Zuerst läßt sich die Schürfexpedition für Tom ganz gut an. Sein Onkel Paul weiß immer eine Geschichte oder ein Lied und scheint die ganze Goldsuche nicht so ernst zu nehmen. Doch dann ändert sich sein ganzes Wesen, er wird wortkarg, grob und gierig. Tom ahnt zwar, daß das mit den Schnapsflaschen in der Satteltasche zu tun hat, aber das hilft ihm auch nicht. Und dann treffen sie eines Tages auf einen Indianerstamm, wo jeder, vom Kind bis zum alten Mann goldene Zähne hat. Goldene Zähne! Und die paar Waffen, kein Vergleich mit Onkel Pauls Gewehr! - Wie Piumini die Zeit des "Wilden Westens" beschreibt, die Ungebundenheit, aber auch das Ausgeliefertsein an Natur und Schicksal, ist grandios. Aber am eindrucksvollsten ist die Person des Jungen Tom geschildert, der seinen Onkel mag und doch abgestoßen ist von dessen verändertem Wesen, der am liebsten wieder heim zu seiner Mutter ginge, aber allein nicht weit käme. Tom, der gewohnt ist, auf seinen Onkel zu hören, der ihn bewundert ob seiner Erfahrung - und der erkennen muß, daß keineswegs alles richtig ist, was er tut. - Was mich besonders gefreut hat: endlich mal wieder ein Abenteuerbuch für Jugendliche, und, wie alle wirklich guten Bücher, ist es viel mehr als das.