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Jahrzehnte nach dem Ende des Dritten Reiches bewegt diese Frage die Menschen, vor allem auch jüngere, nach wie vor: Wieso hat niemand Hitlers Machtergerifung verhindert? War der Jubel um Hitler nicht überwältigend? Wieso begeisterte Hitler so viele Deutsche? Warum löschte Hitler die Spuren seiner herkunft? Lebte Hitler tatsächlich in einem Wiener Obdachlosenasyl? Kam Hitler nicht aus verworrenen, dubiosen Verhältnissen? Wieso hat niemand Hitler umgebracht?
Anna Maria Sigmund orientiert sich an solchen häufig gestellten Fragen und gibt - zum Teil auf der Basis neuer, bisher unbekannter Quellen - fundiert, knapp und schlüssig Auskunft.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Neue Erklärungsansätze,
Von
Rezension bezieht sich auf: Diktator, Dämon, Demagoge: Fragen und Antworten zu Adolf Hitler (Taschenbuch)
Schon viele Autoren haben versucht, die von Hitler ausgehende Faszination zu ergründen. Wie konnte Hitler die Massen derart für sich einnehmen? Aber auch andere Fragen zu Hitler verdienen eine Betrachtung, denn nicht alles, was bislang als Fakt hingenommen wurde, stimmt wirklich.Anna Maria Sigmund, die bereits mehrere Bücher zum Nationalsozialismus veröffentlicht hat, geht dem Mythos Hitler auf den Grund. Sie zeigt unter anderem auf, dass Hitler in Wien keineswegs mittellos war, wie er und seine Propagandamaschinerie das Volk glauben machten, und neuen Zeugnissen zufolge lebte er auch nie im Obdachlosenasyl. Und Hitlers engste Mitarbeiter entstammten fast ausschließlich dem gehobenen Bürgertum, sie waren keine "gestrandeten Existenzen". Hitlers "Leibfotograf" Hoffmann wiederum verstand die Kunst der Inszenierung sehr gut. Er wusste, wie er auf Fotos Menschenmengen größer wirken lassen konnte, und er konnte perfekt retuschieren. Das Kapitel über ihn ist auch deshalb interessant, weil Hoffmann für die Propaganda sehr bedeutend war und doch eher der zweiten Reihe zugeordnet wird. Relativ unbekannt dürften den meisten Lesern zudem Hitlers ungnädiger Umgang mit seiner weiteren Familie sein. Die Autorin weist im entsprechenden Kapitel nach, dass Hitler keinen reichen jüdischen Großvater hatte, wie gern behauptet wird, sondern dass seine Vorfahren aus einfachen, aber nicht ärmlichen Verhältnissen im Waldviertel stammten; die uneheliche Geburt seines Vaters war zu jener Zeit in den kleinen Waldviertler Orten keine Schande. Wirklich beantworten lassen sich nicht alle der von Frau Sigmund aufgeworfenen Fragen, aber sie leistet einen guten Beitrag zum Verständnis des Phänomens Hitler, räumt mit einigen Vorurteilen auf und macht deutlich, dass wir, indem wir etwa mangels "neutraler" Aufnahmen weiterhin Heinrich Hoffmanns Fotos für Sachbücher und Bildbände nutzen, auch heute noch der Nazi-Propaganda auf den Leim gehen. Das Buch leistet also auch einen guten Beitrag zur kritischen Betrachtung vertrauter Quellen und wendet sich gegen Pauschalurteile. Viele Fotos und weitere Abbildungen ergänzen die Texte. Da da das Buch zudem interessant und nie aus- oder abschweifend verfasst ist, empfehle ich es gern. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Geschichte ohne Zeigefinger!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Diktator, Dämon, Demagoge: Fragen und Antworten zu Adolf Hitler (Taschenbuch)
Das Werk mit Fragen und Antworten zu Hitler ist auf sehr hohem Niveau geschrieben und liest sich spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Anna Maria Sigmund, eine ausgewiesene Expertin zum Nationalsozialismus, beantwortet die Fragen nach dem neuesten Stand der Forschung und hat auch bisher unveröffentlichte Quellen erschlossen. Besonders erhellend ist die Biografie über Hitlers Leibfotograf Heinrich Hoffmann, der den Diktator mit seinen perfekt inszenierten Propagandafotos zum Volkshelden verklärte. Auch der Buchumschlag zeigt ein solches Bild: Hitler beim Einstudieren seiner Redeposen vor dem Spiegel. Unter anderem erfährt man auch, dass Hoffmann durch die Exklusivrechte an den Hitler-Bildern zum Millionär wurde. Ein sehr aufschlussreiches Kapitel befasst sich mit Hitlers Vorfahren - und erklärt warum die Heimat des "Führers", das österreichische Waldviertel, später von ihm zum Truppenübungsplatz umfunktioniert wurde: um Spuren zu verwischen. Man kann das Taschenbuch auch als Ergänzung des Geschichtsunterrichts empfehlen - der Preis ist einem Gymnasiasten- und Studentenbudget sehr angemessen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Dämon,
Von
Rezension bezieht sich auf: Diktator, Dämon, Demagoge: Fragen und Antworten zu Adolf Hitler (Taschenbuch)
Ein ganz ausgezeichnetes und ungwöhnliches Buch, spannend geschrieben, thematisch bestens aufbereitet. Der Leser istmitgerissen, und wird zum Nachdenken angeregt. Die Autorin findet den richtigen Weg zwischen wissenschaftlicher Betrachtungsweise und guter Verständlichkeit für den politisch und historisch interessierten Bürger. Ich wünsche diesem Buch einen ausgezeichneten Erfolg! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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