Das Amt des Ständigen Diakonates wurde vom Zweiten Vatikanischen Konzil mit Erfolg eingeführt. Als Gegenpol zu dem Glücksstreben der „Ichlinge", der Entsolidarisierung und dem Abschied der Männer aus der Kirche leben Diakone gegenkulturell, engagieren sich als Männer und halten das Dienen als innerstes Wesen der Kirche wach. Mit einer europaweiten Studie (616 Befragungen!) gelang Zulehner ein detailliertes Profil der Diakone. In drei Amtsbildern gibt es die „Samariter" (handfestes Helfen in Gemeinden), die „Propheten" (sie helfen, sind jedoch auch struktursensibel und arbeiten an der Veränderung der Ungerechtigkeit in der Gesellschaft; politisch) und die „Leviten" (verbinden kirchliches Amt und Ehe; priesterähnliche Persönlichkeiten). Der Autor präsentiert eine kurze Theologie des Diakonates, beleuchtet Ausbildung, Spiritualität und Familienleben, berücksichtigt die innerkirchlich notwendigen Veränderungen durch den Priestermangel und stellt sich dem Thema Frauendiakonat mit dessen Chancen und Nachteilen. Diakone - ein junger Beruf in Entwicklung, leisten einen enorm wichtigen Dienst an der Innenarchitektur der Kirche und sollten sich vermehrt dem gesellschaftlichen Dient widmen. Ein wichtiges Buch für die Identität der Diakone.