Dieses dritte Buch von Therea Revay ist fantastisch,. Es erzählt von einer Liebesbeziehung in einer sehr bewegenden Epoche, nämlich in der Zeit von 1917 -1945.Hauptprotagonisten sind die Russin Xenia Ossolin, die nach der Ermordung ihres Vaters, einem russischen Adeligen, mit ihrer Familie während der Oktoberrevolution vor den Kommunisten flieht und als Exilemigrantin in Paris landet.Außerdem der Deutsche, Maximilian Freiherr von Passau, der als Fotograf in Berlin lebt.
Nachdem auch ihre Mutter auf der Flucht verstorben ist, muss Xenia für ihre Geschwister sorgen und arbeitet in einer Näherei. Dort wird die attraktive Russin von einem Coutier entdeckt und als Fotomodel ausgebildet und das mit großem Erfolg. Durch ihren Beruf lernt sie den Berliner Fotografen Maximilian kennen und lieben.Doch als er ihr seine Liebe gesteht und sie heiraten will, bekommt sie Angst und trennt sich von ihm. Erst im Nazideutschland treffen sie sich wieder, doch Xenia ist mittlerweile mit einem anderen Mann verheiratet und hütet ein wohlgehütetes Geheimnis, das sie Maximilian nicht preisgibt.
Ihre gegenseitige Anziehungskraft ist allerdings ungebrochen und so sehen sie sich immerwieder. Doch die Zeiten sind gefährlich.Maximilian versucht mit einigen Freunden das Naziregime zu untergraben und verhilft Juden zur Flucht oder unterstützt sie mit Nahrungsmitteln und Brennholz.Auch Xenia versucht zu helfen wo sie kann.
Nicht nur die atmosphärische Beschreibung des Nazideutschlands und seine Greul, sondern auch das Leben der Exilrussen in Paris wird von Theresa Revay fantastisch beschrieben. Die Gefühle dieser vom Schicksal gebeutelten Menschen wird dem Leser deutlich vor Augen geführt und so spannend und interessant vemittelt,das man sich gut in diese Zeit hineinversetzen kann. Die Charaktere sind sehr interessante und starke Persönlichkeiten, aber hat diese Zeit diese Menschen nicht auch zu starken Persönlichkeiten werden lassen ?
Sicherlich ist "Die weißen Lichter von Paris" ein Unterhaltungsroman, aber ich finde die Autorin hat eine sehr gute Recherche betrieben und viele interessante Details in den Roman eingeflochten. Vor allem die Lebensverhältnisse und Gefühle der Randgruppen(hier Exilrussen und Juden) wurden sehr sensibel beschrieben, sodass mir so manches Mal die Tränen in die Augen stiegen.
Dieser Famlienroman hat mir ausnehmend gut gefallen und ich empfehle ihn gerne weiter. Ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung, an der die Autorin im Moment arbeitet.