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Die vierte Zeugin: Historischer Roman [Taschenbuch]

Heike Koschyk , Alf Leue
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

20. August 2012
12 Meister, ein Meisterwerk Köln im Jahre 1534. Ein ungewöhnlicher Gerichtsfall hält die Stadt in Atem: Der Londoner Geschäftsmann Richard Charman verklagt die Tuchhändlerwitwe Agnes Imhoff, um eine Schuld ihres unter rätselhaften Umständen verstorbenen Ehemanns Andreas zu begleichen. Agnes droht alles zu verlieren. Als sie versucht, ihre Unschuld an den Taten ihre Mannes zu beweisen, offenbart sich nicht nur ein Familiendrama, Stück für Stück gelangen tödliche Intrigen, Lügen und politische Verflechtungen ans Licht, die bis ins englische Königshaus reichen. Doch bis zuletzt stellt sich die Frage: Wer ist Agnes Imhoff wirklich – Opfer oder Täter? „Ein fesselnder historischer Roman nach einem wahren Fall.“ Rebecca Gablé Von den Meistern ihres Fachs: Nach „Die sieben Häupter“, „Der zwölfte Tag“ und „Das dritte Schwert“ (alle im Aufbau Taschenbuch erschienen) wieder ein opulenter, fesselnder Gemeinschaftsroman von zwölf namhaften und außergewöhnlichen Autoren historischer Romane. Mehr unter www.viertezeugin.de

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (20. August 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746628792
  • ISBN-13: 978-3746628790
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 59.833 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Dr. Tanja Kinkel, geboren 1969 in Bamberg, studierte Germanistik, Theater- und Kommunikationswissenschaft, erhielt diverse Literaturpreise sowie Stipendien. Sie ist PEN-Mitglied und hat dreizehn Romane veröffentlicht, darunter »Die Puppenspieler«, »Götterdämmerung«, »Säulen der Ewigkeit« und »Im Schatten der Königin«, die in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt wurden. Sie ist Schirmherrin der Bundesstiftung Kinderhospiz und gründete im Jahr 1992 die Kinderhilfsorganisation »Brot und Bücher e. V.« (www.brot-undbuecher.de).

Oliver Pötzsch, Jahrgang 1970, arbeitet seit Jahren als Filmautor für den Bayerischen Rundfunk. Er ist selbst ein Nachfahre der Kuisls, die vom 16. bis 19. Jahrhundert die berühmteste Henkersdynastie Bayerns waren. Mit seinen historischen Kriminalromanen hat er sich mittlerweile international einen Namen gemacht. Seine Romane erscheinen unter anderem in Brasilien, der Türkei, China, Taiwan und den USA, wo er zum New-York-Times-Bestseller avancierte. Oliver Pötzsch lebt mit seiner Familie in München. Im April 2012 erschien der vierte Teil der Henkerstochter-Saga "Der Hexer und die Henkerstochter".

Martina André wurde 1961 in Bonn geboren. Der französisch klingende Nachname ist ein Pseudonym und stammt von ihrer Urgroßmutter, die hugenottische Wurzeln in die Familiengeschichte miteinbrachte. 2007 landete Martina André mit ihrem Erstling «Die Gegenpäpstin» auf Anhieb einen Bestseller. Im gleichen Jahr folgte der Roman «Das Rätsel der Templer», der ebenfalls sehr erfolgreich war. Nach «Schamanenfeuer», «Die Teufelshure» und «Die Rückkehr der Templer» erscheint nun die spannende Vorgeschichte zum Bestseller «Das Rätsel der Templer». Martina André lebt heute mit ihrer Familie in der Nähe von Koblenz sowie in Edinburgh/Schottland, das ihr zur zweiten Heimat geworden ist. Mehr zur Autorin unter: www.martina-andre.com und www.facebook.com/Autorin.Martina.Andre

Peter Prange, geb. 1955, promovierte mit einer Arbeit zur Philosophie und Sittengeschichte der Aufklärung. Nach seinem Durchbruch als Romanautor mit "Das Bernstein-Amulett" (für die ARD als Zweiteiler verfilmt) folgte die Weltenbauer-Trilogie: "Die Principessa", "Die Philosophin" und "Die Rebellin". 2007 erschien sein Bestseller "Der letzte Harem", 2009 sein Renaissance-Epos "Die Gottessucherin", 2010 sein Künstler-Roman "Himmelsdiebe". Übersetzt in 24 Sprachen, haben seine Bücher eine internationale Gesamtauflage von über 2,5 Mio Exemplaren.

Titus Müller, 1977 in Leipzig geboren, studierte Neuere deutsche Literatur, Mittelalterliche Geschichte und Publizistik in Berlin. Er erhielt den Würth-Literaturpreis und den C.S. Lewis-Preis. "Das Mysterium" wurde 2008 mit dem Sir Walter Scott-Preis als bester historischer Roman des Jahres ausgezeichnet. Titus Müller lebt in München. Bisher erschienen von ihm: "Der Kalligraph des Bischofs", "Die Priestertochter", "Die sieben Häupter", "Der zwölfte Tag", "Die Brillenmacherin", "Die Todgeweihte". www.titusmueller.de

Heike Koschyk wurde 1967 in New York geboren und wuchs in Hamburg und Travemünde auf. Bevor sie zu schreiben begann, arbeitete sie als Heilpraktikerin in ihrer eigenen Praxis. Sie veröffentlichte Krimis, historische Romane sowie Biografien. Ihr aktueller Roman „Die Alchemie der Nacht“ ist bei Rütten & Loening erschienen. 2008 wurde Heike Koschyk mit dem Agatha-Christie-Krimipreis ausgezeichnet. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Hamburg. Weitere Informationen unter www.heike-koschyk.de.

Lena Falkenhagen wurde 1973 in Celle geboren. Im echten Leben studierte sie Germanistik und Anglistik an der Universität Hannover und arbeitet seitdem als freischaffende Autorin, Lektorin und Übersetzerin. Über die Rollenspielwelt "Aventurien" betrat sie bereits mit elf Jahren die Welt der Geschichten und verliebte sich tief ins Erzählen. Von ihren drei historischen Romanen wurde "Die Lichtermagd" mit dem DeLiA-Preis 2010 ausgezeichnet. Für Markus Heitz' "Justifiers"-Romanserie (Sience Fiction) wechselte sie mit "Undercover" in eine ferne, zukünftige Welt. Und demnächst kehrt sie im Heyne-Verlag wieder zur Fantasy zurück. Auch wenn die Reise in der Phantastik begann, wechselt Lena heute fließend zwischen vielen Welten hin und her und fühlt sich in jeder gleichermaßen zuhause. So auch in der Wahlheimat Berlin.

Alf Leue, geboren 1968 in Darmstadt, war, nach Abitur, Zivildienst und einem Studienaufenthalt in Perugia (Italien), über fünfzehn Jahre lang selbständig in den Bereichen IT und Handwerk tätig. Parallel dazu schrieb er Fachbeiträge, entwickelte Software-Dokumentationen, aber auch Texte und Konzepte für Audioproduktionen. 2005 wanderte er nach Schweden aus, wo er sechs Jahre verbrachte, bis es ihn 2011 zurück in die alte Heimat zog. Heute lebt der freiberufliche Autor und Texter wieder südlich von Frankfurt. Bisher sind die beiden Historischen Romane "Schattenfehde" und "Der Fluch des Mechanicus" sowie zahlreiche z.T. preisgekrönte Anthologiebeiträge von ihm erschienen. www.alfleue.com

Caren Benedikt, geboren 1971, wuchs in einer norddeutschen Kleinstadt auf. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten und arbeitete danach als freie Journalistin. Sie lebt heute gemeinsam mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in einem kleinen Ort in der Nähe von Bremen.

Ulf Schiewe wurde 1947 geboren. Er machte er Karriere in der Softwareindustrie und lebte lange Jahre im Ausland, in der Schweiz, Frankreich, Schweden und Brasilien. Seit frühester Jugend liebt er historische Romane und spannende Geschichten in exotischer Umgebung. Ulf Schiewe ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in München. Bisher erschienen: "Der Bastard von Tolosa" und "Die Comtessa" bei Droemer als Hardcover.

Marlene Klaus, Jahrgang 1960, lebt im Rhein Neckar Kreis.Von Haus aus Buchhändlerin, sammelte sie auch Erfahrungen als Taxifahrerin, Kellnerin und Postbotin. Gegenwärtig Mitarbeiterin in einer Stadtbibliothek. Zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien, namhaft 2007 in Mannheimer Morde, einer Krimianthologie zum 400 jährigen Stadtjubiläum Mannheims. Für ihren ersten historischen Roman "Beschützerin des Hauses" erhielt sie 2006 ein Arbeitsstipendium des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden Württemberg. Er erschien 2011 im Dryas Verlag, wo im September 2012 auch ihr zweiter Roman "Das Buch des Kurfürsten" erscheint.

Katrin Burseg arbeitete bereits während ihres Studiums (Kunstgeschichte, Literaturwissenschaften, Romanistik) in Kiel und Rom als freie Autorin für diverse Zeitungen. Danach ging sie nach Hamburg, wo sie zunächst in einem Verlag für Corporate Publishing und später wieder als freie Autorin für Zeitungen und Magazine tätig war. Heute ist sie Geschäftsführerin der Redaktionswerft, der Verlag publiziert u.a. Zeitschriften im Entertainmentbereich. Die Autorin hat bereits einige historische Romane veröffentlicht ("Die Rebellin des Papstes", edition-fredebold 2010 und "Das Königsmal", fredeboldundfischer 2008). Unter ihrem Pseudonym Karen Best erscheint im Sommer 2012 der Roman "Unter wilden Sternen" (Droemer Knaur). Mehr unter: www.katrinburseg.de.

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4.5 von 5 Sternen
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Et es mih wie joot jejange 23. September 2012
Von Bouquineur TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Köln 1534. Die Tuchhändler-Witwe Agnes Imhoff ist angeklagt, gemeinsam mit ihrem Mann Andreas den reichen Englischen Kaufmann Richard Charmann bei einem Handel mit teurem Flandrischen Tuch über den Tisch gezogen zu haben. Ihr verstorbener Ehemann kann rechtlich nicht mehr belangt werden und somit muss sich nun Agnes Imhoff dem Gerichtsprozess stellen, der sie um die ihr noch verbliebenen beiden Häuser, die ihr noch zu Lebzeiten ihres Mannes von jenem überschrieben wurden, bringen kann. War Agnes in die Machenschaften ihres Mannes verwickelt? Oder ist sie ein unschuldiges Opfer, wie sie selbst behauptet?

In dieser fünf Prozesstage umfassenden Geschichte sowie einem Part rund 20 Jahre später, weiß man als Leser selber nie so genau, woran man bei Agnes Imhoff ist. Genau wie die gegnerische Seite Zweifel an ihrer Unschuld streut so ist man auch als Leser stets im Ungewissen, ob die Kaufmannswitwe wirklich eine weiße Weste hat. Dies bleibt über weite Strecken so, da auch das gewaltsame Ableben ihres Gatten immer wieder eine Rolle spielt. Kontinuierlich bauen die Autoren den Spannungsbogen aus und schaffen es, diesen bis zum überraschenden Ende zu halten. Dabei wird dem Leser immer wieder ein ausführlicher Einblick in das Rechtssystem des 16. Jahrhunderts geboten, was was mir besonders gut gefallen hat, weil es mir hinsichtlich der rechtlichen Stellung der Frau in der damaligen Zeit einige einige neue Sichtweisen eröffnet hat.

12 Autoren, die gemeinsam einen Roman schreiben. 2 übernehmen Prolog und Epilog, die anderen 10 hauchen den Figuren in jeweils 2 Kapiteln Leben ein, geben Ihnen Profil, Struktur und eine eigene Stimme, mit denen die Geschehnisse des Jahres 1534 aus der Sicht der Beteiligten geschildert werden. Jeweils 2 Kapitel, die reichen müssen, eine Figur zum Leben zu erwecken, beim Leser Sympathie oder Abneigung zu erzielen, die Geschichte voranzutreiben und für den jeweils folgenden Autor vorzubereiten. Auch wenn die Herausgeberin Heike Koschyk im Nachwort erwähnt, es wäre diesmal kein Staffellauf gewesen, weil nicht an den Text des jeweiligen Vorgängers angeknüpft sondern eigenständige Kapitel geschrieben wurden, habe ich es dennoch als solchen empfunden. Denn auch wenn die Kapitel für sich stehen, stelle ich es mir unglaublich schwer vor, an das hohe literarische Niveau des jeweils vorangehenden Autors anzuknüpfen und die olympische Fackel der Schreibkunst ohne Bruch und ohne Verlust an den nächsten weiterzugeben. Ist das gelungen? Und ob! Natürlich behält jeder Autor seinen eigenen bekannten Stil bei, aber dennoch hätte ich kaum sagen können, wessen Abschnitt ich nun gerade lese und wo der Wechsel zum nächsten Autor stattgefunden hat, wenn ich es nicht ständig nachgeschlagen hätte. Allen beteiligten Autoren ist der Sprung zurück in eine Zeit gelungen, die über ein halbes Jahrtausend zurückliegt. Dabei sind ihnen nicht nur die Figuren wunderbar gelungen sondern sie haben auch durchgängig das Lebensgefühl meiner wunderbaren Heimatstadt eingefangen, in der vieles heute noch so ist wie in der vorliegenden Geschichte. Das ist etwas, was nur wenigen Autoren gelingt und mich hier noch zusätzlich erfreut hat.

12 Autoren, die gemeinsam einen Roman schreiben. Das mag ein Risiko sein, weil man nicht weiß, ob die Sache am Ende auch funktioniert. Et hät noch immer joot jejange, würde der pragmatische Kölner sagen, wenn er von der Idee eines Solchen Projektes hört. Et es mih wie joot jejange, et es perfek - sage ich als Kölsches Mädchen, das sich von Herzen bedankt, dass sich diese 12 großartigen Autoren einem Stück der Kölner Stadtgeschichte angenommen und es so wunderbar umgesetzt haben.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Opfer oder Täterin? 28. August 2012
Von Belle's Leseinsel TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Köln im Jahre 1534. Der Ehemann von Agnes Imhoff stirbt unter ungeklärten Umständen. Noch zu Lebzeiten hat Andreas Imhoff sein gesamtes Vermögen seiner Ehefrau überschrieben. Kurz vor seinem Ableben hatte er jedoch noch eine ganze Schiffsladung teuersten Tuchs bestellt und anschließend behauptet, nur minderwertige Ware erhalten zu haben. Nun verklagt der geschädigte Geschäftsmann Richard Charman die Tuchhändlerwitwe. Der zuständige Richter wie auch die Schöffen scheinen sich bereits im Vorfeld ihre Meinung gebildet zu haben. Agnes kämpft verbissen um ihr Vermögen und bald offenbart sich nicht nur ein Familiendrama, sondern nach und nach kommen Lügen und politische Intrigen ans Licht, die bis in die europäischen Königshäuser zu reichen scheinen.

Als würde der Kölner Stadtschreiber die Begebenheiten erzählen, so beginnt Tanja Kinkel mit dem Prolog die Geschichte. Hier, wie auch im Epilog, der von Peter Prange geschrieben wurde, stellt man sofort die unterschiedlichen Sprachstile fest. Die Geschichte an sich jedoch, die u.a. von Oliver Pötzsch, Martina André und Titus Müller erzählt wird, wirkt wie aus einem Guss. Hier merkt man absolut überhaupt nicht, dass an der Geschichte mehrere Autoren gearbeitet haben. Und so kann man es durchaus als Meisterwerk bezeichnen, was den 12 Autoren mit diesem Buch gelungen ist.

Grundlage des mittlerweile vierten Gemeinschaftromans des Autorenkreises Quo Vadis ist ein Gerichtsfall aus dem 16. Jahrhundert, der eine ganze Stadt in Atem hielt. Damals war es durchaus üblich, dass der Ehemann seiner Frau sein Vermögen überschrieb und diese bei jedem Vertragsabschluss mit unterschrieb, jedoch nach dessen Tod nicht haftbar gemacht werden konnte, da ihre Unterschrift nach römischen Recht keine Gültigkeit hatte. Dies hatte weitreichende Folgen, bei denen es nicht selten um sehr viel Geld ging und somit auch politisch relevant war. An Agnes Imhoff sollte nun ein Präzedenzfall geschaffen werden, um dieses Geschäftsgebaren zukünftig zu unterbinden. Verständlich auch, dass die Verhandlung auch Interesse bei den europäischen Königshäusern hervorgerufen hatte.

Hat also Agnes von Anfang an keine Chance, den Fall zu gewinnen? Ist sie überhaupt ein Opfer oder wusste sie bestens über die Geschäfte ihres Mannes Bescheid und ist somit Täterin? Den Autoren gelingt es perfekt, nicht nur die Stimmung zur Zeit der Reformation einzufangen, sondern sie spielen zudem geschickt mit der Figur der Agnes Imhoff. Kaum hat man sich eine Meinung über die Tuchhändlerwitwe gebildet, wird sie bereits im nächsten Kapitel wieder revidiert. Mit einer flüssigen, einnehmenden und farbenprächtigen Sprache vermitteln die Autoren dem Leser die wahre Begebenheiten fesselnd und durchaus auch richtiggehend spannend - hierbei handelt es sich eindeutig um einen historischen Kriminalfall.

Die Geschichte basiert – wie bereits oben erwähnt – auf ein wahres Geschehen, allerdings haben die Autoren aus dramaturgischen Gründen den Gerichtsfall etwas gestrafft und die Gerichtsbarkeit von Speyer nach Köln verlegt. Und keine Sorge, die Geschichte spielt nicht nur vor Gericht, wirkt nie trocken erzählt und räumt zudem viel Platz dem Privatleben der mitwirkenden Figuren ein. Somit wirkt die Geschichte von Anfang bis Ende absolut rund und schlüssig erzählt.

Neben der interessanten und spannend erzählten Geschichte, sind auch die Charaktere bis in die kleinste Nebenrolle wunderbar herausgearbeitet. Allen voran natürlich die Figur der Agnes Imhoff. Die äußerst attraktive junge Frau wirkt in einer Szene wie ein verschüchtertes, hilfloses junges Mädchen, welches ihr Leben neben einem herzlosen Ehemann fristen musste, im nächsten Kapitel dann wieder wie eine selbstbewusste Geschäftsfrau, die sehr genau weiß, wie sie die Männerwelt um die Finger wickeln kann.

Fazit: Ein von Anfang bis Ende spannend und unterhaltsam erzählter Roman mit hervorragend herausgearbeiteten Charakteren und einer interessanten und politisch brisanten Geschichte, die auf einen wahren Gerichtsfall beruht und damals selbst die europäischen Königshäuser beschäftigt hatte. Wirklich eine gelungene Umsetzung der 12 Meister-Autoren.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die vierte Zeugin 7. September 2012
Von HeikeM TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Viele Köche verderben den Brei, so sagt der Volksmund. Trifft dies im übertragenen Sinn auch auf Autoren zu? "Die vierte Zeugin" ist ein Projekt des Autorenkreisen Quo Vadis, dem Tanja Kinkel, Oliver Pötzsch, Martina Andrè, Peter Prange, Titus Müller, Heike Koschyk, Lena Falkenhagen, Alf Leue, Caren Benedikt, Ulf Schiewe, Marlene Klaus und Katrin Burseg angehören. Gemeinsam erzählen sie die Geschichte der Tuchhändlerwitwe Agnes Imhoff, die von dem Londoner Händler Richard Charman verklagt wird, die Geschäftsschulden ihres durch undurchsichtige Umstände ums Leben gekommenen Ehemannes zu begleichen. Der Roman basiert auf einem Dokument über eine Gerichtsverhandlung aus dem 16. Jahrhundert, das beim Einsturz des Kölner Stadtarchives schwer beschädigt wurde. Jeder der AutorInnen steht Pate für eine der im Roman handelnden Personen bzw. den Prolog und den Epilog. Ich hatte damit gerechnet, dass es bei den verschiedenen Abschnitten zu deutlich spürbaren Stilwechseln kommen würde. Da aber jede Person, die ihre Sicht der Dinge darlegt, von einem anderen Autor beschrieben wurde, sind diese Brüche nur vermeintlich. Beim Lesen hatte ich immer das Gefühl, das gerade durch den Wechsel der Autoren die Figuren besonders individuell erscheinen. Somit hat jede einen anderen Charakter und zeigt Facetten, die die Handelnden sehr wirklichkeitsgetreu erscheinen ließen. Der Spannungsbogen wurde konsequent gehalten und auch als es zu einem Zeitsprung kommt und die Geschichte viele Jahre später fortgesetzt wird, der Leser den Ausgang des Prozesses schon kannte und das Ende der Geschichte erahnte, kam es noch einmal zum deutlichen Aufleben der Spannung und somit zum Finale Grande. Bei diesem historischen Roman handelt es sich aber keineswegs um einen trockenen Gerichtsroman. Die Autoren erwecken die damalige Zeit zum Leben und schicken Figuren auf die Handlungsbühne, die dem Leser den Alltag vor etwa 500 Jahren vor Augen führen. Dabei stehen Fragen zu den Rechten einer Frau in der damaligen Zeit im Mittelpunkt. Deren Tragweite wird erst so richtig klar, verdeutlicht man sich, dass Dokumente über diesen Prozess die Jahrhunderte überdauerten.
Von dem Autorenkreis Quo Vadis sind als Gemeinschaftsromane bereits "Das dritte Schwert", "Der zwölfte Tag" und "Die sieben Häupter" erschienen. Nachdem ich weiß, dass der von vielen Köchen zubereitete Brei verdorben sein soll, kann ich nach der Lektüre von "Die vierte Zeugin" sagen, diese 12 Autoren stehen für hervorragende, historisch fundierte Unterhaltung. Zu den bereits erschienenen historischen Romanen der Autorengruppe werde ich nach und nach auch noch greifen.
Mein Fazit: Wer einen historischen Roman, der auf einem realen Fall basiert, mit großartig gezeichneten Personen lesen möchte, wird mit "Die vierte Zeugin" sicher sehr gute und spannende Unterhaltung finden.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Gut recherchiert
Ein tolles Buch! Viele Köche verderben nicht immer den Brei. Schade um die Akten im Archiv. Kann man getrost weiterempfehlen.
Vor 10 Stunden von Karin Meier veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sehr überzeugend
Agnes Imhoff ist Witwe eines wohlhabenden Kölner Tuchhändlers. Sie kommt nicht zur Ruhe, nicht nur, weil sie glaubt, dass ihr Mann ermordet wurde. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Henriette veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Beste historische Unterhaltung
Heike Koschyk und Alf Leue sind die beiden Herausgeber des neuen Gemeinschaftsromans der Quo-Vadis-Autoren. Insgesamt haben zwölf namhafte Autoren an diesem Roman mitgewirkt. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Eliza veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk von zwölf Autoren
Dieser historische Kriminalroman ist ein Gemeinschaftswerk von zwölf Autoren des Autorenkreises „Quo Vadis“. Er basiert auf einem wahren Prozess, der in Köln im 16. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Zabou1964 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Neid, Missgunst und Habgier verpackt in eine tolle Geschichte!
Agnes Imhoff ist vor kurzem Witwe geworden. Nun zerrt sie ein Geschäftsmann aus London vor Gericht, weil ihr verstorbener Ehemann ihn betrogen hat. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Tuppi veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Vorabwertung
Kann noch nicht abschließend beurteilt werden. Finde etwas mühsam rein. Mag an mir liegen. Bin erst am 4/5 Verhandlungstag. Spannungsbogen scheint sich etwas zu spannen.
Vor 4 Monaten von Karl veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Gute Unterhaltung
Freunde von Romanen in historischem Gewand werden von dem namhaften Autorenteam gut unterhalten.
Trotz der eher holzschnitzartig gestalteten Figuren eine lesenswerte... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Wildlife veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen etwas enttäuschend
also von der Autorin Tanja Kinkel habe ich schon bessere Romane gelesen - lediglich den Schluß finde ich dann doch ganz okay
Vor 5 Monaten von Birgit Schiefer veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Die vierte Zeugin
Sehr gutes und spannendes Buch und gut geschrieben. War nicht das letzte Buch, dass ich von Tanja Kinkel gelesen habe.
Vor 5 Monaten von Max Maxi veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Ein wahrer historischer Kriminalfall
Vor noch nicht allzu langer Zeit hat man Agnes Imhoffs Gatten tot aus dem Rhein gefischt. Inzwischen will ein Gläubiger des Andreas Imhoff sie auf Schadenersatz verklagen. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Rosemarie Lerchenmüller, Lerchie veröffentlicht
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