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Bild: Die Jubiläumsausgabe enthält die technisch hervorragende, bereits 2003 veröffentlichte Filmversion. Die VistaVision-Produktion wird hier im Format 1,78:1 und anamorph präsentiert. Ist auf der Laserdisc auch der obere Bildrand etwas höher und zeigt die Vollbild-Videoversion auch oben und unten etwas mehr Bild, so stimmt doch die Bildbalance. Das Problem mit VistaVision ist halt die Variabilität des Formates. Das Bild ist prächtig. Technicolor in Reinkultur mit stechender, detailtiefer Schärfe (00.35.48, Totale, Gesichter der Sklaven erkennbar), umwerfenden, formtreuen, satten Farben, strahlendem Kontrast und insgesamt einer herrlich plastischen Wiedergabe. Die Artefaktrate ist so gering, daß selbst Wolken in Bewegung geschmeidig und rauscharm wiedergegeben werden (00.08.25). Während es 1989 einen Re-Release in 70mm (2,20:1) gab, gibt dieser aber in seiner Breite nicht mehr preis, als die vorliegende Fassung. Sondern vielmehr wurde vom 35mm Quellmaterial ein so genanntes Blow Up produziert, das für die sehr großen Leinwände noch mehr Detailtiefe brachte. Einfach Begeisternd.
Ton: Ein ausgezeichnetes 5.1-Remaster in der englischen Version steht einer soliden, deutschen 2.0-Monofassung gegenüber. Natürlich ist die 5.1-Geschichte spektakulärer. Sie ist sehr weiträumig angelegt, feiert besonders Elmer Bernsteins Musik voluminös und fehlerfrei ab (00.42.15). Die Kulisse ist sehr vital und kreiert eine stimmungsvolle Atmosphäre, indem alle Kanäle sinnvoll belegt sind (00.13.40). In deutsch wird eben nur Mono geboten, das allerdings weitestgehend fehlerfrei daherkommt und auch in Crescendo-Momenten der Musik nur zu minimalen Übersteuerungen führt (00.43.30) oder Stimmen zuweilen ein ganz wenig scheppern läßt (00.42.40, Disc II, Erzähler). Ansonsten ebenfalls voluminös und recht durchsichtig.
Extras: Dankenswerterweise sind der Original- und zwei Wiederveröffentlichungs-Trailer enthalten, wobei der fast 10-minütige Erstveröffentlichung-Trailer, den Cecil B. deMille persönlich moderiert (indem er doziert), fast schon für sich den Kauf der Disc rechtfertigt. Filmisch haben wir einen 222-Minutenschinken zu bewältigen, der an Pathos und Kitsch kaum zu überbieten ist, der aber von einer derart stringenten Dramaturgie ist, daß er kaum je langweilt. Zusätzlich gibt die Jubiläumsausgabe auf einer dritten Disc noch den ebenfalls von DeMille produzierten Stummfilm anno 1923 (131 Min in Vollbild) zum Besten. Archivierungszwang. Deren akustische Untermalung via Wurlitzer-Orgel klingt sehr kraftvoll und bietet auch einen akkuraten Tiefbassanteil. Der Audiokommentar von Katherine Orrison (Autorin von "In Stein gemeißelt") gibt im Wege einer Nachlassverwalterin, einen mehr als detailtiefen Einblick in gleich beide Verfilmungen. Einer der besten Kommentare, die mir je untergekommen sind. Sehr empfehlenswert. --movieman.de
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Die Geschichte des Moses - eines der größten Abenteuer