Dietrich Fischer-Dieskau

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Bilder von Dietrich Fischer-Dieskau
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Biografie

Dietrich Fischer-Dieskau gestorben

Der Bariton Dietrich Fischer-Dieskau ist tot. Er starb im bayerischen Berg bei Starnberg kurz vor seinem 87. Geburtstag, wie seine Frau, die Sopranistin Julia Varady mitteilte. Der Jahrhundertsänger Fischer-Dieskau gilt als der bedeutendste Vertreter des Liedgesangs von der Romantik – legendär seine Schubert-Aufnahmen – bis hin zur Moderne.. Aber auch als Opern- wie Oratoriensänger, Musikpädagoge, Musikschriftsteller und Rezitator machte er international Karriere. - Die Musikwelt trauert um einen großen Künstler und Menschen.

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Dietrich Fischer-Dieskau gestorben

Der Bariton Dietrich Fischer-Dieskau ist tot. Er starb im bayerischen Berg bei Starnberg kurz vor seinem 87. Geburtstag, wie seine Frau, die Sopranistin Julia Varady mitteilte. Der Jahrhundertsänger Fischer-Dieskau gilt als der bedeutendste Vertreter des Liedgesangs von der Romantik – legendär seine Schubert-Aufnahmen – bis hin zur Moderne.. Aber auch als Opern- wie Oratoriensänger, Musikpädagoge, Musikschriftsteller und Rezitator machte er international Karriere. - Die Musikwelt trauert um einen großen Künstler und Menschen.

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Über den Künstler und sein Leben:

”Ihr müsst der werden, der da singt.” Dietrich Fischer-Dieskau zu seinen Schülern

Sein Name wird mit Respekt genannt und stellt ein eigenes Kapitel der Musikgeschichte dar: Dietrich Fischer-Dieskau. Er kann für sich beanspruchen, das Kunstlied aus seinem Schattendasein befreit und seine Interpretation revolutioniert zu haben. Außerdem blickt er auf ein riesiges Aufnahmerepertoire zurück – junge Kollegen haben es schwer, mit ihren Interpretationen an seinen Maßstäbe setzenden Einspielungen vorbeizukommen, denn seine ausgewogene Stimme, seine überaus klare Artikulation und sein dramatisches Talent sind in der Erwartung der Hörer nach wie vor präsent. 2000 erhielt er den ECHO Klassik 2000 für sein Lebenswerk, 2006 schloss sich der Midem Classical Award ebenfalls für sein Lebenswerk an. Für seine „einzigartige Kunstfertigkeit im klassischen Gesang und für seine beispiellosen Verdienste um das deutsche Liedgut“ wurde ihm auch der Polar Musikpreis 2005 der Königlich-Schwedischen Musikakademie zuerkannt. Die hoch dotierte Auszeichnung gilt als der Nobelpreis der Musik. Für seine Schallplattenaufnahmen wurde Dietrich Fischer-Dieskau zudem mit bisher sechs Grammys ausgezeichnet.

Dietrich Fischer Dieskau, am 28. Mai 1925 in Berlin geboren, begann seine ersten Studien mit sechzehn Jahren bei Georg Walter. 1942 wechselte er zu Hermann Weißenborn an die Berliner Musikakademie, wurde dann zum Militärdienst eingezogen und in Italien amerikanischer Kriegsgefangener. In dortigen Gefangenenlagern hatte er einige Auftritte, bevor er nach Berlin zurückkehren und seine Studien bei Hermann Weißenborn abschließen konnte. Sein Konzertdebüt gab er 22-jährig in Freiburg in Johannes Brahms’ Deutschem Requiem, sein Bühnendebüt als Posa in Don Carlos, ein Jahr später in Berlin an den Städtischen Bühnen, wo er Ensemblemitglied wurde. 1948 sang er die Winterreise für den Berliner Rundfunk und gab in Leipzig sein Solodebüt.

1949 heiratete Fischer-Dieskau die Cellistin Irmgard Poppen, mit der er drei Söhne hat. Zu dieser Zeit begannen seine regelmäßigen Auftritte an der Bayerischen und der Wiener Staatsoper, 1951 seine Mitwirkung bei den Salzburger Festspielen unter Wilhelm Furtwängler; ein Jahr später absolvierte er seinen ersten Auftritt in den Vereinigten Staaten. 1954 bis 1956 sang er bei den Bayreuther Festspielen verschiedene Rollen, wie einen herausragenden Wolfram in Tannhäuser, den Heerrufer in Lohengrin sowie den Amfortas in Parsifal.

1957 wurde er Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Seinen Ruhm in England begründete er bereits 1951 durch seine Mitwirkung in Frederic Delius’ Oratorium A Mass of life unter Sir Thomas Beecham. Legendär wurden seine Interpretationen von Schuberts Die schöne Müllerin und Winterreise in der Kingsway Hall ein Jahr später – sein Begleiter war Gerald Moore, mit dem er beide Zyklen mehrfach aufgenommen hat und dem er in lebenslanger Künstlerfreundschaft verbunden blieb. 1961 kreiert Fischer-Dieskau die Rolle des Mittenhofer in Hans Werner Henzes Elegie für junge Liebende. 1962 nimmt er an der Uraufführung von Benjamin Brittens War Requiem in der (wieder aufgebauten) Kathedrale von Coventry teil – ein Zeichen der künstlerischen Völkerverständigung und des Friedens. 1965 folgt das Covent Garden-Debüt als Mandryka in Strauss‘ Arabella.

Zu dieser Zeit ist der bereits weltweit renommierte Bariton auf der Opernbühne genauso souverän zu Hause wie im Konzertsaal. Seine bedeutendsten Rollen: Wolfram, Almaviva, Don Alfonso, Barak – aber auch Renato, Falstaff, Onegin, Don Giovanni, Mandryka und Hans Sachs. Nahezu unüberschaubar ist auch sein Liedrepertoire, dem er von jeher besondere Aufmerksamkeit widmet: das komplette Liedschaffen von Schumann, Schubert und Wolf für Bariton hat er eingespielt, das meiste von Beethoven, Brahms und Strauss, aber auch Lieder von Mendelssohn, Schönberg, Liszt und Loewe – insgesamt über 3000 Stücke von über 100 Komponisten, mehr als jeder andere Sänger. Dementsprechend viele Uraufführungen hat Fischer-Dieskau auch gestaltet, darunter Werke von Henze, Rihm, Reimann, Barber, Lutoslawski, Tippett, Krenek, Britten und vielen anderen.

Anfang der siebziger Jahre begann Dietrich Fischer-Dieskau zu dirigieren – eine zusätzliche künstlerische Ausdrucksmöglichkeit neben dem Gesang, der Malerei und dem Schreiben. 1977 ging Dietrich-Fischer-Dieskau die Ehe mit Julia Varady ein, seiner langjährigen Bühnenkollegin und Partnerin vieler Aufnahmen. Seine künstlerische Vielseitigkeit dokumentiert sich unter anderem in Ausstellungen seiner Bilder sowie seinen Buchveröffentlichungen, in denen er musikwissenschaftlich und reflektierend die Erkenntnisse seiner Arbeit und seine Ansichten über das Singen vermittelt. Zudem gibt er Textsammlungen deutscher Lieder heraus und, selbstverständlich, seine wertvollen Erinnerungen. Seit 1983 ist er außerdem Professor an der Berliner Hochschule für Künste.

Dietrich Fischer-Dieskaus umfangreiche Aufnahmen für EMI Classics vom Anfang der 50er bis in die späten 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts reichen von Bach über Schubert, Schumann, Brahms, Strauss und Wolf bis hin zu Hindemith und Reimann. Eine diskographische Jahrhundert-Edition erschien 2003: In einer umfangreichen Box wurden alle Lieder und Orchesterwerke von Hugo Wolf wiederaufgelegt, die Dietrich Fischer-Dieskau zwischen 1954 und 1998 als Liedsänger bzw. als Dirigent eingespielt hat. Aus Anlass seines 80. Geburtstages 2005 brachte EMI Classics die viel gerühmte Einspielung von Mahler-Liedern als CD-Premiere heraus, die der Bariton in den späten 70er Jahren mit Daniel Barenboim am Klavier gemacht hatte.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Dietrich Fischer-Dieskau gestorben

Der Bariton Dietrich Fischer-Dieskau ist tot. Er starb im bayerischen Berg bei Starnberg kurz vor seinem 87. Geburtstag, wie seine Frau, die Sopranistin Julia Varady mitteilte. Der Jahrhundertsänger Fischer-Dieskau gilt als der bedeutendste Vertreter des Liedgesangs von der Romantik – legendär seine Schubert-Aufnahmen – bis hin zur Moderne.. Aber auch als Opern- wie Oratoriensänger, Musikpädagoge, Musikschriftsteller und Rezitator machte er international Karriere. - Die Musikwelt trauert um einen großen Künstler und Menschen.

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Über den Künstler und sein Leben:

”Ihr müsst der werden, der da singt.” Dietrich Fischer-Dieskau zu seinen Schülern

Sein Name wird mit Respekt genannt und stellt ein eigenes Kapitel der Musikgeschichte dar: Dietrich Fischer-Dieskau. Er kann für sich beanspruchen, das Kunstlied aus seinem Schattendasein befreit und seine Interpretation revolutioniert zu haben. Außerdem blickt er auf ein riesiges Aufnahmerepertoire zurück – junge Kollegen haben es schwer, mit ihren Interpretationen an seinen Maßstäbe setzenden Einspielungen vorbeizukommen, denn seine ausgewogene Stimme, seine überaus klare Artikulation und sein dramatisches Talent sind in der Erwartung der Hörer nach wie vor präsent. 2000 erhielt er den ECHO Klassik 2000 für sein Lebenswerk, 2006 schloss sich der Midem Classical Award ebenfalls für sein Lebenswerk an. Für seine „einzigartige Kunstfertigkeit im klassischen Gesang und für seine beispiellosen Verdienste um das deutsche Liedgut“ wurde ihm auch der Polar Musikpreis 2005 der Königlich-Schwedischen Musikakademie zuerkannt. Die hoch dotierte Auszeichnung gilt als der Nobelpreis der Musik. Für seine Schallplattenaufnahmen wurde Dietrich Fischer-Dieskau zudem mit bisher sechs Grammys ausgezeichnet.

Dietrich Fischer Dieskau, am 28. Mai 1925 in Berlin geboren, begann seine ersten Studien mit sechzehn Jahren bei Georg Walter. 1942 wechselte er zu Hermann Weißenborn an die Berliner Musikakademie, wurde dann zum Militärdienst eingezogen und in Italien amerikanischer Kriegsgefangener. In dortigen Gefangenenlagern hatte er einige Auftritte, bevor er nach Berlin zurückkehren und seine Studien bei Hermann Weißenborn abschließen konnte. Sein Konzertdebüt gab er 22-jährig in Freiburg in Johannes Brahms’ Deutschem Requiem, sein Bühnendebüt als Posa in Don Carlos, ein Jahr später in Berlin an den Städtischen Bühnen, wo er Ensemblemitglied wurde. 1948 sang er die Winterreise für den Berliner Rundfunk und gab in Leipzig sein Solodebüt.

1949 heiratete Fischer-Dieskau die Cellistin Irmgard Poppen, mit der er drei Söhne hat. Zu dieser Zeit begannen seine regelmäßigen Auftritte an der Bayerischen und der Wiener Staatsoper, 1951 seine Mitwirkung bei den Salzburger Festspielen unter Wilhelm Furtwängler; ein Jahr später absolvierte er seinen ersten Auftritt in den Vereinigten Staaten. 1954 bis 1956 sang er bei den Bayreuther Festspielen verschiedene Rollen, wie einen herausragenden Wolfram in Tannhäuser, den Heerrufer in Lohengrin sowie den Amfortas in Parsifal.

1957 wurde er Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Seinen Ruhm in England begründete er bereits 1951 durch seine Mitwirkung in Frederic Delius’ Oratorium A Mass of life unter Sir Thomas Beecham. Legendär wurden seine Interpretationen von Schuberts Die schöne Müllerin und Winterreise in der Kingsway Hall ein Jahr später – sein Begleiter war Gerald Moore, mit dem er beide Zyklen mehrfach aufgenommen hat und dem er in lebenslanger Künstlerfreundschaft verbunden blieb. 1961 kreiert Fischer-Dieskau die Rolle des Mittenhofer in Hans Werner Henzes Elegie für junge Liebende. 1962 nimmt er an der Uraufführung von Benjamin Brittens War Requiem in der (wieder aufgebauten) Kathedrale von Coventry teil – ein Zeichen der künstlerischen Völkerverständigung und des Friedens. 1965 folgt das Covent Garden-Debüt als Mandryka in Strauss‘ Arabella.

Zu dieser Zeit ist der bereits weltweit renommierte Bariton auf der Opernbühne genauso souverän zu Hause wie im Konzertsaal. Seine bedeutendsten Rollen: Wolfram, Almaviva, Don Alfonso, Barak – aber auch Renato, Falstaff, Onegin, Don Giovanni, Mandryka und Hans Sachs. Nahezu unüberschaubar ist auch sein Liedrepertoire, dem er von jeher besondere Aufmerksamkeit widmet: das komplette Liedschaffen von Schumann, Schubert und Wolf für Bariton hat er eingespielt, das meiste von Beethoven, Brahms und Strauss, aber auch Lieder von Mendelssohn, Schönberg, Liszt und Loewe – insgesamt über 3000 Stücke von über 100 Komponisten, mehr als jeder andere Sänger. Dementsprechend viele Uraufführungen hat Fischer-Dieskau auch gestaltet, darunter Werke von Henze, Rihm, Reimann, Barber, Lutoslawski, Tippett, Krenek, Britten und vielen anderen.

Anfang der siebziger Jahre begann Dietrich Fischer-Dieskau zu dirigieren – eine zusätzliche künstlerische Ausdrucksmöglichkeit neben dem Gesang, der Malerei und dem Schreiben. 1977 ging Dietrich-Fischer-Dieskau die Ehe mit Julia Varady ein, seiner langjährigen Bühnenkollegin und Partnerin vieler Aufnahmen. Seine künstlerische Vielseitigkeit dokumentiert sich unter anderem in Ausstellungen seiner Bilder sowie seinen Buchveröffentlichungen, in denen er musikwissenschaftlich und reflektierend die Erkenntnisse seiner Arbeit und seine Ansichten über das Singen vermittelt. Zudem gibt er Textsammlungen deutscher Lieder heraus und, selbstverständlich, seine wertvollen Erinnerungen. Seit 1983 ist er außerdem Professor an der Berliner Hochschule für Künste.

Dietrich Fischer-Dieskaus umfangreiche Aufnahmen für EMI Classics vom Anfang der 50er bis in die späten 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts reichen von Bach über Schubert, Schumann, Brahms, Strauss und Wolf bis hin zu Hindemith und Reimann. Eine diskographische Jahrhundert-Edition erschien 2003: In einer umfangreichen Box wurden alle Lieder und Orchesterwerke von Hugo Wolf wiederaufgelegt, die Dietrich Fischer-Dieskau zwischen 1954 und 1998 als Liedsänger bzw. als Dirigent eingespielt hat. Aus Anlass seines 80. Geburtstages 2005 brachte EMI Classics die viel gerühmte Einspielung von Mahler-Liedern als CD-Premiere heraus, die der Bariton in den späten 70er Jahren mit Daniel Barenboim am Klavier gemacht hatte.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Dietrich Fischer-Dieskau gestorben

Der Bariton Dietrich Fischer-Dieskau ist tot. Er starb im bayerischen Berg bei Starnberg kurz vor seinem 87. Geburtstag, wie seine Frau, die Sopranistin Julia Varady mitteilte. Der Jahrhundertsänger Fischer-Dieskau gilt als der bedeutendste Vertreter des Liedgesangs von der Romantik – legendär seine Schubert-Aufnahmen – bis hin zur Moderne.. Aber auch als Opern- wie Oratoriensänger, Musikpädagoge, Musikschriftsteller und Rezitator machte er international Karriere. - Die Musikwelt trauert um einen großen Künstler und Menschen.

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Über den Künstler und sein Leben:

”Ihr müsst der werden, der da singt.” Dietrich Fischer-Dieskau zu seinen Schülern

Sein Name wird mit Respekt genannt und stellt ein eigenes Kapitel der Musikgeschichte dar: Dietrich Fischer-Dieskau. Er kann für sich beanspruchen, das Kunstlied aus seinem Schattendasein befreit und seine Interpretation revolutioniert zu haben. Außerdem blickt er auf ein riesiges Aufnahmerepertoire zurück – junge Kollegen haben es schwer, mit ihren Interpretationen an seinen Maßstäbe setzenden Einspielungen vorbeizukommen, denn seine ausgewogene Stimme, seine überaus klare Artikulation und sein dramatisches Talent sind in der Erwartung der Hörer nach wie vor präsent. 2000 erhielt er den ECHO Klassik 2000 für sein Lebenswerk, 2006 schloss sich der Midem Classical Award ebenfalls für sein Lebenswerk an. Für seine „einzigartige Kunstfertigkeit im klassischen Gesang und für seine beispiellosen Verdienste um das deutsche Liedgut“ wurde ihm auch der Polar Musikpreis 2005 der Königlich-Schwedischen Musikakademie zuerkannt. Die hoch dotierte Auszeichnung gilt als der Nobelpreis der Musik. Für seine Schallplattenaufnahmen wurde Dietrich Fischer-Dieskau zudem mit bisher sechs Grammys ausgezeichnet.

Dietrich Fischer Dieskau, am 28. Mai 1925 in Berlin geboren, begann seine ersten Studien mit sechzehn Jahren bei Georg Walter. 1942 wechselte er zu Hermann Weißenborn an die Berliner Musikakademie, wurde dann zum Militärdienst eingezogen und in Italien amerikanischer Kriegsgefangener. In dortigen Gefangenenlagern hatte er einige Auftritte, bevor er nach Berlin zurückkehren und seine Studien bei Hermann Weißenborn abschließen konnte. Sein Konzertdebüt gab er 22-jährig in Freiburg in Johannes Brahms’ Deutschem Requiem, sein Bühnendebüt als Posa in Don Carlos, ein Jahr später in Berlin an den Städtischen Bühnen, wo er Ensemblemitglied wurde. 1948 sang er die Winterreise für den Berliner Rundfunk und gab in Leipzig sein Solodebüt.

1949 heiratete Fischer-Dieskau die Cellistin Irmgard Poppen, mit der er drei Söhne hat. Zu dieser Zeit begannen seine regelmäßigen Auftritte an der Bayerischen und der Wiener Staatsoper, 1951 seine Mitwirkung bei den Salzburger Festspielen unter Wilhelm Furtwängler; ein Jahr später absolvierte er seinen ersten Auftritt in den Vereinigten Staaten. 1954 bis 1956 sang er bei den Bayreuther Festspielen verschiedene Rollen, wie einen herausragenden Wolfram in Tannhäuser, den Heerrufer in Lohengrin sowie den Amfortas in Parsifal.

1957 wurde er Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Seinen Ruhm in England begründete er bereits 1951 durch seine Mitwirkung in Frederic Delius’ Oratorium A Mass of life unter Sir Thomas Beecham. Legendär wurden seine Interpretationen von Schuberts Die schöne Müllerin und Winterreise in der Kingsway Hall ein Jahr später – sein Begleiter war Gerald Moore, mit dem er beide Zyklen mehrfach aufgenommen hat und dem er in lebenslanger Künstlerfreundschaft verbunden blieb. 1961 kreiert Fischer-Dieskau die Rolle des Mittenhofer in Hans Werner Henzes Elegie für junge Liebende. 1962 nimmt er an der Uraufführung von Benjamin Brittens War Requiem in der (wieder aufgebauten) Kathedrale von Coventry teil – ein Zeichen der künstlerischen Völkerverständigung und des Friedens. 1965 folgt das Covent Garden-Debüt als Mandryka in Strauss‘ Arabella.

Zu dieser Zeit ist der bereits weltweit renommierte Bariton auf der Opernbühne genauso souverän zu Hause wie im Konzertsaal. Seine bedeutendsten Rollen: Wolfram, Almaviva, Don Alfonso, Barak – aber auch Renato, Falstaff, Onegin, Don Giovanni, Mandryka und Hans Sachs. Nahezu unüberschaubar ist auch sein Liedrepertoire, dem er von jeher besondere Aufmerksamkeit widmet: das komplette Liedschaffen von Schumann, Schubert und Wolf für Bariton hat er eingespielt, das meiste von Beethoven, Brahms und Strauss, aber auch Lieder von Mendelssohn, Schönberg, Liszt und Loewe – insgesamt über 3000 Stücke von über 100 Komponisten, mehr als jeder andere Sänger. Dementsprechend viele Uraufführungen hat Fischer-Dieskau auch gestaltet, darunter Werke von Henze, Rihm, Reimann, Barber, Lutoslawski, Tippett, Krenek, Britten und vielen anderen.

Anfang der siebziger Jahre begann Dietrich Fischer-Dieskau zu dirigieren – eine zusätzliche künstlerische Ausdrucksmöglichkeit neben dem Gesang, der Malerei und dem Schreiben. 1977 ging Dietrich-Fischer-Dieskau die Ehe mit Julia Varady ein, seiner langjährigen Bühnenkollegin und Partnerin vieler Aufnahmen. Seine künstlerische Vielseitigkeit dokumentiert sich unter anderem in Ausstellungen seiner Bilder sowie seinen Buchveröffentlichungen, in denen er musikwissenschaftlich und reflektierend die Erkenntnisse seiner Arbeit und seine Ansichten über das Singen vermittelt. Zudem gibt er Textsammlungen deutscher Lieder heraus und, selbstverständlich, seine wertvollen Erinnerungen. Seit 1983 ist er außerdem Professor an der Berliner Hochschule für Künste.

Dietrich Fischer-Dieskaus umfangreiche Aufnahmen für EMI Classics vom Anfang der 50er bis in die späten 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts reichen von Bach über Schubert, Schumann, Brahms, Strauss und Wolf bis hin zu Hindemith und Reimann. Eine diskographische Jahrhundert-Edition erschien 2003: In einer umfangreichen Box wurden alle Lieder und Orchesterwerke von Hugo Wolf wiederaufgelegt, die Dietrich Fischer-Dieskau zwischen 1954 und 1998 als Liedsänger bzw. als Dirigent eingespielt hat. Aus Anlass seines 80. Geburtstages 2005 brachte EMI Classics die viel gerühmte Einspielung von Mahler-Liedern als CD-Premiere heraus, die der Bariton in den späten 70er Jahren mit Daniel Barenboim am Klavier gemacht hatte.

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