Hallo, seit herzlich willkommen zu einer neuen Rezension von HEIDIZ.
Heute möchte ich euch ein Kinderbuch mit hohem Lern- und Unterhaltungswert vorstellen, welches kindgerecht gestaltet ist mit einfachen, verständlichen Texten und wunderhübschen Illustrationen.
Inhalt und Gliederung:
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Die Hauptcharaktere sind Dinah und Levi, die beiden Kinder wohnen im selben Haus, sie sind Juden. Die Familie von Levi lebt ihren Glauben sehr intensiv. Sie befolgen die Gebote, die es im Judentum gibt. Dinahs Eltern und sie gehen nur an den Feiertagen noch in die Synagoge. Dort feiern sie dann gemeinsam Jom Kippur, schmücken die Holzhütte zum Laubhüttenfest und kochen und essen koscher.
So ähnlich ist es wohl in allen Religionen, es gibt Menschen, die ihren Glauben tagtäglich intensiv leben, aber andere halten sich nicht mehr so sehr an die Gebote, sondern leben ihren Glauben nur noch an hohen Feiertagen.
Sehr schön ist es gemacht, wie die fiktive Geschichte von Dinah und Levi die Traditionen und das Leben jüdischer Menschen und Familie erklärt. Anhand der Geschichten rund um die beiden und ihre Familie lernt man als Leser alle wichtigen Details des jüdischen Glaubens kennen.Es sind dies die kleinen tagtäglichen Dinge, die gläubige Juden ausmachen, aber auch die großen Traditionen, die uns Lesern dargebracht werden und in die Geschichte der beiden Kinder involviert sind.
Auf spannende und unterhaltsame Weise wird Judentum den kleinen Lesern näher gebracht und verständlich erklärt, sodass man sich wirklich vorstellen kann, warum die Menschen jüdischen Glaubens diese Traditionen haben und ausleben.
Ich finde, dass dieses Buch sehr wertvoll ist für alle Menschen, egal ob gläubig oder nicht, weil schon im Kindesalter angefangen werden sollte, den kleinen Menschen verständlich zu machen und sie dazu anzuleiten, dass man alle Menschen gleich behandeln soll, egal an was sie glauben, ob sie ein Kopftuch tragen oder koscher essen, oder oder oder ....
DAS BUCH IST IN VERSCHIEDENE KAPITEL GEGLIEDERT, DIE JEWEILS MIT ÜBERCHRIFTEN VERSEHEN SIND UND GESCHICHTEN AUS DEM LEBEN DER BEIDEN CHARAKTERE WIDER GEBEN.
Kurze Leseprobe:
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Levi und die Erdbeeren
Levi darf heute nach der Schule mit Rivka, Esther und Mosche nach Hause gehen. Normalerweise holt Levis Mutter ihn und Rivka, die in die zweite Klasse geht, immer von der schule ab.
Aber heute muss sie mit den Zwillingen Joni und Schmuel zum Kinderarzt. Sie haben nämlich Windpocken!
Und so sitzen Levi und Rivka nun auf der Bank vor der schule und warten auf Esther und Mosche. Die beiden sind schon etwas älter und haben deshalb länger Unterricht. Levi ist ungeduldig. Auf dem Weg nach Hause müssen sie über den Markt gehen. Am Morgen hat Levi dort wunderbar rote und große Erdbeeren gesehen. Ob die wohl noch da sind?
Endlich kommen auch Esther und Mosche und bald sind sie beim Markt angelangt. Und da sieht Levi sie auch schon: die Erdbeeren!
Am liebsten würde er sofort hineinbeißen. Die ganze zeit, während sie die zwei Gassen bis zu ihrem haus gehen, überlegt Levi, wie er seine Erdbeeren essen könnte. Und da weiß er es: mit Joghurt! Er wird sich einen Erdbeerjoghurt mixen, ganz alleine!
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Besonderheit:
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Im Buch verteilt sind Infokästchen, die Besonderheiten aus der Jüdischen Religion und Tradition erklären. Hier werden Begriffe auf verständliche und kindgerechte Weise erklärt, die auch mich als Erwachsenen sehr interessiert haben.
z. B.
Gläubige Juden halten sich an besondere Speisevorschriften.
Diese nennt man Kaschrut. Lebensmittel, die diesen Vorschriften entsprechen, bezeichnet man als koscher.
Die wichtigste Speisevorschrift lautet, dass man Fleisch und Milchprodukte nicht gemeinsam isst. Daher haben Familien, die koscher essen, auch getrenntes Geschirr für fleischige und milchige Speisen
Meine zusammenfassende Meinung zum Buch:
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Zusammenfassend kann ich sagen, dass es sich hier um ein für Kinder im angegebenen Alter sehr unterhaltsames und lehrreiches Buch handelt. Die Schreibweise ist kindgerecht, spannend und die Kinder werden auf einfache und ansprechende Art und Weise mit dem Thema Religion (Judentum) konfrontiert und können so vielleicht auch die Unterschiede zu ihrer Religion ausmachen - oder halt die Eltern fragen, sie werden sicher hellhörig und identifizieren sich mit den beiden Kindern im Buch, die sehr sympathisch rüberkommen.
Besonders schön sind auch die allerliebsten und aussagekräftigen Illustrationen, die die Symbole des Judentums sehr schön zur Geltung bringen, aber auch die fiktive Handlung bestens untermalen.
Die Sätze im Buch sind nicht zu lang, nicht verschachtelt, sondern leicht verständlich. Die Handlung ist in kurzen knackigen Kapiteln untergebracht, die jeweils eine abgeschlossene Geschichte erzählen.
Ich finde, dass Kinder das Buch selbst lesen können, es sich aber auch perfekt zum Vorlesen vor dem Schlafen oder einfach dem gemeinsamen Lesen für Kinder und Eltern eignet.
Auch in der Schule z. B. im Religionsunterricht finde ich das Buch sehr angebracht.
Ich empfehle es sehr, da es unterhaltsam und zugleich lehrreich ist und Kinder einfach an das nicht einfache Thema heranführt.