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Die wilden Götter: Sagenhaftes aus dem hohen Norden
 
 
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Die wilden Götter: Sagenhaftes aus dem hohen Norden [Taschenbuch]

Tor Åge Bringsværd , Tanaquil Enzensberger , Hans Magnus Enzensberger
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 4 (Juli 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492239439
  • ISBN-13: 978-3492239431
  • Originaltitel: Den enoyde.Et forsok pa a gi en fri og selvstendig, men likevel tro gengivelse av vare gamle norrone myter
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 317.692 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Tor Åge Bringsvaerd
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

In den Namen unserer Wochentage begegnen sie uns noch, die alten nordischen Götter: Thor im Donnerstag, Freia im Freitag, Tyr im Dienstag. Dass all das, was sie so trieben, in irgendwelchen Werken namens Edda steht, dürfte zumindest den versierteren Kreuzworträtsel-Lösern noch bekannt sein. Wie sich diese Geschichten aber tatsächlich anhören, erzählt uns der norwegische Autor Tor Åge Bringsværd in seinem Buch Die wilden Götter. Dabei verlässt er die Versform seiner Vorlagen und entwickelt aus den zyklischen Einzelerzählungen -- ganz in der Tradition isländischer Dichtung -- seine eigene Prosaversion einer fortlaufenden nordischen Göttergeschichte.

In leichtem, bisweilen fast flapsigem Tonfall zieht uns der gelernte Religionswissenschaftler immer weiter in den Bann seiner Gestalten. Wir begleiten den grüblerischen Göttervater Odin auf seinem Weg gegen eigenes Unwissen, bei hoffnungslosen Bändigungsversuchen seiner unberechenbaren Familienschar und in den Kampf gegen die bedrohlichen Trolle. Wir begegnen seinem kriegerischen Sohn Thor beim Hammerschwingen und in Frauenkleidern, verfolgen atemlos die zahlreichen Abenteuer des schalkhaften, aber auch tückischen Loki und die Ränke der verführerischen Freia. Wir sind zu Gast bei furchtbaren Riesen, bei sehr kunstfertigen, aber gierigen Zwergen und werden mit entsetzlichen Ungeheuern konfrontiert.

Aus dieser Mischung ergibt sich eine unterhaltsame, bisweilen komische, immer jedoch spannende Lektüre, die von allem ideologischen Ballast der jüngeren Vergangenheit befreit ist. Ein kommentiertes Namensregister im Anhang hilft beim Hangeln durch den -- in jeder Mythologie sehr dichten -- Namensdschungel, ein kluges Nachwort der Übersetzerin umreißt die Entstehungs- und Überlieferungsgeschichte dieser wilden Göttersaga. Die aufwändig hergestellte, von Johannes Grützke behutsam illustrierte Ausgabe im Rahmen der Anderen Bibliothek vervollständigt letztendlich den Eindruck eines rundum schönen Buches. --Burkhard Steinmüller -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 15.11.2001
Die Nacherzählung der Göttermythen aus der "Edda" des norwegischen Schriftstellers Tor Age Bringsvaerd geht in zweifacher Hinsicht über das Original hinaus, so Hermann Wallmann: Zum einen schreibe der Autor keine Nachdichtung, sondern lege eine "prosaische Version" vor, zum anderen gehe er mit dem Epos frei um, womit er sich von philologischer Genauigkeit löse. Der Rezensent bedauert, dass einige frühere Romane von Bringsvaerd vergriffen bzw. aufgrund des Desinteresses der Verlage gar nicht erst auf deutsch erschienen sind. Er lobt den Anspruch des Autors auf "Destabilisationsliteratur", die in den früheren Romanen ganz deutlich zu Tage trete. Das Nachwort verweist, so Wallmann, auf die Rezeptionsgeschichte der norwegischen Göttermythen, die wie die Herausgeberin Tanaquil Enzensberger schreibt, von Wagner umgedeutet wurden und auch von neofaschistischen Strömungen instrumentalisiert wurden. In seiner positiven Besprechung des Buches verweist Wallmann beharrlich auf eine "postmoderne Paraphrase" der nordischen Schöpfungsepen: Auf H.C. Artmanns 1982 erschienenes Buch "Die Sonne war ein grünes Ei, Von der Erschaffung der Welt und ihren Dingen".

© Perlentaucher Medien GmbH

Buchnotiz zu : Die Tageszeitung, 18.12.2001
Wolfgang Müllers Rezension hat eine Vorgeschichte: der Island-Experte der taz ersteigerte bei einem Berliner Antiquar ein vergilbtes Exemplar der ersten deutschen "Edda"-Übersetzung aus dem Isländischen, die von einem gewissen Jacob Schimmelmann stammte und ein "abstrus-wirres Machwerk" war, weil er u.a. das gute Stück von dem Vorwurf der Unchristlichkeit befreien musste. Müller berichtet auch von den nachfolgenden Übersetzungen, die mal mehr und mal weniger das Germanentum in den Vordergrund stellten. Von der Vereinnahmung durch die Nazis habe sich das Werk bis heute nicht erholt, stellt Müller fest, weshalb er die Neuerzählung des altisländischen Mythenstoffes besonders begrüßt, die den eigentlichen Anlass zu diesem Artikel gibt: frisch, lebendig, klar verflechte der norwegische Autor Bringsvaerd die komplizierten Erzählstränge der "Edda" mit ihren aberwitzigen Metamorphosen. "Die wilden Götter" haben ab jetzt einen Ehrenplatz in seinem Regal, gleich neben der vergilbten "Edda" von Schimmelmann.

© Perlentaucher Medien GmbH

Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.01.2002
"Ein Fest für die Andere Bibliothek und für ihre Leser" bejubelt Heinrich Detering dieses Buch samt der "kongenialen Illustrationen und Initialen", mit denen es Johannes Grützke ausgestattet hat. Der norwegische Schriftsteller vollbringe das Kunststück, "auf zweihundertfünfzig Seiten die gesamte altnordische Mythologie zu erzählen, frei von Nebelschwere und Waberlohe als einen anmutigen und leichtfüßigen, am Ende ergreifenden Roman" vom Aufstieg und Fall der Götter und ihrer Welt. Auf die Übermacht des Stoffes und die nicht nur in Deutschland "heikle Rezeptionsgeschichte" antworte Bringsvaerd mit einem lapidaren Tonfall, der das Pathos "auf Abstand" halte. Grundiert fand der Rezensent den Ton dieses "großen Epos im kleinen Format" von einer gedämpften Ironie, die etwas salopp, manchmal respekt- aber nie taktlos sei. Hingerissen bereitet der Rezensent den Stoff des Epos, in dem Gott als zweifelnder Theologe und die Menschen als quälgeisternde Trolle und Götter in einem erscheinen, vor seinen Leser aus: voller Verständnis, dass schon die "wikingischen Zuhörer außer sich waren vor Staunen und Vergnügen".

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein göttliches Vergnügen 17. September 2001
Format:Gebundene Ausgabe
Ein tolles Buch - man sollte meinen, die Handlung der aus der Edda geborenen nordischen Göttersagen sei hinreichend bekannt, der Eindruck täuscht. Hier sind sie frisch und neu erzählt, man sieht manchmal, wo Wagner sie zurechtgebogen hat, was ähnlich wie bei den Griechen ist und vieles mehr. All' dies braucht das Buch aber nicht - es steht für sich, eine spannende Geschichte wird gut erzählt, und dazu ist das Ganze wunderschön aufgemacht (wie man von der Anderen Bibliothek ja auch erwartet). Viel Spass damit!
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mythen ohne Muff 9. Mai 2003
Von Silver
Format:Gebundene Ausgabe
In unserem Kulturkreis sind die Mythen der klassischen Antike viel präsenter als die nordischen. Das mag auch an den oft altertümlichen Nachdichtungen liegen, die wenig Lust zum Lesen machen, ebenso an dem oft unangenehm weihevollen Ton, dem mystischen Gewaber und der unmodernen Sprach- und Denkweise, die solchen Nacherzählungen anhaftet. Man denkt eben eher an Wagner als an gute, lockere und dabei informative Unterhaltung. Bringsvaerds "Wilde Götter" sind da eine löbliche Ausnahme: sehr modern und frisch erzählt der Autor die nordische Mythologie von der Schöpfung der Welt bis zur Ankündigung der Götterdämmerung Ragnarök. Die Figuren sind plastisch, mit Fehlern, Schwächen und Unzulänglichkeiten behaftet, aber auch mit hervorragenden positiven Eigenschaften. Man sieht (was auch schon in der Edda steht): Krieg und Kampf sind nicht alles, stattdessen kommen Magie, Sinnlichkeit und Freude nicht zu kurz (gekämpft wird natürlich auch). Dabei gelingt es dem Autor, die einzelnen Erzählungen der Edda in eine logische Reihenfolge zu bringen und daraus quasi eine Geschichte aus einem Guß zu machen. Dabei blieb nicht aus, daß sich der Autor bei sich widersprechenden Versionen der Originalerzählung für eine Variante entscheidne mußte, was das Lesevergnügen jedoch steigert. Noch wichtiger: der Humor, der schon in der Edda anklingt, kommt nicht zu kurz! Leider sind gerade die nordischen Mythen immer wieder von Anhängern rechten Gedankenguts vereinnahmt worden, obwohl der Inhalt dies nicht hergibt. Hier ist jedoch einer, der sie dahin zurückholt, wo sie hingehören: zu allen Menschen, die sich dafür interessieren, ideologie- und wertfrei.
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29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Endlich mal ein Autor, der es schafft, in einer sehr lockeren und spritzigen Art die Götterwelt der Germanen zu beschreiben. So z.B. warum Odin nur ein Auge hat, wie Thor zu seinem Hammer kam und warum die Alben Albträume bringen. Dieses Buch liest sich für Experten genau so spannend wie Laien. Wunderbar unterstützt durch einzigartige Zeichnungen und ein Register und Quellenverzeichnis im Anhang. Ein absolutes Muss für jeden Fan alter Sagen und Mythen.
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Vor 23 Monaten von Ellbogen veröffentlicht
märchenhafte schilderung
dieses buch schildert farbenfroh und märchenhaft die geschichte der nordischen götterwelt. langeweile kommt hier beim lesen sicherlich nicht auf. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Sonja Schubert veröffentlicht
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Sehr guter Einstieg in nordische Mythologie
Ich finde dieses Buch ist eine sehr guter Einstieg in die nordische Mythologie. Es ist leicht verständlich und gibt einen ohne großes Nachschlagen einen guten... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Februar 2007 von R. Scherbarth
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