Auffällig, dass dieses Buch entweder nur einen oder immer gleich 5 Sterne erhalten hat, in den vorherigen Renzensionen! Um Pornographie handelt es sich hier sicherlich nicht. Die schlechte Qualität mancher Aufnahmen beweist ihre Echtheit und die spontane Entstehung, sie ist kein Beweis für mangelndes Talent, welches von der Autorin ja auch gar nicht für sich beansprucht wird. Für mich handelt es sich hier um eine junge Frau, die Ihre exhibitionistischen Neigungen und damit Ihre Sexualität mittels jener permanenten Dokumentation auslebt - keineswegs verwerflich in meinen Augen! Gerade in dieser authentischen und tabulosen Vorgehensweise findet sich doch die wahre Erotik, die diese Photos eben von gestellten Aufnahmen abgrenzt. Ob man als Betrachter nun diese schonungslose und direkte Darstellungsweise (gekoppelt mit den allzu verworrenen Perspektiven) ansprechend findet oder nicht, das sei freilich jedem selbst überlassen. "Digital diaries" ist zweifellos EINE von vielen Seiten der Natacha Merrit, die es für jeden von uns zu akzeptieren gilt. Davon mal abgesehen scheint die Autorin ja recht erfolgreich zu sein, gönnen wir es ihr.