Bereits beim ersten Durchblättern des Buches stechen dem Leser zahlreiche Beispielbilder und Grafiken sehr ansprechend ins Auge. Es handelt sich also im wahrsten Sinne des Wortes um ein Fotografiebuch und der Autor verschont den Leser - glücklicherweise - von überladenen Textklötzen und Fachsimpelei. Layout und Schriftart sind Geschmack- und damit zugleich Nebensache.
Nach einem verhältnismäßig kurzen Theorieteil über Lichtspektrum und -temperatur, ISO-Wert sowie Leitzahl, wird bereits die entscheidende Frage aufgeworfen, welche auch für den weiteren Verlauf des Buches auch immer wieder den Ausgangspunkt darstellt: Wann und warum nutzt man in der Fotografie eigentlich einen Blitz? Es folgen einige Kaufempfehlungen sowie Anleitungen zum Selberbauen; zusätzlich erläutert der Autor grundlegende Kameraeinstellungen und geht anschließend in den semi-praktischen und interessantesten Teil des Buches über: In diesem wird anhand eines einfachen und dadurch gut verständlichen Schemas erneut die oben erwähnte Leitfrage dargestellt, für die es eine Reihe Möglichkeiten der Beantwortung gibt.
Jede dieser Möglichkeiten wird daraufhin vom Autor mithilfe eines Szenarios thematisiert und die Nutzung des Blitzes Schritt für Schritt mithilfe vieler Beispielbilder sowie EXIF-Daten erklärt: Darunter etwa 'Bewegungen einfangen bei wenig Licht', 'Sport- und Aktfotografie' oder 'Einfangen von Sekundenbruchteilen'. Wichtige und nützliche Hinweise sind in kleinen gelben Boxen hervorgehoben. Bester Punkt am Buch ist, dass der Autor entgegen dem Highend-Techniktrend immer wieder betont, dass man auch mit einfachen Mitteln, sehr gute Ergebnisse erzielen kann, sofern man denn kreativ genug ist und sein vorhandenes Equipment zu nutzen weiß - beispielsweise etwa den im Buch thematisierten Blitz.
Ein Buch mit vielen kreativen Verwendungsmöglichkeiten des Blitzes, das den Leser zum Ausprobieren und Experimentieren einlädt.