Alissa Walser hat in diesem Buch zehn verschiedene Prosa-Texte aneinandergereiht, die von unterschiedlichen Motiven geprägt sind.
In den ersten erscheint eine Ich-Erzählerin, die einen ungewöhnliche handelnden Vater hat. Zudem stellt dieser auch ungewöhnlich viele, aber auch indiskrete Fragen.
Die Ich-Perspektive wird in allen weiteren Geschichten beibehalten. In vielen Geschichten werden Liebhaber erwähnt. In einigen davon heißt er Georg.
Es kommen Motive, wie Blut, gefühlskalter und unromantischer Sex, Vater, Geliebter (z.T.Georg) und Blut, Zeichnen und Türkei. Die Geschichten sind irgendwie miteinander verbunden, aber irgendwie auch nicht. Ich-Erzählerin ist in einer Geschichte in einem Hotel, in einer anderen in einem Bewerbungsgespräch mit einer Agentur, am Flughafen, in einer Großstadt und in der vorletzten Geschichte in Wien in einem Brillen-Shooting - eingefädelt von der Agentur.
In allen Geschichten erscheint die Ich-Erzählerin als keine besonders hübsche Person.
Z.T. wirken die Geschichten, als ob Alissa Walser über sich selbst schreibt, indem sie auch Malerei ein Thema ist - sie studierte Malerei - und mit verschiedenen Menschen abrechnet.
Das Buch ist ungewöhnlich. Ich kann weder das Buch positiv noch negativ beurteilen. Es ist einfach nur ungewöhnlich. Die Geschichten sind, wie oben bereits erwähnt, immer aus der Ich-Perspektive geschrieben und in indirekter Rede gehalten. Ich bin froh dieses Buch gelesen zu haben, kann es allerdings aufgrund vieler Fragen und der ungewöhnlichen Schreibweise der Prosa-Texte nicht mehr als 3 Sterne vergeben.