Die CD-Rom ist absolut hilfreich, wenn man eine kleine Arbeit im Studium und alles darüber hinausreichende schreiben muss, möchte, will. Für Seminare u.ä. lohnt sich die Anschaffung schon allein deshalb, weil in der Regel verstreut aus dem gesamten Werk Texte gelesen werden, was zum Kauf dicker Bücher verleitet, die nur marginal gelesen werden (sieht man mal von der DdA und den Minima Moralia ab, die man ruhig vollstädnig lesen kann und deswegen in Buchform unerlässlich sind).
Will man sich den Weg in die Bibliothek sparen, dann kann man die Texte auch vermittels der Software in pdf-Dateien wandeln und ausdrucken. Super praktisch.
Sehr eindrucksvoll und hilfreich ist die -Suche-Funktion- mit der sich gezielt Passagen oder einzelne Stichworte recherchieren lassen. Für die eigene Arbeit wichtige Zitate können farblich unterschiedlich markiert und separat abgespeichert werden.
Was hat Adorno zu Charlie Chaplin geschrieben? Wo steht es? Wie oft findet sich das Wort Kulturindustrie explizit im Textkorpus? Usw. - Alles mit minimalen Zeitaufwand recherchiert. Geht es besser?
Einzig die Lesefunktion innerhalb der Software wäre verbesserungswürdig, was aber nicht an dieser speziellen CD-Rom liegt, sondern an der Basissoftware.
Erwähnenswert ist noch, dass die CD-Rom auf der Gesamtausgabe basiert, die bei Suhrkamp erhältlich ist (Rolf Tiedemann als Herausgeber). Man kann also auch simultan die Bücher lesen und mit digitaler Unterstützung am Text arbeiten. Der Leser weiß schon wie!
Jetzt bleibt nur zu wünschen, dass bald noch mehr Klassiker der Philosophie, Soziologie etc. in solchen Editionen verlegt werden. Arbeitserleichterung pur!
Nur noch denken muss man selbst und das kostet ja bekanntlich die meiste Energie.