Make It Through The Night |
| 5. Trying To Get To You |
| 6. And I Love You So |
| 7. All Shook Up |
| 8. (Let Me Be Your)Teddy Bear/Don’t Be Cruel |
| 9. Wooden Heart |
| 10. You Gave Me A Mountain |
| 11. Polk Salad Annie |
| 12. Introduction |
| 13. How Great Thou Art |
| 14. Softly As I Leave You |
| 15. America |
| 16. Mystery Train/Tiger Man |
| 17. Blue Christmas |
| 18. Can’t Help Falling In Love |
Im Sommer des Jahres hatte der King noch mehrere sensationelle Tourneen absolviert, die Ausstrahlung der 1970er Doku "Elvis: That's The Way It Is" im amerikanischen TV hatte ihn noch einmal zu Höchstformen auflaufen lassen! Er sah mit seinen 40 Jahren blendend aus, das Show-Repertoire war außergewöhnlich und Spaß bei den Shows garantiert. Im August legte er in Vegas noch einmal nach. - Auch diese Shows gingen als legendär in die Erinnerungen der Fans ein. Elvis hatte vor Showbeginn eine Wunschbox umherreichen lassen und zog dann wahllos Zettel heraus und sang so selten live dargebotene Perlen wie "Young And Beautiful", "Loving You" oder "Crying In The Chapel". Nach wenigen Tagen mußte er das Engagement aber wegen gesundheitlicher Probleme abbrechen. Im Dezember des Jahres holte er die ausgefallenen Shows nach. "DINNER AT EIGHT" stammt aus diesem Nachhol-Engagement.
Was soll man zu der Show sagen? Sie bietet einige Perlen für Elvis Fans, die wertvollste ist ohne Zweifel die LIVE-Version von "Wooden Heart" - "Muß I Denn". Unglaublich, wie gut sich Elvis 15 Jahre später noch an den deutschen Text erinnern konnte! Hier beweist sich die Aussage der Vielen, die Elvis ein fotographisches Gedächtnis für Musik nachsagen!
Derjenige Hörer, der noch nicht so tief in das Elvis-Universum eingetaucht ist, wirrt verwirrt sein über die Tonqualität und die Atmosphäre. Das Konzert klingt, als befänden sich außer Elvis und der Band nur etwa 20 Leute im Showroom. Doch das täuscht gewaltig. Was der interessierte Hörer hier auf die Ohren bekommt, ist ein sogenannter Mischpultmitschnitt. Eine simple Monitor-Aufnahme, etwas, was vielleicht für Elvis selbst oder für den Colonel zu Kontrollzwecken aufgenommen wurde, aber nie zu Veröffentlichungszwecken gedacht war. Eine private Aufnahme für einen Künstler, der Qualitätskontrolle betreibt. Natürlich geht so einiges an Stimmung verloren. Zweite Auffälligkeit: Elvis klingt während seiner Monologe leise, fast andächtig, müde. Letzteres trifft wahrscheinlich zu. Der King war ein ausgesprochener Nachtmensch, lief erst zur Mitternachtsshow zur Hochform auf. Bereits im August 1970 wandte sich Elvis während der Dinner-Show an seinen Pianisten Glen Hardin: "Wie geht's Dir, Glen? Ich bin voll müde. Ist noch verdammt früh!" ... Die Show ist daher eher straight, ohne große Schnörkel, man darf sogar soweit gehen und von Standardprogramm sprechen.
Was diese Show aber auszeichnet, ist genau das: ihre Alltäglichkeit. Shows wie sie Elvis im Madison Square Garden oder auf Hawaii gab, waren außergewöhnliche Events, Las Vegas dagegen war Alltag. 52 Shows in knapp 30 Tagen! Zwei Mal ON STAGE pro Tag. Erleben Sie Elvis also bei seinem normalen Tagewerk, erleben Sie dabei aber auch die großartige Stimme des Königs in Reinform, ohne das Jubelgeschrei der tausenden Fans. Hören Sie den Sound, den Elvis auf der Bühne hörte. ---- kleiner Tip: unter Elvis Fans begehrt ist eine Bootleg mit dem Titel "Just Pretend". Diese CD beinhaltet die Midnight-Show des 13. Dezember 1975. Also genau die Show, die nur eineinhalb Stunden nach dieser Show hier startete.
Die Show (Dinnershow vom 13.12.1975) beginnt - jedenfalls auf der CD - damit, dass Elvis das Intro zu „See See Rider" abbricht - „Also sprach Zarathustra" fehlt wieder einmal. Nachdem Elvis einen kurzen Seitenhieb auf Jackie Kahane (ein Komiker aus dem Vorprogramm seiner Show) losgelassen spielt die Band erneut die ersten Töne zu dem Song, mit dem Elvis (fast) alle Konzerte der 70er Jahre eröffnete. Er ist gut drauf, das hört man! Und auch das Medley „I Got A Woman/Amen" klingt nicht einfach dahingesungen. Atemberaubend auch J.D. Sumner („die tiefste Bassstimme der Welt"), mit dem Elvis kurz herumspaßt. Und das Elvis gut gelaunt ist wird auch während der Begrüßung des Publikums deutlich. Mit „Love Me" - Elvis „imitiert" kurz Elton John - endet schließlich der Eröffnungsblock.
Auf besonderen Wunsch der Eltern seiner Lebensgefährtin Linda Thompson singt Elvis nun das selten live dargebotene „Help Me Make It Through The Night". Eine wunderschöne Fassung! Diese überbietet er aber noch mit einer bluesigen Version von „Trying To Get To You" - um Längen besser als seine Studioversion von 1955!
Mit „And I Love You So", einer wunderschön vorgetragenen Ballade, präsentiert Elvis aktuelles Material, bevor er einen kurzen (nur knapp über drei Minuten langen) Oldieblock beginnt. Nach einem kurzen „All Shook Up" stimmt er ein etwas längeres Medley „Teddy Bear/Don't Be Cruel" an.
Was nun folgt kann man als eine kleine Sensation bezeichnen! Nachdem Elvis ein wenig mit dem Publikum geplaudert hat singt er „etwas für die kleinen Kinder im Publikum", unter anderem seine Tochter: „Wooden Heart"! Er ist nicht ganz textsicher - erinnert sich dann aber schließlich sogar an die deutsche Zeile „Muss i denn..."!
Nun greift Elvis wieder auf aktuellere Songs zurück. Den Beginn macht ein absolut stark vorgetragenes „You Gave Me A Mountain". Und schon ertönt Jerry Scheffs Bass, der damit „Polk Salad Annie" einleitet. Leider ohne das gesprochene Intro - sonst aber sogar besser als die Versionen von 1970! Die anschließende Verschnaufpause nutzt Elvis, um seine Backgroundsänger und die Mitglieder seiner Band vorzustellen. James Burton (Gitarre) bekommt die Gelegenheit für ein starkes und absolut hörenswertes Solo, er spielt „Johnny B. Goode". Es folgen wahnsinnige Soli von Ronnie Tutt (Schlagzeug), Jerry Scheff (Bass) und Glenn D. Hardin (Piano). Und schließlich darf auch noch das Joe Guercio Orchestra „Long Live Rock And Roll" zum Besten geben.
„How Great Thou Art" wurde, so Elvis Ansage, oft gewünscht. Also bringt er diesen Gospelsong, für dessen Livedarbietung er im Vorjahr einen Grammy gewonnen hatte. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen - die von Elvis locker erfüllt werden!
Eigentlich war von RCA gewünscht worden, dass Elvis während der Konzertreihe einige neue Songs präsentiert, mit, gemischt mit Studioaufnahmen, auf einem neuen Album veröffentlicht werden sollten. Doch diese Pläne wurden verworfen - und Elvis übernahm nur zwei der von ihm geprobten Songs ins Programm. Der erste ist „Softly", der von Sherrill Nielsen gesungen wird. Elvis rezitiert lediglich die einzelnen Zeilen. Der zweite folgt gleich darauf: „America The Beautiful", die inoffizielle Nationalhymne der Vereinigten Staaten. Elvis legt seinen gesamten Patriotismus in den Song - vielleicht nicht jedermanns Sache, doch trotzdem hörenswert!
Mit dem Medley „Mystery Train/Tiger Man" läutet Elvis das Ende seiner Show ein. Doch bevor er sich mit „Can't Help Falling In Love" von seinen Fans verabschieden kann erfüllt er einen zur Jahreszeit passenden Publikumswunsch: „Blue Christmas".
Eine absolut hörenswerte CD! Lediglich die Tonqualität ist ein wenig enttäuschend (das liegt an der verwendeten Aufnahmetechnik - das Konzert sollte nie offiziell veröffentlicht werden, daher ist auch kaum Publikum, sondern fast nur Elvis, Band und Backgroundsänger zu hören). Aber Elvis ist bestens gelaunt, in Topform. Mit „Wooden Heart" präsentiert er einen absoluten Knaller! Einzelne Songs herauszuheben ist jedoch unmöglich, im gesamten Konzert jagt ein Höhepunkt den nächsten! Für Elvisfans Pflicht! Und für alle anderen durchaus hörenswert! Der vielleicht größte Entertainer aller Zeiten in einem seiner besten Konzerte. Was will man mehr?
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