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Dies ist kein Liebeslied: Roman Taschenbuch – 1. Mai 2004


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: 2. Auflage (1. Mai 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442456037
  • ISBN-13: 978-3442456031
  • Größe und/oder Gewicht: 11,9 x 2,3 x 18,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (56 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 102.521 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Anne Strehlau, die Icherzählerin in Karen Duves Roman, weiß es genau: "Wenn du dir von einem Mann eine Kassette aufnehmen lässt, erfährst du mehr über ihn, als wenn du mit ihm schläfst." Heutzutage, der Rezensent beklagt dies aus tiefstem Herzen, sind liebevoll selbstgebastelte Tapes leider ein Auslaufmodell. In den Jahren, von denen Duve uns erzählt, war CD eine Seife und sonst nichts.

Sechs Kassetten von sechs Liebhabern hat Anne Strehlau im Gepäck, als sie nach London reist, um Peter Hemstedt, ihre unerwiderte Jugendliebe, ein letztes Mal zu treffen. Vor wohl 20 Jahren hatte Hemstedt sein Desinteresse musikalisch bekundet; auf dem Tape für Anne ließ er Ex-Pistols-Chef John Lydon "This Is Not A Lovesong“ nölen. Auch die restlichen fünf Bänder dokumentieren vor allem eins: missglückte Liebesversuche.

Wenn Duve hier Popmusik zum Erzählanlass einer Frauenbiografie macht, liegt sie einigermaßen im Trend: Sentimentalische Jugenderinnerungen aus den 70er- und 80er-Jahren boomen in Ost wie West, die Sache mit der Musik läuft ohnedies bestens: Verschwende deine Jugend, der Doku-Roman des Journalisten Jürgen Teipel über die frühen Tage von Punk und New Wave in Deutschland, avancierte zum Bestseller und wird eben verfilmt; die Düsseldorfer Kunsthalle zeigt unter dem Titel Zurück zum Beton eine Ausstellung zum Thema. Das alles ist mehr oder weniger männerdominierte Heldengeschichtsschreibung; Anne Strehlau weiß anderes zu berichten: "Kate Bush!", muss sie sich etwa von einem entsetzten Lover vorhalten lassen. "Du hörst Kate Bush?" Anne ahnt: "Wenn Diedrich Diederichsen mit mir schlief, würde ich in Hemstedts Augen an Wert gewinnen."

Bisweilen drastisch und mit ausgeprägtem Sinn für Situationskomik begleitet Karen Duve das Erwachsenwerden ihrer von Selbstzweifeln geplagten Heldin, würdigt sie aber nie zur bloßen Karikatur herab. Mit Anne erleben wir die Demütigungen des ersten Sportunterrichts, Diätterror und Schokoladenrausch, Liebeskummer, später erste Ausbruchsversuche als Tramperin und Taxifahrerin. Seine zweifellos stärksten Passagen hat das Buch in der Beschreibung von Annes Kindheit und Jugend im "späten Wirtschaftswunderhaus" der Familie in Hamburg-Barnstedt: Die grieseligen TV-Bilder der Mondlandung, das "Froschhospital", in dem die Kinder die von Nachbars Rasenmäher verstümmelten Tiere mit Tesaband heilen wollen, verrutschte Küsse von Jungs, aus deren Jeansweste der Plastikstiel einer Haarbürste ragt: "Wie Rotkreuzsanitäter die leichter Verwundeten von einem Schlachtfeld, führten uns die Jungen ins Partyzelt und legten uns auf den Matratzen ab."

Leider hält Duve dieses erzählerische Niveau nicht über alle 280 Seiten ihres Buchs durch; Annes spätere Erlebnisse in Therapiegruppen und Sado-Maso-Clubs bieten kaum mehr als mäßige Kolportage und bereichern den Roman nicht wirklich; auch Peter Hemstedt hätten wir am Ende lieber als jugendlichen Helden und Kassetten-Virtuosen in Erinnerung behalten. Dass dieser Ritter vom guten Geschmack nun Die Nebel von Avalon und das Große Sommer-Reise-Lesebuch im Regal stehen hat -- wirklich zu dumm. --Niklas Feldtkamp -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Ein absonderlich schönes und unbeschreiblich lustiges Buch.« (Brigitte)

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40 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Rezensentin am 19. Januar 2006
Format: Taschenbuch
Eigentlich handelt der vorliegende Roman nicht explizit vom Dicksein oder Abnehmen. Zwar geht es um Anne, die gegen ihren Körper vorgeht, ihn hasst und abwechselnd zu- und abnimmt, aber es könnte auch um Martin gehen, der Drogen nimmt oder um Klaus, der zum Alkoholiker wird. Das eigentliche Thema ist die Kindheit und Jugend, das Erwachsenwerden und all die vielen Katastrophen, die einem auf diesem Weg passieren können.
Es geht um die Wunden, die einem Eltern, Verwandte und Freunde zufügen, oft ohne sich dessen bewusst zu sein. Es geht um Eltern, die Anne den heiß ersehnten Hund nicht schenken, dem Bruder kurz darauf aber schon. Es geht um den Vater, der seine pubertierende Tochter mit einem Wann-hört-das-endlich-auf von sich stößt, gerade, als sie ihn sehr bräuchte; er setzt noch eins drauf und wirft ihr einen Ödipuskomplex vor. Es geht um Verwandte, die sich über Essgewohnheiten Annes amüsieren oder darüber, dass sie bald so groß ist, um aus der Dachrinne schlappen zu können. Es geht um (vermeintliche) Freunde, die ihr sagen, sie hätte einen dicken Arsch oder dass sich, wenn sie lacht, ihr Gesicht in eine einzige Grimasse verwandelt.
Wie schreibt Carlos Ruiz Zafon in "Der Schatten des Windes" so treffend: Die Worte, die das Herz eines Kindes vergiften, sei es aus Gemeinheit oder Ignoranz, bleiben im Gedächtnis haften und verbrennen einem über kurz oder lang die Seele.
Ein erschreckend brutaler Roman. Duve - alle Achtung!
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von sebma am 30. Oktober 2008
Format: Taschenbuch
Hallo,

zu dem Buch wurde ja in den diversen Rezensionen bereits viel geschrieben, deshalb will ich nur darauf aufmerksammachen, dass niemand hier ein übermäßig witziges Buch erwarten sollte. Es ist zwar manchmal amüsant, zu meist aber Mitleid erregend bis beklemmend. Das macht es natürlich nicht zu einem schlechteren Buch, allerdings ist der Klappentext hier sehr irreführend.

LG
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71 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 9. September 2002
Format: Gebundene Ausgabe
Und es ist nichts für emotionale Feiglinge - so viel muß gesagt werden. Dafür ist es bitterkomisch - so viel darf versprochen werden. Aber es ist ganz anders als das Debüt „Regenroman" - so viel sollte verraten werden.
Nach der rasenden Lektüre von Karen Duves Zweitling fühlt man sich wie am Ende einer rauschhaft durchwachten Nacht, in der man fasziniert den schwarzen Bekenntnissen einer ebenso sensiblen und intelligiblen wie fettleibigen Fremden namens Anne gelauscht hat. Zeit ihres 35jährigen Lebens haderte die mit ihrem Körper und folglich mit Männern. Aus ihrer Selbstverachtung macht sie kein Hehl. Warum auch? „Wenn es mir schlecht ging, ging es mir richtig gut." Aus Anne spricht kein Trost für Leidensgenossinnen, sie will auch kein Mitleid, sie will's nur mal gesagt haben. Und zwar uns, der Leserschaft. Was uns aus weitaus düstereren Gründen gefällt als jene, aus denen es uns gefallen hat, daß Holden Caulfield, „Der Fänger im Roggen", jenes Geheimnis seiner Weltverdrossenheit, das er vor seiner Umwelt verbarg, mit uns teilte.
Dies ist wahrlich kein Liebeslied, aber auch kein bedingungsloser Haßgesang. Dennoch hat Annes atemlose Erzählung den vielzitierten „Sog". Doch Vorsicht, dieser Sog zieht eine/n direktemang hinaus aufs offene Meer der verqueren Sucht- und Depressions-Psycho-Logik des vielzitierten modernen Menschen. Allein der „Fluch", mit dem Anne ihre unerwiderte große Liebe Peter Hemstedt belegt, spricht Bände: „Du wirst glücklich sein! Dieses Leben wird dich glücklich machen. Du wirst überhaupt nicht merken, was für ein Drecksleben du führst!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von JED am 12. Juli 2011
Format: Taschenbuch
Kurzinhalt:
Anne, übergewichtig und seit über 20 Jahren unglücklich in den selben Mann verliebt, fliegt nach London, um eben diesen wiederzusehen. Im Flugzeug erinnert sie sich zurück an ihre Kindheit und Jugend in den 70er/80er Jahren. Erinnert sich an Persönliches genauso wie damals aktuell Politisches (interessant und ein Aha-Erlebnis für jene, die in eben dieser Zeit ausgewachsen sind).

Und denkt vor allem immer an einen: Peter Hemstedt, in den sie sich als Schülerin verliebte und der sie nie wirklich zurückgeliebt hat, während sie mit ihrem Gewicht kämpfte, welches mittlerweile 120 kg beträgt.

Meine Meinung:
Das titelgebende "Dies ist kein Liebeslied" spielte Peter Anne vor vielen Jahren auf eine Musikcassette (damals, als Jungs Mädchen noch Cassetten aufnahmen). Es sollte nicht die einzige Cassette sein, die Anne sich von Peter holte. Immer, wenn er mit einem Mädchen Schluss machte, fragt sie ihn nach einer weiteren.

Worauf hofft sie? Warum quält sie sich so?

Es ist eine unglückliche, verzweifelte Liebe, die hier beschrieben wird und die auch kein Ende findet. So sehr ich es auch nachvollziehen kann, dass jemand so sehr an einem anderen hängt (und ihm offenbar zumindest über die Musik, die er eigenhändig aufgenommen hat, nah sein will), erschien mir der Umstand, dass solch eine Liebe das Teenager-Alter überdauert und jemand noch im Erwachsenenalter seinem damaligen Schwarm verfolgt, doch sehr unwahrscheinlich.

Doch es ist, als wäre dies, neben Annes Übergewicht, die einzige Konstante in ihrem Leben.
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