Es braucht Mut, eine solche Reise zu unternehmen, und den haben die Autoren. Darüber zu schreiben ist aber eine andere Sache. Als Leser gibt es unterschiedliche Erwartungen, irgendwo zwischen
- Einfach auf die Reise mitgenommen werden, von der geträumt wird
- reine Unterhaltung
- oder Informationen für eigene Planungen zu gewinnen.
Diese Erwartungen erfüllt das Buch nicht. Es ist distanziert, trocken und sehr Ich-bezogen (gerade in Afrika gilt es die eigenen Massstäbe zu vergessen) geschrieben. Menschen grüssen und winken meistens nur von Fern und sind anonym. Viele Allgemeinplätze ("es hat unglaublich viele Tiere", beschrieben werden dann nur eine Hyäne und Löwen?) ermüden.
Das Auto als "3ter" Beteiligter zu bezeichnen (wieso nicht auch die Benzinpumpe, den Kühlschrank, den Fotoapparat,..) und ihm den Namen GeU (Gelbes Ungetüm) zu geben ist das eine. Im Buch nimmt das aber eine dominierende und mühsame Rolle ein "Aber dann entdecken sie GeU", "GeU zeigt was er kann"...
Ja, es hat einige schöne Beschreibungen, zu denen sich der Leser aber ausharrend durchlesen muss.
Auf grundsätzliche Hinweise, was mitgenommen wurde, was vermisst wurde, was vor Ort erhältlich ist wird nur minimal eingegangen, der Titel "Volle Packung" liess da anderes erwarten.
Ich bin überzeugt, die beiden haben persönlich eine einzigartige Erfahrung gemacht und viel Erzählenswertes erlebt, aber das konnte nicht in dieses Buch "voll gepackt" werden.
Aus meiner Sicht nicht empfehlenswert, es gibt besseres.