In sehr klarer, tiefgründiger, humorvoller und gut verständlicher Sprache überzeugt Markus Hofer mit seinem Anliegen Männern in der Zweiten Halbzeit ihres Lebens literarisch beizustehen. Er bedient sich dabei keinerlei abgegriffener religiöser Klischees. Mit Beispielen aus dem Alltag, aus der Filmwelt, aus den Archetypen, mit Bezug zur Lebenswelt der Frau und zum partnerschaftlichen Leben wird das männliche Älter- und Reiferwerden literarisch gedeutet.
Und das Ziel der männlichen Reise könnte laut Hofer sein: "Der alte (heilige/Anm.d. Rezensenten) Narr ist seinen Weg gegangen, mit Auf und Ab, mit Sündenfallen und Sackgassen, und deshalb ist sein Schmunzeln ein wissendes, sind seine Narrheiten blanke Lebenslust, die er sich bewahrt oder wieder errungen hat. Ihm kann niemand mehr etwas vormachen, er muss niemandem mehr etwas beweisen und vor allem: Er braucht nichts mehr, denn er hat alles."
Dieses Buch ist sehr empfehlens- und lesenswert. Man(n) kann es für sich alleine lesen und mit der Partnerin oder auch in einer Männerrunde als Impulsgeber durch das Jahr sinnvoll einsetzten.