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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
der Tod mal ganz anders, lesenswert !,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Diktate über Sterben und Tod (Taschenbuch)
Peter Noll (1926-1982)war einer der angesehensten Schweizer Juristen, zuletzt Professor für Strafrecht an der Universität Zürich. Mitverfasser des Alternativ-Entwurfs für ein deutsches Strafgesetzbuch. Zu seinen Freunden zählte auch Max Frisch, der seine Totenrede hielt. Im Alter von 56 Jahren erfährt Peter Noll seine Diagnose "Krebs" und entscheidet sich, sein Schicksal anzunehmen und sich nicht operieren zu lassen. Er schreibt in einer Art Tagebuch den Verlauf der verbleibenden Zeit, keineswegs selbstbeweinend - eher sogar erheiternd zynisch (geht dabei nur am Rande auf seine Krankheit ein) sondern verbindet seine philosophischen Gedanken über den Sinn des Lebens, Religion und Weltanschauung gekonnt mit seinem Erleben des Krankheitsverlaufes. Wer den Gedankengängen eines Todkranken zu Politik, etc. folgen möchte, ist hier gut aufgehoben. Kein Selbstmitleid, er lässt den Leser zwar nachdenklich zurück, aber keineswegs traurig oder betroffen...
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Aufwühlend,
Von Prospero (Ludwigsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Diktate über Sterben und Tod (Gebundene Ausgabe)
es ist lange her, sehr lange, das ich dieses buch gelesen habe. neulich habe ich es auf einem kleinen büchermarkt neu erstanden. lesen, lesen werde ich es nicht mehr. zu schmerzhaft ist das, was peter noll da aufschreibt. man möchte ihm am anfang ins gesicht schlagen für seine ignoranz gegenüber dem tod und kann seine wahl, operation und bestrahlung abzulehnen und lieber "aufrecht" in den tod zu gehen so gar nicht nachvollziehen. aber hätte er es nicht getan, dies buch wäre nie geschrieben worden und das wäre ein verlust. peter noll begiebt sich auf die reise und man erlebt den körperlichen und geistigen niedergang aus erster reihe. mit einemmal kommen die wohl für einen solchen punkt üblichen gedanken: wie lebenswert das leben ist, wieviel freunde bedeuten, kinder. wie wenig arbeit und anerkennung in dieser. das ist die stärke des buches: leiden und sterben nachvollziehbar und faßbar zu machen, ohne durchgehend weinerlich zu sein. nolls steckenpferd, die sozialen hierarchiesysteme und deren verwerflichkeit, unterbrechen -leider- immer wieder diesen fluß. ich fand sie eher langweilig, obwohl noll in der sache sicherlich zuzustimmen ist, aber zu fern, zu entrückt sind sie dem eigentlichen thema. peter noll stirbt, max frisch hält seine totenrede, die bücher der beiden stehen in meiner bibliothek. frisch lese ich hin und wieder, noll nie mehr.... trotzdem ist es schön, sein buch bei mir zu wissen.
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