Gruslig ist's, richtig packend, und : Vorsicht, das Buch klebt an den Fingern bis zur letzten Seite!!! Was Krimis angeht, da ist Andrew Taylor ein alter Hase, mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, auch mit Jugendbüchern hat er sich der 49 jährige Autor einen Namen gemacht. Sein jetzt im Zsolnay-Verlag erschienener Kriminalroman „Die vier letzten Dinge" ist ein überaus raffiniert komponiertes Handlungsthema, das auch in seinen Variationen stets gradlinig und fast stur konsequent einem grausamen Höhepunkt entgegensteuert. 4 Jahre ist sie alt, die kleine Lucy, als sie, in einem unbewachten Augenblick bei ihrer Tagesmutter entführt wird. Sensibel, mitfühlend, sehr realistisch und fast aus einem grausamen Alltag abgeschrieben schildert Taylor den Alptraum, der für Lucys Eltern beginnt: Michael , Polizeibeamter und Sally, die gerade ihre erste Pfarrstelle angetreten hat. Ein Polizeiapparat setzt sich in Gang, schreckliche Funde lassen das Schlimmste befürchten. Alle Spuren haben die Handschrift von religiösem Wahn und Perversion, führen zu der Lehre von den vier letzten Dingen: Tod und Gericht, Himmel und Hölle. Was für die Polizei ein Rätsel ist, zeigt Michaels Paten, dem Geistlichen David Byfield die Lösung. Geschickt und mit hochempfindsamen Gespür für Spannung wechselt Taylor immer wieder die Fronten, gewährt dem Leser Einblick in die brisante Situation des jungen Opfers, in Situationen, die für die Polizei noch im dichten Nebel ihrer Ermittlungen liegen. END