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Die zweite Aufklärung: Vom 18. ins 21. Jahrhundert
 
 

Die zweite Aufklärung: Vom 18. ins 21. Jahrhundert (Broschiert)

von Neil Postman (Autor), H. Jochen Bußmann (Übersetzer)
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Er hat keinen Computer, kein Faxgerät, noch nicht einmal einen Anrufbeantworter und doch, oder gerade deshalb, ist er einer der geistreichsten Medienkritiker unserer Zeit. Die Rede ist von dem amerikanischen Medienökonomen und Soziologen Neil Postman. Bereits 1983 sorgte er mit seinem Buch Wir amüsieren uns zu Tode für Furore. Pünktlich zum Millenniumwechsel ist nun sein neuestes Werk mit dem programmatischen Titel Die zweite Aufklärung. Vom 18. ins 21. Jahrhundert erschienen.

Obwohl er aufgrund seiner medienkritischen Haltung von vielen als "Dinosaurier" bezeichnet wird: Postman ist weit weniger ein Technik- und Fortschrittsfeind als ein unablässiger Mahner und Kritiker allzu unreflektierter Fortschrittsgläubigkeit. In Anlehnung an sein Buch über die Unterhaltungsgesellschaft könnte sein neuestes Werk auch "Wir informieren uns zu Tode" heißen. Denn der Gegenstand seiner oft polemischen Betrachtung ist die Informationsgesellschaft auf dem Weg ins 21. Jahrhundert. Zielsicher spürt er in seiner Untersuchung den gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen nach, die durch eine ungezügelte Informationstechnologie herbeigeführt werden. Dabei stellt er die berechtigte Frage, welchen Nutzen die mittlerweile unüberschaubare Informationsflut eigentlich hat, wenn damit zwar unbegrenzt Wissen, nicht aber die geistigen Grundlagen zum Erkenntnisgewinn vermittelt werden. Um dieses Manko zu beheben, plädiert Postman für eine zweite Aufklärung, die sich auf das kritische Potential der großen Denker des 18. Jahrhunderts beruft -- mit der Absicht, ein zeitgemäßes pädagogisches Modell zu entwickeln, das den Erfordernissen des digitalen Zeitalters gerecht wird.

Neil Postman zeigt sich in Die zweite Aufklärung erneut als scharfsinniger Beobachter unserer Informations- und Mediengesellschaft. Mit geradezu spielerischer Einfachheit und zugleich eindringlich mahnend führt er uns vor Augen, daß ein unreflektiertes Vorantreiben neuer Technologien früher oder später dazu führen muß, daß wir nicht die Maschinen benutzen, sondern von ihnen benutzt werden. --Harald Stucke -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.



Kurzbeschreibung

»Die Fortschrittsgläubigkeit hat religiöse Dimensionen angenommen«, behauptet Neil Postman und demontiert in seinem provokanten Buch den Mythos der neuen Medien.

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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein wichtiges Buch, 7. Februar 2002
Das Buch erscheint 1999, an der Schwelle zu einem neuen Jahrtausend. Ein Zeitpunkt also an dem allerlei mehr oder weniger realistische Zukunftsvisionen und Erwartungen an das
kommende Zeitalter kursieren. Auch Postman nimmt dies zum Anlass, seine Gedanken zur Zukunft darzulegen.
Ausgehend vom philosophischen Grundsatz, daß Zukunft nur Projektion von Vergangenheit sein kann, daß wir also unsere Zukunftsgedanken aus bereits Geschehenem konstruieren, schlägt er vor, daß wir bei der Auswahl der Teile der Menschheitsgeschichte, mit denen wir das neue Jahrtausend gestalten wollen, genauer auf die Zeit der Aufklärung zurückblicken sollten. Er bringt uns politische und kulturelle Modelle nahe, die zu jener Zeit entwickelt, durch die starke Fokussierung auf technische Entwicklung jedoch nie umgesetzt worden sind.
In dieser Zeit sind seiner Meinung nach die für uns hilfreichsten Ansätze zur Lösung unserer gegenwärtigen Probleme zu finden. Er begründet dies damit, daß uns die Geschichte zwar auch aus anderen Zeitaltern Nützliches bietet, aber uns die Aufklärung zeitlich wie gedanklich am nächsten ist. Postman warnt jedoch davor die Zeit der Aufklärung zu kopieren. Es geht ihm vor allem Anderen darum, daß wir von den guten, das heisst den humanen, vernunftbezogenen Gedanken dieser Epoche Gebrauch machen sollten, wenn wir über unsere Zukunft nachdenken wollen.
Der deutsche Titel «Die zweite Aufklärung« führt uns deshalb ein wenig in die Irre denn die Wiederholung der Aufklärung will Postman nicht heraufbeschwören. Vielmehr möchte er, wie der Originaltitel «A Bridge to the Eighteenth Century« treffender ausdrückt, eine gedankliche Brücke zum 18. Jahrhundert schlagen und die Denkansätze der Vertreter der Auflärung in unser Bewusstsein zurückrufen.
Er versucht Kapitel für Kapitel zunächst eine Konkretisierung der Herausforderungen, die die Gegenwart an uns stellt und bietet dazu dann Lösungsansätze, die auf den Gedanken der Aufklärung basieren.
Seine Themen sind Fortschritt, Technologie, Sprache, Information, Erzählungen, Kinder, Demokratie und Erziehung.
Postmans Gedankengänge dazu sind aufgrund seiner klaren Argumentation und den entsprechend ausführlichen Erläuterungen gut nachzuvollziehen. Er versteckt sich nicht hinter allgemein gehaltenen Phrasen sondern demonstriert mit seinen konkreten Vorschlägen, daß er wirklich verändern möchte und nicht seine Selbstinszenierung in den Vordergrund stellt.
Der immer wieder gegen ihn geäußerten Kritik, er könne seine doch recht apodiktisch formulierten Thesen nicht wissenschaftlich belegen, setzt er hier umfangreiche Quellenverweise entgegen. Und auch das Argument, seine Bücher würden nur auf die typisch amerikanischen Verhältnissse abzielen und ins moderne Westeuropa nicht passen, lässt sich im Zeitalter der Globalisierung und fortschreitenden Amerikanisierung nicht mehr länger halten.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ideen aus der Vergangenheit für eine bessere Zukunft, 9. November 2002
Von Stephan Nitzl (Altenstadt-Lindheim, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Neil Postman hinterfragt in diesem Buch den technologischen Fortschritt. Genauer gesagt, er hält den Leser dazu an, sich mit diesem Thema kritsch auseinanderzusetzen.

Nach den schlechten Erfahrungen des 20. Jahrhunderts (Weltkriege, totalitäre Regimes) greift er für die Gestaltung einer besseren Zukunft auf Ideen des Zeitalters der Aufklärung zurück. Man genießt seine hervorragenden Gedankengänge und wird immer wieder zum Nachdenken angeregt. Die häufige Erwähnung historischer-philosophischer Persönlichkeiten und Ideen setzt eine gewisse Allgemeinbildung voraus. Als ich das Buch im Urlaub las, hätte ich mir öfters gern weitere vertiefende Informationen per Internet und elektronischem Lexikon geholt; dies relativierte für mich manchen Gedanken von Postman, der selbst keinen Computer besitzt und der Informationsflut wenig Positives abgewinnen kann.

Man merkt dem Buch - leider - an, dass es von einem amerikanischen Autor geschrieben wurde. So werden Denker von unbestrittener Weltbedeutung wie Kant, Voltaire, Rousseau in einer Reihe mit international eher zweitrangigen amerikanischen Persönlichkeiten genannt. Die Übersetzung ist auch nicht immer die Beste, weshalb ich dem Leser, der im Englischen fit ist, die Originallektüre empfehle.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Was wir aus dem 18. Jahrhundert lernen können, 27. Juni 2005
Von Roman Werner (Lübbenau/Spreewald) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
In diesem neueren Buch des durch Bücher wie "Wir amüsieren uns zu Tode", "Das Verschwinden der Kindheit", "Das Technopol" und "Die Verweigerung der Hörigkeit" berühmt gewordenen Medienkritikers Postman wird im wesentlichen 2 Fragen nachgegangen: 1. Was sind die zentralen gegenwärtigen Probleme in unserer Gesellschaft? 2. Wie und mit welcher Hilfe könnten diese Probleme /Fehlentwicklungen überwunden werden?
Als zentrale Probleme weist Postman u.a. auf oberflächliches Fortschrittsdenken, den Verfall der Sprache und das Verschwinden der Kindheit hin; dies sind Probleme, die er in den früheren (o.g.) Büchern bereits thematisiert hat.
Postman appelliert daran, sich in Bezug auf diese Probleme am Gedanken der Aufklärung zu orientieren, der im Gegensatz zum heute vorherrschenden Denken sich stärker am Kant'schen "Mut zum eigenen Verstand" orientiert.
Das Buch führt den Leser in zentrale Grundpositionen der Aufklärung als auch in die zentralen Probleme unserer Zeit ein.
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Veröffentlicht am 11. August 2003 von Klaus Schwarzfischer

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Veröffentlicht am 19. Juni 2003 von Agatha Blanc-Sec

1.0 von 5 Sternen Das ist's nicht.!
Nachdem ich durch einen Zeitungsartikel auf diesen Autor aufmerksam geworden dieses Buch gekauft hatte, war ich nach Seite 173! eher enttäuscht. Lesen Sie weiter...
Am 17. September 2000 veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Er möchte etwas schreiben, was er nicht kann
Zugegeben, anfangs möchte man das Buch wegschmeissen. Er schlägt mit Namen der Weisen um sich, als ob sich damit etwas beweisen liesse. Lesen Sie weiter...
Am 7. August 2000 veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Enttäuschend
Da ich von "Wir amüsieren uns zu tode" begeistert war, habe ich dieses Buch sofort gekauft und wurde bitter enttäuscht. Lesen Sie weiter...
Am 4. März 2000 veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Nichts Neues im Westen.
Nach wie vor bleibt Postman seinem polemischen Stil treu. Scharfsinnig, aufschlussreich, durchaus interessant und immer auch wieder verblüffend sind Postmans Beobachtungen der... Lesen Sie weiter...
Am 2. Februar 2000 veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Interessante Einblicke - Interessante Einsichten
Postman gibt einem, der wie ich vom "digitalen Zeitalter" und der Massen-Schnell-Kommunikation lebt, eigentlich einen kräftigen Schlag ins Gesicht. Lesen Sie weiter...
Am 2. Dezember 1999 veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Bemerkenswerte Ausnahme des digitalen Zeitgeistes !
In Anbetracht der Fülle an Büchern, die derzeit zum Thema "Schöne digitale neue Zeit" publiziert werden und ein ungeheures Maß an Technologiegläubigkeit vertreten,... Lesen Sie weiter...
Am 3. Oktober 1999 veröffentlicht

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