Der Roman hat mir von der Story her wirklich gut gefallen. Besonders wurden die verschiedenen Handlungsstränge zum Schluss sehr schon zusammengeführt, ohne, dass ein heilloses Chaos entsteht oder irgendetwas konstruiert wirkt. Auch gibt es keine "typischen Helden", alle haben ihre Schattenseiten oder sind mysteriös genug um nicht sofort Sympathie oder Antipathie zu erzeugen. Das wurde alles sehr schon gelöst.
Manche Gewaltszenen oder Resultate von gewalt waren mir persönlich zu detailiert, aber die Gewalt wird dabei nicht sinnlos eingesetzt, sondern dient als Mittel zum Zweck, um die "Bösen"...nunja...böser zu machen. Aber ich musste einmal schon schlucken.
Allerdings kann ich nur vier Sterne vergeben, weil mir die Beziehungen der Charaktere untereinander zu sehr vernachlässigt wurden. Die Charaktere für sich besitzen zwar Tiefe, jedoch gilt das nicht die Interaktion untereinander, wodurch bei mir einige Verwirrung entstanden ist was die Motivation betrifft. Aber das ist wahrscheinlich persönliche Vorliebe.
Was mich auch gestört hat (aber eigentlich kein wirklicher Nachteil ist) ist das fehlen einer Karte. Ich habe einfach ziemliche Problme damit, wenn es heißt "Nun latschen sie nach Nord-Osten"; "Die-und-Die Stadt loegt Süd-Westlich von da, wo sie sich in drei Tagen befinden werden, wenn sie links langgehen.". Sollte klar sein, was ich meine. Als Orientierungslegasteniker kommt man da ins Straucheln.
Und eine Warnung auf dem Cover, dass das ein Mehrteiler ist wäre auch nicht schlecht gewesen.
Fazit: Kurzweilig ohne emotionalen Tiefgang.