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Der Film basiert auf dem Roman Fuchsalarm von Cornelia Funke (Tintenherz) und entstammt der erfolgreichen Buchreihe Die Wilden Hühner, deren Abenteuer nicht nur Mädchen begeistern. Für die große Leinwand adaptierte Produzentin Uschi Reich die wilde Hühnerjagd, die bereits Bibi Blocksberg, Erich Kästner und TKKG erfolgreich verfilmen ließ. Regie führte Vivian Naefe (Wellen), die zugibt, als Mädchen selbst gern Mitglied so einer Bande gewesen zu sein. Mit viel Feingefühl und Dialogwitz setzt sie die Kinder bestens in Szene und lässt sie natürlich und ungezwungen aufspielen. Im Mittelpunkt des Films stehen eindeutig die Charaktere der Mädchen, ihre Probleme und Sehnsüchte, die Tücken des Schulalltags sowie das vorsichtige Herantasten an die Jungs: ganz wie im wirklichen Leben eben. Die jugendlichen Darsteller - allen voran Michelle von Treuberg als Sprotte können ohne weiteres neben den Erwachsenen bestehen: Veronica Ferres als Sprottes Mutter, Jessica Schwarz als einfühlsame Lehrerin, Benno Fürmann und Axel Prahl als prügelnder Vater ergänzen das Ensemble und lassen am Rande auch andere Themen einfließen. Da ist die alleinerziehende Mutter, die den ganzen Tag Taxi fährt, der arbeitslose Vater, bei dem das Geld knapp wird, oder auch der Vater, der seiner Tochter wieder einmal eine neue Freundin präsentiert. Wie die Kinder so kommen auch die Zuschauer in Berührung mit der nicht immer glücklichen Alltagswirklichkeit, aber dann holt sie das Abenteuer doch wieder ein: Diese Hühner kriegst Du nie in den Topf!
Das Bonusmaterial ist recht kurzweilig und gibt auch den Kindern einen interessanten Einblick in die Entstehung einer Filmproduktion: Ein Making of, Interviews mit den Darstellern, Pannen bei den Dreharbeiten, geschnittene Szenen und natürlich das Titellied zum Mitsingen runden das Filmvergnügen ab. Alles in allem gelungene Unterhaltung für die ganze Familie. Empfohlen ab acht Jahren. -- Birgit Schwenger
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Blickpunkt: Film
Im Vergleich zur ersten Funke-Adaption 'Herr der Diebe' fallen zwei Unterschiede auf. Erstens: Statt fantastischem Nervenkitzel steht hier komödiantisch aufbereiteter Schulalltag im Vordergrund. Zweitens: Statt internationaler Cast und Crew baute man ausschließlich auf deutsche Künstler. Regisseurin Vivian Naefe, TV-Quotenhit-Lieferantin ('Eine ungehorsame Frau') und Grimme-Preisträgerin ('Einer geht noch'), kommt denn auch gleich zur Sache. Kaum hat sie ihre vierköpfige Mädchenbande alias 'Die wilden Hühner' und deren männliche Rivalen, gleich an der Zahl, jedoch ungleich unschöner 'Pygmäen' genannt, etabliert, geht die schlichte, aber amüsant-unterhaltsame Story los: Oma Slättberg (Doris Schade, gibt lustvoll die böse Bäuerin) will ihre 15 Hühner schlachten. Weil das Federvieh aber nun mal Maskottchen der Girlgang ist, wird sofort ein Befreiungsplan geschmiedet. Dummerweise sind die Fünftklässlerinnen dabei aber auf die Hilfe der 'Pygmäen' angewiesen. Denn wer traut sich schon nachts allein in den Hühnerstall, vor allem, wenn man bedenkt, dass sich Oma Slättberg erst vor kurzem eine Knarre zugelegt hat, um ungebetenes Gesindel vom Hof zu jagen.
Überraschendes Kino ist es nicht, was Naefe da ihrem Publikum, das altersmäßig zwischen acht und 14 liegen dürfte, bietet. Das war aber auch nicht zu erwarten. Dennoch gelingt ihr durchaus gutes Entertainment, handwerklich makellos aufbereitet. Darüber hinaus setzt die Regisseurin auf Dialogwitz und Schauspielführung - und da hat sie bei diesem bis in die Nebenrollen hinein prominent besetzten Ensemble-Film auch alle Hände voll zu tun. Zumal auch sämtliche Familienkonstellationen, die in der heutigen Gesellschaft existieren, Eingang finden: Der alleinerziehende Vater mit neuer Freundin und an Übergewicht leidendem Kind, der gewaltbereite Sohn, der zu Hause verprügelt wird oder die alleinerziehende, Vollzeit arbeitende Mutter, die ihre Tochter vernachlässigt. Naefe reißt diese Problematiken nur an, drückt dann wieder aufs Tempo, rückt den Spaßfaktor in den Vordergrund. Für den steht unter anderem der 'Pygmäe' Martin Kunz, der als 'Torte' die besten Sprüche in den Mund gelegt bekommt. Erwähnenswert in einem Ensemble, zu dem auch Katja-Riemann-Tochter Paula, Veronica Ferres, Benno Fürmann und Axel Prahl gehören: Jessica Schwarz als einfühlsame Lehrerin und Michelle von Treuberg als wortgewandte Bandenchefin 'Sprotte'. Constantin will seine Hühner ab 9. Februar 2006 zum Flattern bringen. lasso.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Produktbeschreibungen
Melanie (Paula Riemann) ist vernarrt in Robbie Williams, Trude (Zsa Zsa Inci Bürkle) liebt italienisches Essen, Frieda (Lucie Hollmann) ist sozial mega-engagiert und Sprotte selbst findet ihre Lehrerin Frau Rose (Jessica Schwarz) ziemlich cool. Und dann ist da noch Wilma (Jette Hering), die noch ein paar Aufnahmeprüfungen zu bewältigen hat, um ein wildes Huhn zu werden.
Einziger Quell des Ärgers sind die Jungs der Konkurrenzbande "Pygmäen", bestehend aus dem Anführer Fred (Jeremy Mockridge), dem stets hungrigen Torte (Martin Kurz), dem Karten legenden Steve (Philip Wiegratz) und dem aggressiven Willi (Vincent Redetzki). Doch eines Tages geschieht etwas, das beide Gangs