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Noch bevor der Bruch mit Tradition und Konvention zum Eklat führt, bricht eine ganz andere Katastrophe über die Welt der Eulen herein: Die "Monstereule" (ein Uhu!) kehrt zurück und richtet unter den Waldbewohnern ein Gemetzel an. Was gerade noch wider alle guten Sitten war, ist jetzt der Schlüssel zum Überleben: Die drei Eulensippen vereinen ihre Kräfte und ziehen gemeinsam in die Schlacht.
Gute Tierfantasy in der Qualität von Unten am Fluß ist rar. Denn sie muss einerseits ihren Haupthelden das unverwechselbare Gepräge der beschriebenen Tierart verleihen, sollte aber andererseits auch eine für Menschen bewegende Geschichte erzählen. Martin Hocke gelingt das glänzend: In getragener Sprache und mit vielen philosophischen Abschweifungen lässt er den weisen Steinkauz Yoller auf sein Leben zurückblicken -- und erzählt dabei auf sehr "eulenhafte" Weise eine Geschichte, wie sie menschlicher nicht sein könnte. Der Kampf der Eulen, bei dem es unter dem Mantel von Sitte und Moral letztlich um Territorien und Futter für den Nachwuchs geht, ist eine Parabel auf menschliche Konflikte.
Die verlorenen Wälder ist der dritte von Martin Hockes Eulen-Romanen: In Der Krieg der Käuze ist die Hauptfigur ein unterdrückter Steinkauz, Zeit der Eulen schildert das Geschehen aus der Sicht von Hunter, Yollers Freund unter den Schleiereulen. Die drei Romane sind jeder für sich lesbar und erzählen dabei eine einzige Geschichte -- jeweils aus der Sicht eines der drei verfeindeten Völker. --Birgit Will
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Eulen-Fabel um Konflikte zwischen verschiedenen Arten,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die verlorenen Wälder (Taschenbuch)
Martin Hockes 'Die verlorenen Wälder' ist ein Roman rund um drei grundverschiedenen Eulenarten und die Konflikte, die durch deren Zusammenleben entstehen. Die Geschichte wird aus den Augen eines Walkauzes erzählt, der sein Lebensende nahen sieht. Dabei geht es um Krieg, Vertreibung, hinterlistigen Mord und natürlich auch um die Liebe zwischen Eulen aus befeindeten Arten. Die Stimmung ist, bedingt durch die schrecklichen Ereignisse, die die erzählende Eule erlebt hat, das ganze Buch über sehr gedrückt, fast schon deprimierend. Und nach den über 540 Seiten bleibt diese Stimmung bestehen, man weiss jedoch nicht recht, warum, denn die Anspielungen auf die menschliche Geschichte sind leider zu plakativ, um dem Roman wirklichen Tiefgang zu verleihen.
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