Klar, er polarisiert. Das ist so wie mit Oliven: man kann sie mögen oder verabscheuen, aber die Reaktion ist eindeutig. Aber: gepanschter Wein ist nun einmal kein Originalerzeugnis'
Wenn einige dies als "zu theoretisch" betrachten, lassen sie erkennen, dass sie das Buch kaum gelesen haben, denn John Frawley macht deutlich, dass dies nur (und ausdrücklich nur!) durch eigene Arbeit möglich ist, ein echtes Verständnis der wahren Astrologie zu entwickeln.
Wie üblich gibt es Rezensenten, die der Meinung sind, wie auch bei seinen anderen Büchern zu lesen, er habe diese und jene Texte, Personen usw. nicht erwähnt. Was sie dabei allerdings auslassen: es war gar nicht die Absicht, alles und jedes zu beschreiben (was immer jemand für alles und jedes in diesen Kontext hält), sondern eine erprobte Methode darzulegen. Und genau dies geschieht hier. Da einige Rezensenten der Meinung sind, die (insbesondere) deutsche Fassung von William Lilly's Christliche Astrologie sei viel besser, kann man daraus schließen, dass sie sich damit ebenso wenig beschäftigt haben können, denn gerade die deutsche Fassung weist viele Fehler auf. Der Verlag hat einige bereinigt, aber eben nicht alle. Aber selbst wenn wir von den Fehler absehen wollen, ist Lilly's Text alles andere als leicht verständlich, ganz einfach deshalb, weil er sehr viel voraussetzt, womit wir heute keineswegs dienen können. Dazu wäre es notwendig, seine Beispiele in allen Einzelheiten durchzugehen und zu verstehen, warum und wie er dies tut, und was nicht. Hier ist es ganz anders: die Grundlagen werden ausführlich dargelegt, die Einzelnen Fragethemen in ihren verschiedenen Facetten durchleuchtet. Damit ist eine einwandfreie Arbeitsgrundlage vorhanden. Genauso, wie ein gutes Buch sein muss. Wenn die Kritiker tatsächlich die Klassiker gelesen hätten, wäre ihnen klar, dass, wie Guido Bonatti in seinem Buch der Astronomie (d. h. Astrologie) sagte: "man kann jedem Geld geben, aber das Verstehen kann man nicht weiter geben."