... der beiden genialen "101 Dinge, die man getan haben sollte..."-Bände.
Hier geht es diesmal um Dinge, die man wissen sollte. Leider ist das ganze absolut Kinderorientiert - im krassen Gegensatz zum ersten Buch, dass sich eindeutig an junge Erwachsene richtete. Die meisten der wichtigen Fakten sollten einem durchschnittlich gebildeten Erwachsenen bereits seit langem geläufig sein (Was ist das Sonnensystem? Wo liegt eigentlich Norden?) und/oder fallen doch sehr in kindliche Interessengebiete (Welches ist das beliebteste Haustier? Kann eine Kakerlake eine Woche ohne Kopf leben?), ja sind geradezu infantil ( Warum stinken Fürze? Ist dein Lehrer ein Ausserirdischer?).
Auch, wen die Herausforderung der Aufgabenerfüllung in den ersten Bänden begeistert hat, den kann das neue Buch fast nur enttäuschen. Es gibt diesmal keine Herausforderung, denn die Antworten auf die Fragen stehen gleich darunter. Man kann also das Buch einmal durchlesen und dann alle Sternchen einkleben. Es sei denn man möchte zuerst die, meist albernen, Aufgaben erfüllen, die auf einigen Formularen mitgeliefert werden (Frage: Wer ist der blutrünstigste Pirat aller Zeiten? -->Aufgabe: Lege einen Piratentag ein, d.h. laufe einen Tag als Pirat verkleidet rum).
Womit wir bei der nächsten Schwäche wären: die Formulare sind bei diesem Konzept eigentlich überflüssig und wurden notdürftig gefüllt z.B. mit Tests, die nur entfernt mit dem Thema zu tun haben, steckbriefartigen Fragen (Hast du schon mal.../ Magst du...) oder eben mit dämlichen Pseudo-"Aufgaben".
Und auch der Witz der Texte in den früheren Bänden fehlt fast völlig, denn die kurzen Texte müssen ja jetzt herhalten, um die Fragen zu beantworten und sind meist entsprechend trocken.
Einzige Pluspunkte sind das wie üblich ansprechende Design und der Fakt, das Kinder hieraus durchaus etwas lernen könnten.
Meine Meinung: Horne hätte wissen sollen, wann er aufhören muß. Der dritte Teil ist halt nur bei Indiana Jones am besten. Hier ist er mit Abstand am schlechtesten.