- Pappbilderbuch
- Verlag: Mainz : Logophon, (1998)
- ISBN-10: 3922514898
- ISBN-13: 978-3922514893
- ASIN: B002DU9Y5M
- Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation
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Selbst wenn das in den historischen Quellen stehen sollte, ist doch die Frage, ob da gerade zu diesem Thema die Wahrheit zu finden ist, oder ob dort nicht eher steht, was dem damals passenden Bild einer chinesischen Prinzessin entsprach, die natürlich unberührt (und damit sicher nicht von einem anderen schwanger) in die Ehe gehen mußte, mithin den Preis zahlen mußte für ein patriarachlisches System, in dem der Sohn unbedingt vom König zu sein hatte.
Weiter zu dem Buch:
Männer haben viele Frauen, vor und während der Ehe.
Frauen sind lieb und brav und vor allem keusch, leben ihre Lust auf Sex während der Ehe nur mit ihrem Ehemann, und nur dann wenn dieser gerade Zeit und Lust hat, was aber auch eher selten der Fall ist.
Weibliche Lust kommt bei der Prinzessein kaum vor, und wenn dann darf sie sich nicht ausleben....
Verhält sich eine Frau anders, wie die nepalesiche Prinzessin, die - natürlich - keinerlei Neigung verspürte ihren Mann zu teilen (da sie selbst keine anderen Liebhaber haben durfte), tja, so ist diese Frau eben nicht so ganz einfach und pflegeleicht !!
Den Mann den die Prinzessin eigentlich liebt bekommt sie erst wenn der Ehemann tot ist und es (dann) erlaubt.
Dieser Mann dagegen, der die Prinzessin auch liebt, hat (mindestens) Sex mit einer Dienerin, und einer Ehefrau und trotzdem liebt er natürlich nur seiner Prinzessin.
Als Wu dann mit dem Sohn des Kaisers schläft, dieser sie heiratet und sie nach dessen Tod den Thron besteigt und die Verwandten umbringt (mithin tat, was chinesische Männer-Kaiser eben so taten) da ist sie eine Dämonin.
Meiner Ansicht nach sollte die Autorin ihre unbewußten seelischen Inhalte mittels einer Therapie aufarbeiten und nicht in einem Roman.....noch dazu mit dem Titel Weiße Tara, was dieser wohl kaum gerecht wird und ob dieser Roman der chinesichen Prinzession gerecht wird, das ist die Frage.
Vielleicht schreibt Frau Borries irgendwann nach der therapeutischen Aufarbeitung mal eine Biografie über eine Frau, die es auch in einer für Frauen schwierigen Zeit geschafft hat, sich für Frauen- und Menschenrechte einzusetzen, und dabei ein positives Verhältnis zu Männern zu haben, ohne dabei ihre sinnliche, sexuelle, lustvolle Seite verstecken oder unterdrücken zu müssen, sondern diese lebte (wenn auch ev. nicht öffentlich) mit mehreren Männern, und die diesen Männern auch mehrere Frauen zugestand (wenn auch öffentlich).
Angesichts der Tatsache, dass Frauen weltweit gesehen immer noch um ihre Rechte kämpfen müssen und (zum Teil deutlich) schlechter gestellt sind als Männer wäre das wohl angebrachter, und zwar ganz besonders von einer weiblichen Autorin (bewußt wird so eine Autorin von mir als weiblich bezeichnet).
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