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Die wilde Gabe: Roman
 
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Die wilde Gabe: Roman [Gebundene Ausgabe]

Ursula K. Le Guin , Florian F. Marzin
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: Piper (März 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492701094
  • ISBN-13: 978-3492701099
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 122.255 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ursula K. Le Guin
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ursula Le Guin gehört zu den großen Erzählstimmen der Science Fiction und Fantasy. Mit ihrem Erdsee-Zyklus und Romanen wie Planet der Habenichtse hat sie Werke geschaffen, die heute bereits zu zeitlosen Klassikern geworden sind und die Phantastik nachhaltig beeinflusst haben. Le Guins neuester Roman Die wilde Gabe richtet sich vor allem an ein jugendliches Publikum und stellt einmal mehr ihre erzählerische Meisterschaft unter Beweis.

Verstreut in der wilden Landschaft des Hochlands leben zahlreiche Klans, die über magische Gaben verfügen, die in direkter Linie vom Vater zum Sohn und von der Mutter zur Tochter vererbt werden. Diese Gaben verleihen ihnen ungewöhnliche, mitunter sogar gefährliche Kräfte. So können manche von ihnen furchtbare Krankheiten verbreiten oder die Gliedmaßen eines Menschen grotesk verdrehen.

Der sechzehnjährige Orrec ist der Sohn des Brantors Canoc aus dem Hause Caspromant, dessen besondere Fähigkeit das “Auflösen” ist. Dies ist eine besonders Schrecken erregende Gabe, denn sie erlaubt es ihrem Besitzer, mit einem Blick einen Menschen oder ein Tier zu töten. Doch Orrec hat keine Gewalt über seine Fähigkeit -- er muss eine Augenbinde tragen, damit er seine zerstörerische Kraft nicht versehentlich einsetzt. Auch seine beste Freundin Gry hadert mit ihren Fähigkeiten. Sie besitzt die Gabe, Tiere herbeizurufen, doch sie weigert sich, diese -- wie es in ihrer Familie üblich ist -- für die Jagd einzusetzen. Gemeinsam versuchen Orrec und Gry der Bedeutung ihres magischen Erbes auf die Spur zu kommen, das für sie Hoffnung und Fluch zugleich ist.

Der mit dem PEN/USA Award ausgezeichnete Roman beschäftigt sich vor einem phantastischen Hintergrund mit den sehr realen Fragen und Problemen junger Menschen. Welche Kräfte und Fähigkeiten stecken in mir? Wie stark bin ich den Traditionen meiner Familie verpflichtet? Was heißt es, den eigenen Weg zu finden? Le Guins poetischer Erzählstil ist dabei angenehm unaufgeregt und vermeidet jegliches Action-Gebaren. Die ungewöhnliche Geschichte dürfte nicht nur Jugendliche in ihren Bann ziehen. Erfreulich auch, dass die Autorin bereits an einer Fortsetzung arbeitet, die noch im Jahr 2006 in den USA erscheinen soll. --Steffi Pritzens

Kurzbeschreibung

Ihre Romane zählen zu den meistgelesenen Werken der Fantasy. Der »Erdsee«-Zyklus verschaffte ihr Weltruhm. Nun erweckt Ursula K. Le Guin ein neues phantastisches Reich zum Leben: »Die wilde Gabe« führt in ein abgelegenes Hochland, in dem die Menschen über unheimliche magische Begabungen verfügen. So auch der junge Orrec, der andere mit seinem Blick töten kann. Doch Orrec hat die Gabe nicht unter Kontrolle. Bis eines Tages ein geheimnisvoller Fremder auftaucht und Orrec erkennt, daß das Rätsel der Gabe und sein bisheriges Leben auf einer Lüge beruhen ... Mit seinen schillernd gezeichneten Charakteren und überraschenden Wendungen ist »Die wilde Gabe« Ursula K. Le Guins lang erwartetes neues Meisterwerk. Ihr »Erdsee«-Zyklus eroberte weltweit ein Millionenpublikum. In »Die wilde Gabe« erschafft Ursula K. Le Guin ein neues magisches Universum mit dem Zeug zum Bestseller-Erfolg.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Wunderschön schmückt die Autorin ihre Welt aus. Das Gesellschaftsbild in Hoch- und Tiefland wird zwar jeweils eher nur angedeutet, beiläufig werden die Lebensweisen beschrieben, und doch oder gerade deswegen kommt alles so rüber, als würde es genau so passen und nicht anders. Der Fantasyrahmen des Romans besteht vorrangig in den magischen Gaben der Hochlandbewohner, deren Mystik sehr realistisch wirkt, wie in einer anderen Rezension hier schon erwähnt gibt es einen Hang zum Schamanistischen. Zweitrangig ist diese fiktive Welt selbst als fantastisches Element zu sehen, und hier vor allem die Religion und die Legenden, die Literatur der Tieflandbewohner, die nebenbei immer wieder nur als Andeutung einfliesst, die aber doch das für mich schönste Stilmittel des Buches ausmacht. Die Autorin baut traumhafte, anmutige Märchen in eine Geschichte aus Geschichten ein. Ihre Märchen beginnen mit "Damals, als Cumbelo König war...", sie reichen von einer kranken Wittwe mit vier Töchter, die nur das Wasser aus der Quelle des Meeres heilen kann, bis zum Märchen vom Aschenprinz. Und diese Geschichten fliessend nicht als Gegenstände, sondern als direkt von den Personen der Handlung erzählte Geschichten ein. Das Geschichtenerzählen ist die eigentliche Welt der Hauptperson, des jungen Orrec, und nicht seine besondere Gabe, mit der er hadert.
Da der Autorin diese Verehrung des Geschichtenerzählens so wunderbar gelungen ist, treten die Fantasyelemente im Kern der Geschichte weit in den Hintergrund. Ich habe von Ursula K. LeGuin schon Bücher gelesen, die als literarisch so wertvoll gesehen werden könnten, dass es mir fast in der Seele wehtut sie in der klischeebehafteten Fantasyecke zu finden, und die Wilde Gabe ist ein absolut typisches Beispiel dafür.
Allein ihre Art Natur und Tiere in ihre Geschichten einzubinden liebe ich über alles, und auch dabei ist sie hier in ihrem neuen Roman wieder in Höchstform. In diesem Bereich können ihr sogar manch grosse Literaten nicht das Wasser reichen, sie beschreibt vom Ameisenhaufen bis zu den höchsten Berggipfeln und Baumwipfeln alles mit einer Grazie, die zum Träumen einlädt.
Einmal mehr ein Buch, an dass ich sehr hohe Erwartungen hatte, die sogar übertroffen wurden. Eine Fortsetzung finde ich wäre allerdings nicht nötig, denn das Ende der Geschichte ist zwar unerwartet, doch in sich schlüssig und trotz allem wunderschön.
Und einmal mehr ein Buch, das eine unbeachtete Perle auf dem unüberschaubaren Büchermarkt dastellt, vielleicht sogar ein verkanntes Meisterwerk.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Etwas andere Fantasy 12. August 2007
Von S. Nagel
Format:Taschenbuch
Ursprünglich stand ich der Autorin sehr skeptisch gegenüber, da ich nur die miserablen Fernseh-Verfilmungen von Erdsee kannte.
Dann hab ich aus Lesenot einen Spontankauf getätigt - und weil mich die Inhaltsangabe angesprochen hat - und siehe da! Ein Glückstreffer!

LeGuin legt in ihrer Geschichte sehr viel Wert auf die emotionalen Hochs und Tiefs des Bauernsohns Orrec. Im Vordergrund steht die Beziehung zu seinem Vater, die zwischen kindlicher Liebe, der Angst, ihn zu enttäuschen und Hass für den Verrat des Vaters steht. Außerdem geht es noch um die komplizierten Beziehungen der Clans zueinander und die Liebe zu Orrecs Jugendfreundin Gry. Normalerweise finde ich Liebesgeplänkel ja "pfui-bäh" aber in diesem Fall war es glaubhaft und nicht kitschig/klischeehaft - keine überflüssigen Schmalzdialoge, kein endloses Geknutsche, keine Softporno-Einlagen, eigentlich gar kein Sex und kein Eifersuchtsdrama - geschrieben, was mich sehr angesprochen hat.

Klassische Fantasy darf man hier nicht erwarten. Weder begeben sich 4 bis 250 Gefährten auf eine gefahrvolle Reise gegen einen finsteren Lord/Zauberer, der zum x-ten Mal von den Toten auferstanden ist, noch schlägt die Autorin mit Fabelwesen und epischen Schlachten um sich. Der Fantasy-Anteil der Geschichte ist als dezent zu bezeichnen und erinnert eher an so eine Art Schamanismus. Aber auch ohne ein Massenaufgebot an Drachen, Orks oder Feen hat die Autorin eine eigene Welt geschaffen und erzählt dem Leser eine spannende Geschichte mit fesselnden Charakteren.

Das Buch ist eine sehr angenehme Abwechslung zu den einheitlichen Möchtegern-epischen-Schinken, die dem geneigten Leser ja in Massen serviert werden. Wer gerne mal einen Fantasy-Roman lesen möchte, in dem die Probleme der Hauptperson wichtiger sind, als das Schicksal des Universums, dem kann ich das Buch wärmstens ans Herz legen.

Eingefleischten Fans epischer Fantasy, die Werke á la Tolkien bevorzugen, rate ich zu einer Leseprobe. Bücher - und besonders Fantasy-Romane - sind und bleiben nun mal Geschmackssache.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bihu
Format:Taschenbuch
Vorneweg: LeGuins neuestes Werk kann die Leser,wie schon die Erdsee-Bücher, in zwei Gruppen spalten: diejenigen, die es lieben und diejenigen, die es nicht mögen. Dazwischen gibt es eigentlich nichts.

Auch in "Die Wilde Gabe" beweist die Autorin wieder einmal ihr außergewöhnliches Talent zur Beschreibung von Landschaften, Charakteren und vor allem Gefühlen. Ihr poetischer Schreibstil ist erfrischend und lässt den Leser wundervoll in diese neue Welt eintauchen. Wie ebenfalls von ihr gewohnt bewegt sich die Geschichte nicht in einer Standartfantasywelt sondern ist gespickt mit interessanten Ideen, die dem Leser behutsam und liebevoll nähergebracht werden. Beim Lesen merkt man, wie viele Gedanken hinter der Welt stecken.

Genauso verhält es sich mit den Charakteren. Sie sind liebenswürdig und dank des Ich-Erzählers fühlt man sich sofort mit der Hauptperson Orrec verbunden. Man freut sich mit ihm und leidet mit ihm, und die Taten der Charaktere sind alle nachvollziehbar. Sowieso ist der Roman sehr emotional und nichts für Leser, die mit tiefen Gefühlen nichts anfangen können. Man muss sich darauf einlassen können, um die ganze Tiefe des Romans erkennen und genießen zu können. Dann wird man es nicht bereuen, denn zudem gibt es noch eine tolle, unerwartete Auflösung.

Action-Liebhaber seien allerdings gewarnt: subtile Spannung kommt eher schwer auf, sie entsteht durch das Interesse an den Charakteren, weniger durch die Handlung, Action gibt es nahezu keine und die Handlung ist eher spärlich. Wer davon viel erwartet sollte es sich besser nicht zulegen. Ebenso wenig sollte man sich auf den Klappentext verlassen, der meiner Ansicht mit Spannung lockt, die es so im Buch nicht gibt.

"Die Wilde Gabe" ist eher ein Roman über die Selbstfindung eines jungen Menschen, mit großen und kleinen Problemen; ein Roman, der zum Träumen und Nachdenken anregt. Fans von LeGuin und Freunde poetischer und ruhigerer Romane mit viel Tiefgang und komplexen Charakteren zieht der Roman jedoch in seinen Bann und wenn das einmal geschehen ist lässt er einen nicht mehr los.

Tipp: mit etwas ruhiger, entspannter Musik ist es ein noch tolleres Lese-Erlebnis.
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