Aus der Amazon.de-Redaktion
Alles ist relativ -- auch der Preis dieses Buches: Gemessen an dem, was professionelle Rendersoftware kostet, ist dies nämlich ein Schnäppchen.
Lighting und Rendering beherbergt jede Menge wertvoller Tipps und Tricks, von denen auch (oder in erster Linie?) Besitzer einfacherer 3D-Programme profitieren.
Lighting und Rendering -- der Name des Buches ist Programm: Jeremy Birns, anerkannter 3D-Profi, beschränkt sich auf die beiden Aspekte Beleuchtung und Rendering. Diese Aspekte sind bei 3D-Software verantwortlich für den Realismus, den das fertige Bild erreicht. Und weil die meisten Einsteigerprogramme lediglich mit Raytracing-Engines daherkommen, sind es in erster Linie die Ausleuchtungtipps, die den ambitionierten 3D-Künstler nach vorne bringen. So erklärt Birn, wie man Fülllicht richtig setzt, um so die physikalischen Grenzen des Raytracings zu umgehen und ein Ergebnis zu erreichen, wie es eigentlich nur teuren Radiosity-Renderern vorbehalten ist. Unabhängig von der verwendeten Software lassen sich die leicht verständlich gehaltenen Erklärungen von jedem selbst umsetzen. Auch wer die Ratschläge zu Schatten oder Farbe befolgt, wird seine 3D-Kreationen schnell auf einen neuen Level heben. Selbstverständlich lassen sich die beschriebenen "Realo"-Techniken auch so einsetzen, dass surreale Effekte erzielt werden.
Fazit: Selten sind 280-Seiten-Bücher so ergiebig und gleichzeitig so anregend für die Kreativität. Dabei sind die Techniken so plausibel beschrieben, dass man nicht neben dem eigenen Rechner sitzen muss, um die Tipps gleich auszuprobieren, sondern ruhig erst mal entspannt lesen kann. --Robert Arnold
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
IT-Rezensionen.de Juni 2007
Tipps aus der Praxis! Eine Stärke des Buchs sind mit Sicherheit die zahlreichen Hinweise auf typische, während der Arbeit auftretende Probleme und deren Lösung. Hervorragende Screenshots unterstützen die Lerninhalte und helfen beim Verständnis der zahlreichen Fachbegriffe. Jedes Kapitel wird mit Übungen beendet, die den Leser eher zum kreativen Nachdenken und Beobachten der Umwelt animieren sollen als eine konkrete Antwort zu verlangen. Weiters gibt Jeremy Birn im letzten Kapitel Tipps für Studenten, was bei der Jobsuche im 3D-Bereich zu beachten ist und wie der Produktionskreislauf in einer großen Firma abläuft. Die einzige Schwäche, die man dem Buch vorhalten kann, ist die fehlerhafte Übersetzung mit Dutzenden Tippfehlern - hier hätte eine einfache Rechtschreibprüfung Abhilfe geschaffen.
Fazit: Jeremy Birns gelingt es sehr gut und sicher, mit einfacher Sprache komplexe Themenbereiche zu erklären. Wer seine 3D-Grafiken durch effektive und realistische Beleuchtung auf eine neue Stufe der Qualität heben will, findet in Lighting & Rendering die richtige Lektüre.