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Die verlorenen Schuhe [Gebundene Ausgabe]

Gina Mayer
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

18. Januar 2010
Als sie sich im Winter 1944/45 erstmals begegnen, liegen Welten zwischen Inge aus Schlesien und Wanda aus Polen. Inges Gedanken kreisen um die nahe Zukunft: das Abitur, das Konservatorium und die bevorstehende Eheschließung mit Wolfgang von Brandt. Die Folgen des Krieges registriert sie höchstens am Rande, die Fremdarbeiter auf dem elterlichen Gut nimmt sie kaum wahr. Wanda dagegen hat den Krieg bereits hautnah erlebt: Wie es ihrer Familie geht, weiß sie nicht. Die Deutschen haben sie aus Krakau verschleppt, die Zukunft liegt bereits hinter ihr. Alle Kraft konzentriert sie auf das Hier und Jetzt, jedes Fehlverhalten kann tödlich sein. Als die Rote Armee naht, müssen Inge und Wanda ihren Weg nach Westen gemeinsam finden. Das Überleben der einen liegt in der Hand der anderen. Für ihren Roman hat Gina Mayer viele Zeitzeuginnen befragt. Eines dieser Interviews ist im Anhang abgedruckt. Historischer Roman. Ab 13 Jahren

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Thienemann Verlag; Auflage: 1. (18. Januar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 352220073X
  • ISBN-13: 978-3522200738
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 15 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 499.060 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Gina Mayer, 1965 in Ellwangen geboren, lebt mit ihrer Familie in Düsseldorf. Sie studierte Grafik-Design und arbeitete einige Zeit als Werbetexterin. Nach der Geburt ihrer beiden Kinder, begann sie Bücher zu schreiben. 2006 erschienen ihre ersten Romane. Sie schreibt für Erwachsene und Jugendliche, am liebsten Krimis.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
29 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur ein Buch für Jugendliche 26. Juli 2010
Von robby-lese gern TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Der mir vorliegende Roman von Gina Mayer"Die verlorenene Schuhe" ist eigentlich als Roman für Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren geschrieben worden, aber auch mir hat er ausgesprochen gut gefallen.

Eine Geschichte zweier junger Mädchen aus Oberschlesien,die sich,nachdem die Ostfront immer näher rückt,auf den Weg nach Westen machen.
Inge und Wanda haben in der Stunde der Not zusammengefunden. Inge ist die Tochter eines Gutbesitzers in Oberschlesien,die wohlbehütet aufgewachsen ist und auf ihre baldige Hochzeit mit ihrem Verlobten wartet.
Wanda ist Zwangsarbeiterin auf Gut Hohenau, dem Gut von Inges Eltern. Obwohl die polnischen Zwangsarbeiter auf dem Gut der Hohenaus im Gegensatz zu anderen Gütern sehr gut behandelt werden, hasst Wanda die Deutschen und alles was mit ihnen zu tun hat.Obwohl mit der deutschen Sprache aufgewachsen , weil ihr Vater lange in Deutschland als Professor gearbeitet hat, gibt sie nicht zu erkennen, dass sie die Sprache spricht, auch als Inge versucht Kontakt mit ihr aufzunehmen.

Erst als die Ostfront näher rückt und die beiden Mädchen die einzigen sind,die sich auf Gut Hohenau wieder einfinden,von allen anderen wissen sie nicht wo sie sind, raufen sie sich zusammen und machen sich auf die Flucht nach Westen. Ihr Weg wird beschwerlich und teilweise auch gefährlich und der Spruch ihres Vaters "Trau-schau wem!", bewahrheitet sich für Inge mehr als einmal. Sie werden bestohlen,von russischen Soldaten belästigt und entgehen mehr als einmal nur per Zufall dem Tod. Ihr langer Weg führt sie von Bankau in Oberschlesien bis nach Nördlingen in Bayern, immer auf der Suche nach Inges Angehörigen und auf der Suche nach einer Heimat,denn dass sie nie wieder nach Hause können wird ihnen immer klarer.

Gina Mayer versteht es ausgezeichnet, die damalige Zeit einzufangen, die Ängste und die Lebensumstände der Flüchtlinge zu beschreiben, dass es für Jugendliche, aber auch für uns Erwachsene, gut vorstellbar wird,wie es sich damals zugetragen hat.Gut nachvollziehbar erzählt die Schriftstellerin auch die Wandlung in der Beziehung zwischen Inge und Wanda, die zuerst durch Hass und Misstrauen geprägt wird und zum Schluss in Vertrauen und Freundschft endet. Wie die beiden aufeinander angewiesen sind in den Zeiten der Not und nur Vertrauen und Teilen hilft, wenn man die Prüfung bestehen will.

Ich finde,um das Schicksal der Flüchtliche für Jugendliche erlebbar zu machen, eignet sich dieses Buch ganz fantastisch und es wäre schön,wenn man solche Bücher in der Schule verwenden würde,um den manchmal trockenen Lehrstoff aufzulockern.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwei Mädchen auf dem Weg nach Westen 8. April 2010
Von Edith Nebel TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Gut Hohenau bei Bankau, Schlesien, 1944: Inge Baken, die Tochter des Hauses, steht kurz vor dem Abitur, träumt von einem Studium am Konservatorium in Breslau und von einer Ehe mit dem Nachbarssohn Wolfgang von Brandt.

Im Januar 1945 wird Inges Vater eingezogen und sie selbst kehrt wieder nach Kreuzburg an die Schule zurück. Doch die Front rückt näher, die Schule wird bereits nach wenigen Tagen wieder geschlossen. Vernünftig wäre es nun, wenn Inge von Kreuzburg aus in Richtung Westen fliehen würde. Doch es zieht sie nach Hause, in Richtung Osten. Als sie auf dem elterlichen Gut ankommt, ist die Familie schon fort. Der Hund liegt erschossen im Hof und der einzige Mensch, den sie noch antrifft, ist ausgerechnet die 18-jährige polnische Zwangsarbeiterin Wanda.

Inge hält Wanda für einen mürrischen Trampel, Wanda hält Inge für ein weltfremdes, verwöhntes Prinzesschen. Doch beiden ist klar: Sie müssen hier weg, ehe die Russen kommen. Und auch, wenn sie einander nicht ausstehen können, haben sie bessere Chancen, wenn sie sich zusammentun. Sie spannen Inges Pferd vor den Wagen, raffen alles zusammen, was ihnen für ihre Flucht nützlich erscheint und machen sich auf den Weg nach Westen. Um Wanda nicht zu gefährden, geben sie sie auf der Flucht als Inges ältere Schwester Waltraud aus.

Man kann nur grob zusammenzufassen was Inge und Wanda/Waltraud auf ihrem rund 800 km langen Weg in den Westen erleben. Sie trennen sich und finden wieder zusammen, sie schließen sich einer Gruppe an, werden bestohlen, betrogen und übervorteilt, abgewiesen und enttäuscht, überfallen und gerettet. Sie erleiden Hunger und Verzweiflung - und stellen mit der Zeit fest, dass sie gar nicht so verschieden sind, wie sie anfangs dachten. Das ist nicht weiter erstaunlich, denn jetzt, da auch Inge alles verloren hat, gleichen sich die Lebensumstände der beiden jungen Frauen mehr denn je: zwei höhere Töchter, entwurzelt und auf sich selbst gestellt, die über Nacht dazu gezwungen wurden, alle bisherigen Vorstellungen und Illusionen über Bord zu werfen und erwachsen zu werden. Nur dass Wanda aufgrund ihres Schicksals als verschleppte Zwangsarbeiterin einen gewissen Vorsprung an schlechten Erfahrungen und verlorenen Hoffnungen hat.

Mehr oder weniger durch Zufall landen die beiden jungen Frauen im Frühjahr 1945 im schwäbischen Nördlingen. Wanda hat inzwischen einen deutschen Pass auf den Namen Waltraud Baken. Pragmatisch wie sie ist, hat sie sich in ihrem neuen Leben eingerichtet. Inge dagegen ist immer noch auf der Suche nach einem Ziel, einem Zuhause. Dass die Vergangenheit sie in Gestalt alter Bekannter einholt, ist allerdings ein Schock. Fliegt Wandas falsche Identität nun auf?

Der Leser hofft, bangt und leidet mit den beiden Mädchen. Das geht sicher nicht nur der jugendlichen Zielgruppe so, für die das Buch geschrieben wurde, und die sich mit den Erlebnissen von Altersgenossen erfahrungsgemäß besonders gut identifizieren können. Auch längst erwachsene Leserinnen und Leser lassen sich von dieser Geschichte mitreißen.

Aufschlussreich dürfte der Roman vor allem für Leser sein, deren Vorfahren in Folge des Zweiten Weltkriegs zu Flüchtlingen und Heimatvertriebenen wurden. Wenn Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern überhaupt aus jener Zeit berichten, bekommt man die Episoden von abgeklärten Erwachsenen erzählt, die eine Distanz von Jahrzehnten zu dem Erlebten haben. Und die nur das berichten, was sie erzählen wollen und verkraften können. Ein vollständiges Bild der Ereignisse ergibt sich auf diese Weise kaum. Zudem kann man sich nur schwer vorstellen, dass die alte Dame aus der Verwandtschaft ein Teenager war, als sie in den Strudel dieser Ereignisse geriet. Da identifiziert man sich leichter mit einer Romanfigur im entsprechenden Alter, die alles in diesem Moment zu erleben scheint.

Gerne hätte man noch mehr über das weitere Schicksal von Wanda und Inge erfahren. Aber ihr ganzes Leben zu erzählen, das hätte den Rahmen dieses Buchs gesprengt. Wanda, die vernünftige und unsentimentale, wird ihren Weg sicher gemacht haben. Ob ihre Nachkommen jemals ihre wahre Geschichte erfahren haben? Und ob Inge ihre Flucht-Erlebnisse wirklich verarbeiten konnte? Dass man sich als Leser Gedanken über den weiteren Lebensweg fiktiver Figuren macht, zeigt, wie sehr deren Erlebnisse einem nahe gehen und wie nachhaltig sie einen beschäftigen.

Ein ausführliches Glossar, Kartenmaterial, auf dem man den Weg der beiden verfolgen kann sowie ein Interview mit einer Zeitzeugin liefern dem jugendlichen Lesepublikum ergänzende Informationen.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf der Flucht 2. März 2010
Von H. P. Roentgen TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
1945, Wanda ist Polin und Zwangsarbeiterin auf dem Gut der Eltern von Inge. Sie hasst diese. Für sie verkörpert Inge die deutschen Besatzer, die sie zwangsverpflichtet haben, weil sie ins Kino ging. Das ist Polen im besetzten Polen verboten, Polen sind für die Nazis Untermenschen, eine Sklavenrasse.

Auch Inge kann mit der verstockten Polin nichts anfangen. Sie weiß nicht mal, dass die Deutsch spricht.

Und dann wird Schlesien geräumt. Die Eltern sind schon geflohen, durch einen unglücklichen Zufall blieb Inge zurück und Wanda. Jetzt sind die beiden aufeinander angewiesen, denn auf der Flucht ist sich jeder selbst der Nächste, Diebstähle häufig und außerdem die Russen dicht hinter ihnen. Und die sind nicht gut auf Deutsche zu sprechen.

Noch ein Roman über den zweiten Weltkrieg, Nazis, Flucht und Vertreibung? Gibt es da nicht schon genug?

Doch Gina Mayer gewinnt dem Thema neue Seiten ab und kann außerdem ein ungewöhnliche, spannende Geschichte erzählen. Weil sie nicht die übliche Liebesgeschichte gewählt hat, nicht die üblichen Helden, die alle nie Nazis waren. Sondern zwei Mädchen, die jede auf ihre Art ihre Schattenseiten haben, die sich anfänglich bekriegen und dann doch zusammenraufen.

Und weil sie mit der Polin eine Protagonistin hat, die die deutsche Besatzung in Polen miterlebt hat und deshalb eine Menge fast unglaublicher Details aus dieser Besatzungszeit erzählt.

Vor allem aber, weil sie spannend und gekonnt erzählen kann. So ist ein Buch entstanden, dass nicht nur neue Aspekte des zweiten Weltkriegs beleuchtet, die vielen unbekannt sein dürften, sondern sich liest wie ein Thriller, den man auch als Erwachsener nicht aus der Hand legen mag.

(C) Hans Peter Roentgen
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Ganz tolles Buch
Dieses Buch hat mich richtig gefesselt. Bis tief in die Nacht habe ich wach gelegen, um die letzten Kapitel zu lesen. Ich kann das Buch also unbedingt weiterempfehlen.
Vor 5 Tagen von AS veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Liest sich toll und bringt Geschichte näher
Ich habe das Buch viel zu schnell gelesen, weil ich es einfach nicht weglegen konnte. Ich war traurig, dass es so schnell aus war.
Es liest sich super. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Tagen von Wilma Hahn veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Langatmig.
Ich fand dieses Buch sehr langatmig. Obwohl ich es bis Ende gelesen habe.
Die Story hat mich sehr interessiert (Flucht im Krieg). Lesen Sie weiter...
Vor 23 Tagen von schwierigerfall veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Buch das einen mit auf eine Zeitreise nimmt
Ich kann diese Buch nur jedem empfehlen, der sich für die Zeit der Flucht interessiert. Es ist einfach und verständlich geschrieben, spiegelt diese Zeit sehr getreu nach. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von dinochen_13 veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Lore-Roman...
Absolut simpel geschrieben, ich habe noch nie erlebt, dass in der Legende einfachste Wörter beschrieben werden. Anscheinend hält die Autorin die Leser für blöd! Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Jutta Schaub veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen sehr gut zu lesen, packend und interessant
ich habs in kurzer Zeit ausgelesen, da es sehr gut geschrieben ist und die geschicht einen sehr schönen Faden hat
Vor 4 Monaten von ANDREAS STADLER veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen top
das Buch war als Geschenk gedacht.
Es ist super angekommen weil es sich leicht lesen lässt und eine packende Geschichte beschreibt.
Schnelle Lieferung alles bestens
Vor 4 Monaten von steph2405 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Schön traurig
Schön erzählte, bewegende Geschichte einer ungewollten aber dafür umso intensiveren Freundschaft. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von CV veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen spannend und informativ geschrieben
Dieses Buch ist für Teenager und für Erwachsene interessant. Meine Tochter (13 J.) und ich haben das erste Mal ein Buch über die Flucht im 2. Weltkrieg gelesen. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Wusel_An veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Stück Geschichte mal anders!
Diese Geschichte zweier Mädchen schafft es tatsächlich, ohne Gewaltszenen eine Zeit zu erzählen, in der es so viel Gewalt gab und sie mal von einer anderen Seite zu... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Kyrana Odemann veröffentlicht
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