DIGITAL PRODUCTION bringt ein breit gestreutes Spektrum von Themen und nur wenige verlässliche Inhalte, denn die Grenze zwischen redaktionellem Inhalt und Product Placement ist bei diesem Magazin praktisch nicht existent.
Ab und zu gibt es einen interessanten Artikel in der Art "The Making of (...)", aber das hängt davon ab. Sehr oft sind das leider ziemlich inhaltslose Geschichten, die einem überhaupt nichts bringen. Man kann sich daran erfreuen, wenn man nichts zu tun hat, aber man kommt damit nicht vom Fleck. Das ist ein schönes Product-Placement für das jeweilige Hollywood-Studio, aber wenn man nicht gerade einen Feature-Lenght Film produziert, kann man es vergessen.
Die Artikel zu Final Cut Pro, ein fester Bestandteil der Zeitschrift, sind seit einem halben Jahr nicht mehr auf der Höhe der Zeit, was mich persönlich sehr ärgert, weil das für mich das wichtigste Kaufargument für das Abo war. Kein Wunder eigentlich, denn die Artikel zu Final Cut Pro schreibt ein ehemaliger Produktmanager des Herstellers von dem Programm, man darf sich also nicht wundern wenn er alles rosa sieht und ungeprüfte Empfehlungen eines Marketing-Fachmanns von sich gibt. Wie soll man sich dann auf die Unparteilichkeit verlassen? Das verlässlichste sind die News, die gibt es aber korrekter und vollständiger anderswo, man muß sich halt umschauen.
Digital Production ist ein schickes, manchmal unterhaltsames aber akut inhaltsarmes Magazin.