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Dilip. 'Wir sterben doch nicht der Reihe nach'
 
 
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Dilip. 'Wir sterben doch nicht der Reihe nach' [Gebundene Ausgabe]

Anna Patell
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 191 Seiten
  • Verlag: Satzwerk Verlag; Auflage: 1 (1. November 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3930333473
  • ISBN-13: 978-3930333479
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.604.962 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Es ist eine alltägliche und eigentlich freudige Situation: Ein Kind fährt mit der Schule in die Berge. Doch was alltäglich beginnt, endet mit einem Alptraum: Dilip, 13 Jahre alt, verunglückt tödlich. nach dem Tod eines Kindes gibt es eine neue Zeitrechung - ein "vor dem Tod" und ein "nach dem Tod". Davon handelt dieses Buch: dem Vorher, dem abrupten Ende einer glücklichen Zeit, dem Unfall und den Folgen für die ganze Familie. Wie verändert der Tod eines Kindes das eigene Leben, das der Ehepartner und der zurückbleibenden Geschwister? Wie geht die Gesellschaft damit um: Freunde, Bekannte, Lehrer?

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Dilip stürzt 13jährig bei einer Klassenfahrt in den Bergen ab und kann nur tod geborgen werden. Dieses Buch, geschrieben von Dilips Mutter, beschreibt sehr intensiv die Zeit von der Todesnachricht und der Zeit danach. Es geht um Gefühle und das neue Miteinander innerhalb der Familie. Aber auch um die Auseinandersetzung mit der Schule und die simple Anerkennung, dass Dilip nicht leichtfertig weggelaufen ist, sondern erlaubt mit einer Gruppe unterwegs war als der Unfall passierte. Diese letzte Rehabilitation scheint für andere unwichtig zu sein und ist doch für die Eltern das letzte was sie für ihr Kind tun können.
Ich selbst habe auch einen Sohn in diesem Alter verloren. Die Erfahrungen und Gedanken die Dilips Mutter aufschreibt, decken sich sehr oft mit meinen. Ich bin mir sicher, dass auch andere betroffene Eltern sich darin wiederfinden. Aber auch für Aussenstehende wird dieses Buch nicht uninteressant sein. Es kann ein wenig dazu beitragen verwaiste Eltern besser zu verstehen und zu unterstützen.
Ich habe eine Menge Bücher zu diesem Thema gelesen. In diesem habe ich mich wirklich wiedergefunden. Es hat mich am traurigsten gemacht und gleichzeitig getröstet.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
"Nicht nachvollziehbar" sollte es eigentlich heißen. Denn ich beziehe mich hierbei auf das grausame Geschehen, das Unvorstellbare, das schlechterdings nicht Akzeptable, nämlich den Tod des eigenen (jungen) Kindes. Genau das ist eben nicht nachvollziehbar, nicht zu begreifen, nicht zu verstehen. Und genau darüber versucht eine Mutter, nämlich die Autorin Anna Patell, uns zu berichten, indem sie bruchstückhaft den Unfalltod ihres Sohnes Dilip während einer Klassenfahrt ins Gebirge schildert.
"Schwierig nachvollziehbar" bezieht sich dann aber auf die vorliegende Publikation und die hier geschilderten Reaktionen, Gedanken, Erlebnisse und Erfahrungen.
Dieses Buch ist also zunächst einmal nichts anderes als die minutiöse Selbstdarstellung des Versuches dieser Mutter (gelegentlich auch der "Rest-Familie" mit Vater und zwei jüngeren Söhnen), den Tod dieses Schülers in irgend einer Weise zu verarbeiten. Dabei scheint sie allerdings alle zu überfordern: sich selbst, besonders aber die Mitschüler und die Lehrer, die immer wieder befragt werden, deren Hilflosigkeit nicht erkannt wird oder deren Schweigen nicht auch als eine mögliche Trauerreaktion akzeptiert werden kann. Ich kann also beispielsweise in dem, was ich gelesen habe, nichts erkennen, was man mit einigem Recht als "würdelose Umstände der Aufklärung" bezeichnen könnte.
Und noch etwas: Die Autorin will nicht akzeptieren, dass die eigene existentielle Katastrophe ("das Leben mit Dilip und das Leben nach Dilip") eben nicht die gleiche Dimension auch für die Mitschüler oder Lehrer haben kann. Mir fehlt die Erkenntnis und das Verstehen für die unterschiedliche Nähe, die der Tod von Dilip hat, einmal für die Mutter, dann für die Geschwister oder für Mitschüler und Lehrer und schließlich für den Leser dieses Buches. Und mir fehlt der Hinweis auf die daraus resultierenden natürlich ganz unterschiedlichen Reaktionen.
Vielleicht ist es "Trauerarbeit", dass man möglichst exakt alle letzten Handlungen oder Worte oder Äußerungen des verlorenen Kindes wissen zu müssen glaubt; aber unablässig und immer wieder die Klassenkameraden oder Lehrer danach auszufragen und so einen immensen Druck aufzubauen, bleibt mir nicht nachvollziehbar. Ich bin weit entfernt davon, dies als egozentrisch in der Trauer zu bezeichnen, dennoch bleibt bei mir, dem vergleichsweise unbeteiligten Leser, an dieser Stelle eine Spur von Unbehagen.
Aber vielleicht würden heute manche Passagen von der Autorin auch ein klein wenig anders formuliert werden, nachdem sie sich ja sehr verdienstvoll mit psychologischem Beistand bei vergleichbaren Katastrophen - etwa in Schulen - einsetzt.
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