Die Aussage, das sei das Debüt von Yucca stimmt nicht. Es gibt zu dem Album einen fast genauso guten Vorgänger Namens "Quick let's beat it".
Dass Yucca aus Hersbruck, der Hochburg des deutschen Indie kommen ist ja schonmal ein gutes Zeichen und die Verwanschaft zu den Mittstreitern von The Audience, Robocop Krauss und The Plane is on Fire lässt sich hier nicht leugnen. Jedoch geht es bei Yucca wesentlich elektrischer und kantiger zu. Die Front bilden die beiden singenden Gitarristen zusammen mit den Synthesizern, getriben und zusammen gehalten von heißen Beats.
Der schritt den Yucca mit dem neuen Album gemacht haben ist Erstaunlich. Anstelle von flachen (teilweise aggressiven) Synthie- und Gitarrensouns sind dichte Klangwände und experimentelle Soundspielereien getreten. Parolen und Melodien werden dem Hörer von Beginn an, gewohnt schonungslos, um die Ohren geklatscht und gehen schnell in die Beine. Genauso wie auf den Live-Konzerten klingt neben der Brit-Pop-Attitüde immer wieder ein Bisschen Punk und ein Bisschen Disko hindurch. Eine schöne Mischung. Schön ist auch das Cover, dass übrigens de Drummer gemacht hat. Leider wird das ganze schnell zu einem Brei und telweise langwierig.
Trotzdem ein sehr schönes und empfehlenswertes (elektro)Indie-Pop-Album.