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Die zarte Hand des Todes: Wenn Frauen morden...
 
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Die zarte Hand des Todes: Wenn Frauen morden... [Taschenbuch]

Peter Hiess , Christian Lunzer
2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 223 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch; Auflage: 1 (1. Februar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548365868
  • ISBN-13: 978-3548365862
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 247.376 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.at-Redaktion

Sogar gewissenhafte Leser schenken manchmal dem Vorwort eines Buches geringe Beachtung, weil darin langweilige Beweggründe oder nebensächliche Details geschildert werden. Mit dem Vorwort von Die zarte Hand des Todes. Wenn Frauen morden...verhält es sich völlig anders: Es gibt einen knappen, aber faszinierenden Überblick der weiblichen Kriminalität. Man erfährt, dass Frauen seltener, aber dafür effektiver als Männer morden. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Und um diese raren Fälle aus der jüngsten Vergangenheit, in denen weibliche Wesen ihre Kinder erschlugen, um endlich frei für den Liebhaber zu sein, oder aus reiner Habgier den Ehemann vergifteten, geht es in dem Werk.

Die Autoren Peter Hiess und Christian Lunzer recherchierten in alten Presseberichten, Monografien und Gerichtsakten. In ihrer Bestandsaufnahme präsentieren sie Fakten, auch Spekulationen -- doch diese stammen entweder von Freunden und Verwandten oder vom Verteidiger der Mörderin. Die sachlichen Schilderungen der Autoren vermögen den Leser durchaus zu faszinieren, weil ihm zumindest ein kleiner Freiraum für Interpretationen bleibt. Eingefleischte Krimifans, die sich fast immer auf den zu erratenden fiktiven Mörder konzentrieren, werden vielleicht von dem Buch enttäuscht sein. Aber nach dem ersten Fall, der die Affäre Monika Weimar dokumentiert, die angeblich ihre beiden Töchter ermordete, steigt das Interesse an den zarten Händen des Todes sicherlich vehement an. Geschildert werden darüber hinaus die wahren Fälle von Elisabeth Bathory, Violetta Nozière, Diane Downs bis hin zur fast noch heißen Spur der Elfriede Blauensteiner. -- Elfriede Quell -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Ein Kriminalmuseum zwischen zwei Buchdeckeln. Nur amüsanter.« KURIER

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Hier gibt es wieder durch und durch wahre Schilderungen von Verbrechen, diesmal allerdings nur von Frauen begangener. „Mann, sei vorsichtig", raten die Autoren daher im Vorwort, bevor der Reigen sich ordentlich zu drehen beginnt. Neben den Klassikerinnen Zwanziger und Gottfried (Gift-Beibringung) finden auch „Blutgräfin" Erzsébeth Báthory (scharfe Gewalt) am einen und Monika Weimar (Atem-Behinderung) am anderen Ende ihren Platz im femininen Tötungs-Kabinett.

Das ist erfreulich, denn ein solcher Bogen wird in Buchform und deutscher Sprache nur etwa alle fünf Jahre über das schwache Geschlecht gespannt. Zwar handelt es sich hier streng genommen bloß um eine Neuzustammenstellung und -erzählung von bereits bekannten Berichten, mir gefällt aber der frische Stil der beiden Autoren, die auch schon das knorke Buch „Mord-Express" (wahre Verbrechen im Zusammenhang mit Zügen) gemeinsam geschrieben haben. Außerdem sind alle Geschichten sauber zusammengefügt, und auch die Quellen sind angegeben, im Fall von Frau Báthory etwa Michael Farins „Heroine des Grauens" und im Fall der Zwanziger der alte Feuerbach. Wohl getan.

Das alles wäre nicht zwingend der Empfehlung wert, wenn das Buch nicht noch mit schönen Fällen aus der übrigen bis modernen Welt gefüllt wäre, die kaum ein Mensch kennt. Darunter tummeln sich Violette Nozière (geboren 1915; „zu behaupten, die wäre von ihren Eltern verzogen worden, ist wahrscheinlich noch untertrieben") samt einer immer gerne gesehenen Ablichtung derselben (nackt, schielend und mit Zylinder am Weihnachts-Baum), die etwas zu gesprächige Diane Downs (Tötungsdelikt aus dem Jahr 1983) sowie, geradezu als Dessert, die Köchin Mary Knight (Prozess-Beginn: 2001). Sie beherrschte das Kunst-Stück, einer toten Person die Haut so abzuziehen, dass diese „ohne Probleme und Falten wieder um den Leichnam gelegt werden konnte". Leider war das kein verkorkst poetisches Spiel mit der Schindung des Marsyas bzw. Heiligen Bartholomäus: Die Psychiater erkannten, etwas einfallslos, auf „Picquerismus", eine angeblich sexuelle Eigentümlichkeit, die sich auf „Stechen mit spitzen Gegenständen" bezieht. Warum einige Polizisten während und nach der Bearbeitung des Falles Knight wegen Ess-Störungen behandelt werden mussten, soll der Spannung halber hier nicht verraten werden.

In der B-Note gibt es minimale Abstriche für Die zarte Hand des Todes, beispielsweise für die Verwendung des Begriffes „die Herren Anwälte", der doch ein bißl hohl und abgedroschen ist. In rechtsmedizinische Tiefen begeben sich die Autoren sicherheitshalber nicht - tun sie es, so kommen sie ins Schlittern (Seite 36: Kohlendioxid-Spiegel zum angeblichen Nachweis einer Gas-Vergiftung). Außerdem: Kein Register! Tstststs!

Ansonsten ist der Text einwandfrei geschrieben und lektoriert. Das Buch gehört in das Reise- bzw. Kongress-Gepäck aller deutschsprachigen ForensikerInnen, BestatterInnen und PräparatorInnen, die sich in Regional-Expressen oder einem bereits im letzten Jahr gehörten Vortrag befinden und dabei stilvolle Ablenkung suchen. Ein schönes Geschenk für Gleichgesinnte und/oder Kriminal-FreundInnen ist das vom Verlag mit Liebe in den Druck gegebene und kleinen Totenköpfen als Absatz-Marken geschmackvoll bestückte Buch auch.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Wer makabre Comedy oder aufdringlich-schrullige Darstellungen weiblicher Morde erwartet, der ist an der falschen Adresse: Die Autoren gehen in würdiger Weise an das Thema heran, statt jene saftige Fleischbeschau zu entwickeln, die durchaus möglich gewesen wäre. Herausgekommen ist daher ein eher besonnenes Buch, welches berühmte und höchst interessante Frauenmorde mit einer angenehmen Distanz, aber nicht ohne Humor schildert.
"True Crime" heisst eben auch, die zum Teil erstaunlich brutalen Verbrechen für sich selbst sprechen zu lassen, und das ist den Autoren gelungen. Das Buch ist somit eine Empfehlung für alle, die sich für das Gesicht wahrer Verbrechen und für die Dramaturgie des Lebens interessieren.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Bei diesem Buch handelt es sich um eine beliebig erscheinende Aneinanderreihung von Morden, die durch Frauen verübt wurden.
Nach aktuelleren Fällen, die die vorgestellten "historischen"
in vieler Hinsicht übertreffen, sucht man vergebens. Es entsteht
der Eindruck, dass die Fallgeschichten lediglich aus anderen
Quellen entnommen und umgeschrieben wurden. Auf die Anschaffung
dieses Buch kann man getrost verzichten.
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