Christof Mauch, von 2002 bis 2006 Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Washington, kennt sich in Amerika und mit der amerikanischen Geschichte bestens aus. Und dieses kleine Buch dürfte sich zu einem Renner entwickeln. Denn das Interesse an den USA ist hierzulande groß und die Fragen, die der Autor ausgesucht hat, sind nicht für den Fachmann ausgesucht, der sich an ihnen sicher nicht die Zähne ausbeißen wird. Sie sind jedoch für eine breites Publikum aufgeschrieben worden:
Welches sind nun die am häufigsten gestellten Fragen zur amerikanischen Geschichte? Wer diese Frage beantworten muss, braucht bei den ersten Fragen sicher nicht lange zu überlegen - aber viel schwieriger wird es dann schon bei der Beantwortung dieser oft kniffligen Fragen. Denn wer kann schon auf Anhieb solche Fragen beantworten, wie: "Wer war der erste Amerikaner?", "Wer war Uncle Sam?", "Was ist ein Yankee?" oder "Was war der NEW DEAL?".
Es sind Fragen, die bestimmt interessieren und sie sind kurz und knapp beantwortet - und verständlich noch dazu. Man kann dieses Buch wie ein normales Buch von vorne nach hinten lesen und wird sein Vergnügen daran haben. Mann kann aber auch mithilfe des Inhaltsverzeichnisses hin und her springen und wird immer wieder auf eine interessante Frage stoßen. Und sollte man doch einmal auf eine Frage stoßen, die einen nicht interessiert, dann geht man einfach zur nächsten.
Dieses Buch kann man immer wieder in die Hand nehmen. Es ist eine kurzweilige Lektüre, geeignet für Bahnfahrten oder für die letzten fünf Minuten kurz vor dem Einschlafen - allerdings kann es passieren, dass man dann doch noch die eine oder andere Seite mehr liest, denn bei den präzisen und knappen Antworten merkt man gar nicht, wie die Zeit vergeht. Beim Lesen erfährt man viele Einzelheiten, die in den dicken Geschichtsbüchern nie vorkommen, die aber das Verständnis der US-amerikanischen Mentalität erleichtern. Einziges Manko des Buches sind die fehlenden Bilder - aber dann hätte man wieder einen dicken Wälzer in der Hand gehabt.