Ich benutze das Gerät an meinem Zweitfernseher (37 Zoll Panasonic-Plasma-TV). Zum direkten Vergleich hat mir mein Kumpel
seinen Comag SL 60 zur Verfügung gestellt.
Um es gleich vorweg zu nehmen, gibt es eigentlich nur einen kleinen Kritikpunkt, weshalb es nicht ganz für die volle Punktzahl
gereicht hat. Einzig zu beanstanden ist die Fernbedienung, sie hat ziemlich kleine Tasten und man muss schon die Fernbedienung in Richtung Receiver halten, sonst tut sich nichts. Die Reichweite der Fernbedienung berägt 7 Meter bei einem Winkel von 60 Grad. Leider
hat mir mein Kumpel keine Fernbedienung vom Comag mitgegeben, aber die soll nach allen Richtungen funktionieren.
Die Bildqualität der beiden Geräte ist identisch, die Bedienungsanleitung bei beiden Geräten fällt mager aus, man kann aber auch ganz
darauf verzichten. Ich habe eine Minifestplatte ohne eigene Stromversorgung von Aldi, welche vom Dyon sofort angenommen wurde (vom Comag nicht). Auch meine USB-Sticks von Hama und Cruser wurden erkannt (von beiden). Weiterer Vorteil des Dyon ist die Tatsache, dass es sich um einen echten Mediaplayer handelt, der im Gegensatz zum Comag auch DivX und Xvid abspielt.
Die vom TV aufgenommen Sendungen werden in einem TS-Format gespeichet, ich kann den Stick einfach in mein Netbook stecken und dann über den VCL-Player ohne die Daten umzuformatiern an meinem gr0ßen TV ebenfalls anschauen (so erspare ich mir einen zweiten Receiver;)
Die TS-Dateien haben zudem den Vorteil, dass sie auch zusätzliche Informationen (Filmbeschreibung usw.) mit abspeichern und während des Films abgerufen werden.Die Daten des Comag müssten erst umformatiert werden und enthalten keine zusätzliche Informationen.
Der Dyon schaltet einen kleinen Tick schneller um, was aber nicht ins Gewicht fällt. Beide Geräte sind einfach zu bedienen und für den Preis absolut zu empfehlen. Übrigens hat der Dyon einen Scartanschluss mehr, somit kann ich sogar noch meinen Videorecorder anschließen und TV-.Sendungen aufnehmen. Er verfügt auch zusätzlich über einen Strero- u. Videoanschluss.
Beim Comag konnte ich leicht den sogenannten Geisterbildefekt feststellen, beim Dyon nicht.
Der Dyon hat einen echten Ein- u. Ausschalter und läuft nicht wie der Comag SL 60 auf Standby. Der USB-Anschluss befindet sich bei
Dyon vorne und beim Comag hinten am Gerät (jeder so wie er es braucht).
EPG und Videotext funktionieren bei beiden gut, auch die PVR-Funktion.
Nochmal in Kürze:
Dyon Eagle
+ spiel DivX und Xvid
+ speichert im TS-Format
+ mehr Anschlüsse
+ kein Geisterbildefekt
+ natürlich super Bildqualität
+ Festplatte ohne eigene Stromversorgung sofort angenommen
+ echter Ein- u. Ausschalter
- eingeschränkter Winkel (60 Grad) der Fernbedienung
- kleine Tasten der Fernbedienung
Da ich mir nicht noch eine neue Festplatte kaufen wollte und auch ab und zu ein DivX-Filmchen anschaue viel die Entscheidung leicht.
Wenn die Fernbedienung nicht wäre gäbe es die volle Punktzahl. Mittlerweile habe ich das Gerät schon ein paar Wochen und muss sagen, mang gewöhnt sich an die Fernbedienung, man hält ja die Fernbedienung eh in Richtung Receiver, dabei kommt noch dazu, dass ich nur 2,20 mtr. von TV wegsitze und sich dadurch der Winkel natürlich verkürzt.
Selbstverständlich ist der Comag SL 60 auch ein hervorragendes, empfehleswertes Gerät, aber für mich persönlich ist halt der Dyon Eagle erste Wahl.